Heute wollten wir die Mittagshitze so gut es geht vermeiden und stellten den Wecker auf 6 Uhr. Dem B&B Gastgeber haben wir gestern schon gesagt, dass wir ohne Frühstück abreisen werden. Trotzdem stand er bei unserer Abfahrt um 7 Uhr bereit uns wollte uns zumindest einen Kaffee zubereiten. Doch wir lehnten dankend ab und verabschiedeten uns.
Startklar um 07.15h
Zuerst ging es aus dem Ortskern von Vasto sehr steil hinunter an die Küstenstrasse. So waren unsere Bremsen schon mal auf Betriebstemperatur und wir Bogen bald wieder auf einen Radweg ein.
Grüner Belag bedeutet hier GutesWas für ein Start in diese Etappe.
Diesen genossen wir noch einmal, denn wir wussten, dass wir heute deutlich weniger Radwege vorfinden würden als gestern.
Nach gut 8 km kam der erste Abschnitt auf der stärker befahrenen Küstenstrasse SS16. Also justierten wir unsere Rückspiegel, stellten die Blinklichter am Helm ein und schalteten unsere kleinen Bluetooth Geräte von Sena auf Empfang. Damit können wir uns auf eine Distanz von 150 – 200 Meter unterwegs unterhalten, was die Kommunikation, gerade auf Hauptstrassen, erheblich vereinfacht.
Wir hoffen der Seitenstreiffen wächst nicht ganz zu.Auf Brücken kann es manchmal schmaler werden.
Es war ein genug breiter Seite streifen vorhanden, so dass wir uns sicher fühlten. Nach 12 Kilometern auf der Hauptstrasse wechselten wir auf eine lokale Zubringer Strasse Richtung Termoli, auf der gerade ein von der Fahrbahn abgetrennter Radweg fertiggestellt wurde. Also fuhren wir wieder ganz entspannt dem Frühstücksstop in Termoli entgegen.
Auf neuem Asphalt geht es Richtung Termoli
Bei der Einfahrt in Termoli ging es nochmals dem Strand entlang.
Noch ist es früh und die Schatten lang.
In Termoli führte uns die Strasse kurz aber sehr steil ins Zentrum hoch, wo wir uns an der ersten Bar mit kühlen Getränken, Pizzaschnitten, aber auch Cappuccino und Brioche für die Weiterfahrt stärkten. Anschliessend machten wir noch einen kurzen Rundgang in der Altstadt dieses schönen Örtchens und bestaunten die Gassen und Plätze.
In der Altstadt von Termoli
Lange hielten wir es aber hier nicht aus. Zu sehr hatten wir das Hitze Erlebniss von Gestern noch in Erinnerung und so machten wir uns bald wieder auf den Weg, um frühzeitig in Lesina anzukommen. Der zweite Teil dieser Etappe führte nun hauptsächlich der SS16 entlang.
Hier gilt es Tempo zu machen
Zumindest in Bezug auf eine gute Durchschnittsgeschwindigkeit hat das auch sein Gutes. Mit guten 25 km/h kamen wir flott voran und waren bald schon am Strasse Schild, dass uns den Weg zum Gargano wies.
Hier links halten.
Neben der Strasse wurden Pellatitomaten geerntet und wir schauten fasziniert zu, wie diese Maschinen in hohem Tempo die Tomatenstauden abschnitten, die Tomaten von den Stauden trennten und das Förderband die Tomaten in den parallel fahrenden Anhänger spuckte.
Hier liegen die Tomaten erntereif am Boden.In rasantem Tempo werden sie geerntet.
Es blieben nun nur noch wenige Kilometer und bald sahen wir Lesina in der hellen Mittagssonne glitzern.
Blick auf Lesina
Unser B&B, im Zentrum dieses kleinen Städtchens mit seinen engen Gassen, hatte die Zimmer schon bereit, so dass wir um 12.30h bereits einchecken konnten. So hatten wir einen entspannten Nachmittag vor uns. Leider ist die Wasserqualität in der Lagune, an der Lesina liegt, nicht zum Baden geeignet.
Irgendwie macht uns das nicht an. Die Lagune ist fast ganz vom Meer getrennt, was zu wenig Wasserautausch führt.
Das wird Morgen in Peschici besser sein. So hatten wir jedoch genug Zeit für all die anderen Sachen die es zu erledigen gilt. Sportkleider auswaschen, Blog schreiben und es den Einheimischen gleich zu tun und eine Siesta einlegen.
Am Abend dann noch ein kurzer Fotorundgang durch den kleinen Ort. Hier das Ergebnis.
Gasse in der Abendsonne Mit WeitblickFarbenfrohe Terrasse Stille Gassen Straßenecke Zentraler Platz Die Fischer putzen die Netze in der Abendsonne.
Morgen stehen nochmals 75 flache Kilometer auf dem Programm. Also wieder früh los und diese Etappe wird Barbara mit dem mitgebrachten Ersatzsattel absolvieren. Sie vermisst in Bezug auf den Fahrkomfort die Lieger schmerzlich. Wir hoffen der Sattelwechsel hilft.
Diesen Sommer haben wir nur gut 10 Tag am Stück Zeit für eine Radtour. Also wird das nichts mit einer längeren Reise und wir haben überdies das Bedürfnis, uns auch etwas am Meer zu erholen. Also genau die richtigen Voraussetzungen um unsere Adria Tour fortzusetzen. In den nächsten Tagen geht es in 7 Etappen von Pescara nach Bari. Je weiter südlich wir unsere Etappen jeweils fortsetzen, desto zeitraubender wird die Hin- und Rückreise, weil wir mit den Rädern ja leider die ganz schnellen Frecciazüge nicht nutzen können. Regional und Eurocitiyzüge bringen uns nun jeweils an den Startort und vom Ziel wieder nach Hause. Da wir auch nicht zu viel Umsteigen wollen, sind die Verbindungen nicht so dicht, aber es klappt. Da wir auf der 5. Etappe einiges an Höhenmeter zu bewältigen haben und wir mit den normalen Rädern auch mit etwas weniger Aufwand mit den Zügen reisen können, entschieden wir uns für diesen Kurztrip mal für unsere „normalen“ Tourenräder und liessen die Lieger schweren Herzens zu Hause. Aber keine Angst, ihr bekommt sicher bald wieder einmal Gelegenheit für eine längere Tour. Diesmal die Anreise via Zürich nach Milano, dort gut 70 Minuten Umsteigezeit und dann mit dem EC direkt nach Pescara.
Milano Centrale.
Es dauerte etwas mehr als 13 Stunden bis wir um 22.05h am Freitag 23.08.24 in Pescara ankamen. Das Hotel ganz in der Nähe des Bahnhofs hat uns einen sicheren Platz für die Räder versprochen und das auch gehalten. Der Samstag verbrachten wir dann wie typische Adria Touristen am Strand und schlenderten etwas durch die Fussgängerzone.
Am Sonntagmorgen galt es dann ernst und wir stellten den Wecker so, dass wir nicht zu spät losfuhren. Um 08.00h radelten wir runter zur Strand Promenade und Bogen in den hier sehr gut ausgebauten Radweg Richtung Süden ein. Ein erster Höhepunkt war das befahren der wunderschönen Fussgänger- und Fahrradbrücke, die hier über den Fluss Pescara führt, bevor dieser ins Meer mündet.
Start zu den nächsten Adriaetappen.Elegant schwingt sich die Brücke über die PescaraSo schön können Fahrradbrücken sein.
Dann ging es eigentlich wie an der Adria gewohnt ganz unspektakulär Richtung Süden. Meist hatten wir einen tollen Blick aufs Meer und obwohl es noch touristische Hochsaison war, waren die gut ausgebauten Fahrradwege zügig zu befahren.
Die grossen Strände sind bereit für ihre Besucher.Solche Strecken lieben wir.Hier ist zumindest der Unterbau für den Asphaltbelag schon erstellt und alles markiert. Bald ist wohl auch dieser Abschnitt fertig.Unter einer Bahnbrücke geht es auf die Fahrradbrücke …… und dann immer dem Meer entlang.
Heute führte auch ein grosser Teil der Strecke entlang alter Bahntrasse, die zu tollen Radwegen umgebaut wurden. Die Bahntunnels ersparten uns so manche Steigung und spendeten willkommenen Schatten, denn die Temperatur stieg kontinuierlich an, so das nach gut 25 km dringend ein Abkühlungsstop eingelegt werden musste. Dort stoppte zufällig auch ein Vater mit seiner Tochter aus Deutschland, die wie wir in Etappen die Adriaküste von Nord nach Süd mit dem Rad bereisen. Wir waren uns natürlich schnell einig, dass diese Form der Reise für uns die Beste ist. Schnell genug um rasch voran zu kommen, langsam genug, um viele Eindrücke aufnehmen zu können.
Hier noch eine Erfrischung und dann weiter Richtung Süden.Es folgt eie Auswahl an Bildern der heutigen Fahrradwege. Wir mussten heute vielleicht 12 km auf Autostrassen fahren, der ganze Rest gab es Radwege. Was will man mehr?
Im weiteren Verlauf der Fahrt wurde es zunehmend heisser. Auf gewissen Abschnitten des Radwegs gab es viele Fahrradverleiher, was sich unmittelbar in einer höheren Dichte an Radfahrern zeigte. Die meisten waren aber nur auf einem kurzen Teilstück unterwegs, so dass kein Dichtestress aufkam.
Leuchtturm bei OrtonaEines der vielen Fischerhäuser an der KüsteEine weitere alte Eisenbahnstrecke die nun Radfahrern „gehört“.Verlassener Bahnhof an der Strecke.Kurz vor dem Ziel ging es noch etwas auf und ab und wurde immer heisser.
Zum Schluss gab es in der heissen Mittags Sonne noch einen längeren Aufstieg zu unserem Übernachtungsort Vasto, dass etwas erhöht über der Küste trohnt. Wir waren froh im Ort eine kleine Bar zu finden die geöffnet war und in der wir mit kühlen Getränken die Zeit überbrückten, bis wir in unserem B&B einchecken konnten.
Ein paar Eindrücke aus VastoEin Blick auf die morgige Etappe.
Nach einem kleinen Spaziergang im Ort genossen wir noch ein feines Nachtessen und freuen uns schon auf Morgen, aber werden sicher eine Stunde früher starten, denn die 39 Grad bei der Ankunft heute Mittag waren definitiv zu heiss.
Die letzten beiden Tage habe ich mit dem ÖV und zu Fuss ein paar Sehenswürdigkeiten in Malta erkundigt. Das Wetter war leider wie angekündigt regnerisch und da die Strassenentwässerung hier nicht auf solche Ereignisse ausgelegt ist, gab es nasse Füsse.
Hier kommt niemand trocken über die Strasse.
Am ersten der beiden Tage schaute ich mich etwas in Valletta um. Trotz des garstigen Wetters waren Touristenmassen unterwegs, und ich mitten drin. Wobei ich darauf verzichtete mich in mehr als 100 Meter langen Menschenschlangen anzustellen um einen Blick in den Dom zu erhaschen.
Ein paar Bilder aus VallettaDas Wasser läuft an den tiefsten Punkt und die Strassenbeläge sind nass sehr rutschig.Auch im Regen stehen alle in der Schlange.
Am zweiten Tag machte ich mich dann mit dem Bussystem vertraut, mit dem man die verschiedensten Orte der Insel gut erreichen kann. Eigentlich ist das System für Touristen undurchschaubar, aber mit der App „Tallinja“ aus dem App-Store wird die ganze Sache sehr einfach. Einfach das GPS einschalten und einen Zielpunkt sowie bei Bedarf eine später Abfahrtszeit auf der Karte wählen und schon zeigt die App die passende Verbindungen inkl. Fusswege beim Umsteigen an. Unterwegs seht ihr auf der App immer, wo sich euer Buss gerade befindet und wieviele Stationen es noch geht, bis ihr aussteigen müsst. Super einfach und gut gemacht: BRAVO!! Wer den ÖV in Malta nutzen will, dem empfehle ich auch eine „Tallinja Flexcard“ zu kaufen.
Der Schlüssel zum einfachen öV. Ansonsten sind pro Fahrt beim Fahrer exakt 2.50 Euro abzugeben. Kein Wechselgeld.
Ich habe diese an einem Automaten in der Nähe der Fähranlegestelle mit der EC Karte für 6 Euro bezogen. Solche Automaten gibt es wohl an allen grösseren ÖV Haltestellen. Auf der Karte hat man dann auch schon ein Startguthaben von 6 Euro. Bei Bedarf kann die Karte über die App einfach mit der Kreditkarte auf den gewünschten Betrag aufladen. Beim Einsteigen in den Buss hält man die Karte an ein Gerät beim Fahrer, (immer vorne einsteigen) und der Fahrpreis wird abgebucht. Auf der App ist jederzeit das aktuelle Guthaben ersichtlich. Für eine 90 minütige Fahrt von meiner Unterkunft an die Südostküste nach Marsaxlokk wurde mir pro Weg 2 Euro abgezogen.
Hier ein paar Bilder inkl. kleiner Bootstour bei Marsaxlokk . Ja es hat geregnet als ich auf dem Schiff war 😉.
Dann war es am Freitag aber an der Zeit die Heimreise anzutreten. Am Morgen war frühes Aufstehen angesagt, denn die Fähre fuhr um 07.30h und man muss spätestens 60 Min. Vor Abfahrt am Hafen sein.
Also eine kurze Fahrt an den Hafen und schon bald war ich im Schiff. Der Mann der mich ins Autodeck begleitete erkannte mich von der Hinfahrt wieder und er erklärte, dass ich beim Aussteigen in Pozzallo bei einer grossen Frau meinen Pfefferspray bekommen würde. Ich fragte ob es hier keinen Sicherheitscheck geben würde und ich das Messer abgeben müsste. „Nein, das machen wir nicht“ sagte er, „dass tun nur die Italiener“. Soll das verstehen wer will, ich bin auf jeden Fall ohne Kontrolle und mit meinem Sackmesser an Bord gekommen und habe nach einem Cappuccino und einer Brioche noch etwas vor mich hingedöst.
Bereit zum Auslaufen An grossen Kähnen vorbei ging es aus dem Hafen.Im Hintergrund die gesichtslosen Neubauten nördlich von Valletta.Das Schwesterschiff ist in entgegengesetzter Richtung unterwegs.
In Pozzallo musste ich wieder warten bis kein Fahrzeug mehr in der Garage war, bevor ich mein Rad abholen konnte. Beim Ausgang gab es dann von „der sehr grossen Frau“ auch den Pfefferspray zurück und nachdem ich mir in der Bäckerei noch ein grosses Pannini machen lies, war ich bereit für die kommenden 82 km nach Siracusa.
Am Anfang war es etwas schwierig mit meiner Route, denn immer wieder stand auf dem geplanten Weg eine Tafel die die Strasse als privat oder nur für Anwohner erlaubte. In dieser ländlichen Gegend wollte ich es nicht darauf ankommen lassen, ob da allenfalls grosse Hunde das Einhalten der Vorschriften überprüften.
Also kam es zu einigen Umwegen wie ihr auf der Routenaufzeichung bei Komoot sehen könnt. Trotzdem fand ich gute Alternativen und konnte fast die ganze Strecke auf ruhigen Nebenstrassen fahren.
Unterwegs über Land.
Ich kam trotz teilweise böigem Gegenwind gut voran. In dieser Gegend war ich ja schon auf den Etappen 7 + 8 unterwegs. Ich wählte einfach einen direkteren Weg und genoss es genauso wie auf der Hinfahrt, denn die Gegend und die Nebenstrassen hier sind einfach traumhaft.
Nochmals eine wunderschöne FahrtZeitweise fuhr ich durch Zironenduft. Wirklich wahr. Wie wenn jemand vor mir dauernd sehr leichten und angenehmen Zitrusduft versprühen würde.Auf den Hügel immer wieder kleine Städtchen.Und immer der Landstraße entlang.Ob ich hier etwas falsch verstehe?
Ich war richtig froh nach zwei Tagen Pause mit Black Beauty nochmals über die „Prärie“ reiten zu können. Am Strand von Fontana Bianca legte ich eine Pause ein. Diesmal jedoch ohne zu schwimmen. Dafür reichte die Zeit dann doch nicht.
Aber es blieb Zeit für Fotoexperimente.
Kurz nach 16h kam ich bei der gebuchten Unterkunft in Siracusa, genauer auf der Insel Ortigia, an und nach einer erfrischenden Dusche genoss ich noch einmal das schöne Flair dieser wunderbaren Stadt.
Lanzeitbelichtung mit Wellen in OrtigiaAbendstimmung am Domplatz in OrtigiaAuch das Essen, sehr lecker hier.
Auch hierher kommen natürlich viele Touristen, aber alles wirkt irgendwie entspannter. Es wird auf der Strasse getanzt, gesungen und überall in den Gassen wird an diesem lauen Frühlingsabend gegessen.
Diese Stadt hat es mir angetan. Ich werde mit Barbara hoffentlich bald wieder kommen!
Am nächsten Morgen hatte ich noch Zeit um einen letzten Stadtrundgang und einige Fotos in Siracusa zu machen.
Als ich gegen 13h am Bahnhof ankam, stand der Zug schon am Perron. Ich packte ich mein Velo zusammen und verstaute das ganze Gepäck in meinem Abteil und deckte mich noch mit etwas Proviant ein und reiste entspannt mit Ausblick auf das Meer jener Küste entlang, wo ich vor einer guten Woche Richtung Süden geradelt war.
Bereit für die lange Heimreise
Ich unterhielt mich mit meinen Abteilnachbarn, einem jungen Paar aus Deutschland, über Sizilien, das Reisen allgemein und die Welt.
So ging die Zeit vorbei und schon bald waren wir in Messina, wo der Zug auf die Fähre verladen wurde. Auf dem Schiff kann man jeweils an Deck gehen und ich verabschiedete mich von der Insel. Grazie Sizilien, es war wunderschön!
Mit dem Zug auf die Fähre erspart mühsames Umsteigen
Wichtig ist alle Gelegenheiten zu nutzen, um den Essen- und Getränkevorrat aufzustocken, denn im Zug kann man nichts kaufen. Gute Gelegenheiten gibt es auf der Fähre oder dann noch in Villa San Giovanni, wo der Zug in der Regel 20 -30 Minuten Aufenthalt hat. Also noch schnell ein Sandwich, kühle Getränke und ein Gelato besorgen. Gut ausgerüstet fuhr ich entspannt in die Nacht und genoss den schönen Sonnenuntergang.
Wenn die Sonne aufgeht bin ich schon fast in Mailand.
Am Morgen kamen wir pünktlich in Mailand an. Aus Sicherheitsgründen hatte ich beim Buchen eine längere Aufenthaltszeit in Mailand eingeplant, man weiss ja nie. Dann mit dem EC weiter nach Zürich und schon war die Reise Geschichte.
Alles wieder zusammengebaut und bereit für die nächste Zugetappe nach Zürich.
Fazit: Vieles hat mich auf dieser Reise positiv überrascht. Zuerst „Black Beauty“, das mich pannen- und unfallfrei auf der Reise begleitet hatte. Ich war manchmal froh, auf diesem agilen und klettertauglichen Velo unterwegs zu sein. Das ergonomische, etwas aufrechte Setup ermöglichte es mir ohne grosse Verspätungen im Nacken auch mal längere Etappen zu fahren. Nur den bequemen Sitz des Liegerads hätte sich mein Hinterteil ab und zu gewünscht. Die Landschaft und die Städte waren einfach wunderschön und diese Gegend werde ich gerne bald wieder besuchen. Die Strecke Catania – Siracusa würde ich mit dem Zug zurücklegen und mir die Zeit für schönere Abschnitte südlich von Siracusa aufsparen.
Auch die Überfahrt nach Malta hat sich gelohnt, wobei man in Malta wohl nicht die besten Velo Routen findet und die Insel gut mit dem öV entdeckt werden kann. Alles in allem eine wunderbare Frühjahrsreise, die ich im Wiederholungsfall allenfalls im September planen würde, da dann das Meer bedeutend wärmer ist und schöne Strände gibt es hier ja genug.
Schön habt ihr mich mit dem Blog begleitet, bis zum nächsten mal!
Gestern bin ich mit der Fähren in gut 1 Std. 45 Min. nach Malta rüber geschippert. Die Sicherheitsbestimmungen sind ähnlich wie beim Fliegen. Das Gepäck wird gescannt und „gefährliche Gegenstände“ sind verboten. So musste ich mein Taschenmesser und den Pfefferspray abgeben. „Sie bekommen alles wieder zurück, wenn sie von Bord gehen“, erklärte mir die Frau an der Sicherheitskontrolle.
Die Fähre wird beladen
Auf der Fähre wurde dann mein Name ausgerufen und ich hatte mich beim Offizier zu melden. Freundlich erklärte er mir, dass ich das Messer wieder bekommen würde, den Pfefferspray dürfte ich aber nicht nach Malta einführen. Das sei verboten. Er notierte aber meine geplante Rückreise und erklärte, wenn ich wieder in Sizilien ankomme, könne ich den Pfefferspray auch wieder abholen. Bin ja gespannt ob das am Freitag klappt ;-)
Einfahrt in Valletta
In Malta angekommen merkte ich, upps hier ist ja Linksverkehr. An diesen gewöhnte ich mich schneller als an die oft „zügige“ Fahrweise der Einheimischen und den dichten Verkehr. Navi sei Dank fand ich aber trotzdem problemlos den Weg in meine Unterkunft und mit einem feinen Nachtessen beendete ich den Tag.
Heute wollte ich unbedingt noch eine kleine Inselrundfahrt machen, da ja für die nächsten zwei Tage eher mässiges Wetter angesagt ist.
So stellte ich mir mit Komoot eine Route zusammen und fuhr los. Rasch tauchten die ersten Fotosujets auf.
Hier ein Sujet für Emma
Die gibt es hier an jeder Ecke.
Das nenn ich mal einen beeindruckenden Verkerskreisel.Eier muss ja immer sein Auto am falschen Ort parkieren. Motto der Tages! (des Monats,des Jahres, für immer. )
Zuerst war es verkehrsmässig noch recht hektisch, aber je mehr ich mich vom Zentrum entfernte desto ruhiger wurde es. Ich fuhr auf einigen Nebenstrassen und genoss die Fahrt.
Hier ging es gemächlich vorwärts
Schon bald zeigte sich am Horizont die beeindruckende Medina von Rabat und nach einem kurzen, knackigen Anstieg stand ich auch schon vor den Toren dieser wunderschön erhaltenen Festungsstadt.
Ein wahrlich beeindruckender Anblick.
Natürlich war ich nicht alleine hier, denn die Busse spuckten im Minutentakt Touristen aus, aber auch viel Schulklassen waren hier auf Entdeckungstour.
Eingang in die Festungsstadt.Was in Venedig die Gondeln sind hier die Kutschen.
Eine Frau vom Tourismusministerium fragte mich, ob ich an einer Umfrage zu meinem Erlebniss in der Medina teilnehmen würde. So kamen wir ins Gespräch und schon bald drehte sich alles ums Radtour fahren. Sie war begeistert von meiner Reise und als ich ihr erzählte, was ich mit Barbara schon so alles per Rad bereist hatte, begannen ihre Augen zu leuchten. „You’re inspiring me!“ sagte sie, „You’re living my dream“. Ich motivierte sie es einfach zu machen, denn eine Radreise ermöglicht einfache ein intensiveres Erlebniss und die Kondition kommt mit der Reise. „Let’s get startet“.
Die schmalen Gassen in der MediaDer Dom im Zentrum An jeder Ecke sind schöne Bilder zu entdecken
Nachdem ich mich etwas in der Medina umgeschaut hatte, war es Zeit für ein Mittagessen in Rabat. Hier auf Malta gibt es ja alle Küchen der Welt zu entdecken. So gönnte ich mir etwas indisches, bevor ich gestärkt weiterradelte.
In Rabat
Fahrt durch die Gassen von Rabat
Von Rabat aus fuhr ich weiter bis an die Südwestküste und genoss den grandiosen Ausblick über die Klippen von Dingli.
Da wollte auch Black Beauty wieder mal posieren und euch die tolle Gepäcktasche zeigen, die zwei integrierte Seitentaschen hat. Sehr praktisch.
Anschliessend ging es auf Nebenstrassen wieder zurück, wobei hier Komoot auch noch eine kleine Herausforderung eingeplant hatte. Plötzlich endete die Strasse und im Gestrüpp waren schemenhaft ein paar Tritt stufen zu erkennen.
Zuerst entlang von schönen Gärten.Auch die Zitronen warten darauf geerntet zu werden.Dann wurde es immer wilder.
Also das Rad schultern und hochkraxeln zum nächsten Feldweg.
Hier war definitiv Schluss mit fahren.
So erreichte ich bald wieder eine befestigte, wenn auch sehr holprige Strasse. Eine kleine Hunde Challenge kam auch noch dazu, so dass auf dieser kurzen Runde die ganze Palette an Erlebnissen einer Radtour serviert wurden.
Kurz vor dem Ziel machte ich noch einen Stop in Mosta und gönnte mir einen erfrischenden, kühlen Kaffeedrink.
Es blüht auch in den GassenEs wird viel umgebaut.Egal wohin man kommt, überall Monumente.😋
Die restlichen Kilometer zu meiner Unterkunft in Sliema war dann wieder hardcore Citybiking. Nichts für Angsthasen. Aber Black Beauty und ich sind schon ein toll eingespieltes Team und wissen auch, wann es besser ist auf den Gehweg auszuweichen und kritische Situationen zu Fuss zu bewältigen. Also keine Sorgen, wir haben das im Griff.
Nun gibt es eine kleine Blogpause bis am Freitag. Dann fahre ich am Morgen um 07.30 Uhr mir der Fähre zurück nach Pozzallo und anschliessend mit dem Rad noch 70 km bis Siracusa, wo am Samstag Mittag meine Heimreise mit dem Zug beginnt.
Heute vor einer Woche bin in Lamezia losgefahren und nach acht Etappen nun am (Zwischen-) Ziel meiner Reise in Pozzallo angekommen. Morgen Nachmittag nehme ich dann die Fähre rüber nach Valletta (Malta) und habe dort für 4 Nächte eine Unterkunft gebucht Ich hoffe dort noch den einen oder anderen Ausflug, auch mit dem Rad, machen zu können, aber ich schaue mal, wie das dort so läuft. Die Infos bezüglich Strassenqualität und Fahrkünste der Einheimischen die ich bis jetzt bekommen habe, stimmen mich nicht so zuversichtlich. We will see!
Es waren noch einmal 65 herrliche Kilometer auf Nebenstrassen mit wunderschönen Ausblicken.
Einfach fantastisches Fahrradterrain.Und die grosse Mehrheit der italienischen Autofahrer überholen in respektvollem Abstand. Ich genoss diese Landschaft…… auch wenn es immer wieder Höhenmeter bedeutete.Radlerparadies
Die erste Ernte des Jahres war schon in vollem Gange und sowohl Getreide als auch Kartoffeln wurden eingefahren.
Die Ernte wird eingefahren.Die schönen Blumen am Strassenrand lenkten zum Glück vom allgegenwärtigen Abfall ab. Die Gräserfotos sind speziell für Barbara.Nein, ich habe keine Samen mitgenommen. 😉Diese haben wir ja sowieso schon mal mitgenommen.
Heute war es zeitweise so ruhig, dass nur alle 10 bis 15 Minuten ein Auto auftauchte. Wenn es so einsam ist, weiss der erfahrene Radler, dass dafür dann eher mit Hunden zu rechnen ist. Aber selbst dieses Problem hielt sich in Grenzen. Unter einem Baum lagen einmal drei grosse Hunde dösend im Schatten und einer davon forderte mich zu einer Sprintchallange heraus Pech für ihn, dass es bergab ging und ich mit meiner grössten Übersetzung bei einer Kadenz von 90 Umdrehungen 42km erreiche So gab er bald auf und ich war froh, diese Challenge nicht ein einer Steigung fahren zu müssen.
Wo lauert der nächste Hund?AgrarlandArtischocken In voller BlüteWer weiss in welche Richtung es nach Portopalo geht?
Ich bin nicht den direkten Weg gefahren, sondern wollte mir noch das Dörfchen Marzememi ansehen, von dem ich im Internet tolle Bilder gesehen hatte. Ich war wohl nicht der Einzige und da es heute Sonntag war, konnten sich die Restaurant- und Souvenierstandbetreiber über mangelnde Kundschaft nicht beklagen.
Natürlich mache ich die Fotos so, dass ihr nicht alle Touris seht.Dazu muss man manchmal warten, bis eine Gruppe vorbeigezogen ist, dafür wirkt dann das Foto besser. 😉Ein wirklich hübscher Ort.
Mir hatte es dort etwas zu viele Leute und so strampelte ich noch ins benachbarte Städtchen Pachino, wo ich mich mit einem feinen Pastateller für die zweite Hälfte der Route stärkte.
Zentrum in PachinoGenau was ich brauchte.
Im Ort selber ist nicht wirklich viel los und so werde ich einen ruhigen Abend haben und freue mich auf Malta. Mal sehen, was es von dort zu berichten gibt.
Und es war gut etwas Energie getankt zu haben, denn auch heute nahm der Wind nach dem Mittag merklich zu und ich hatte bis zum Ziel meist einen ziemlich kräftigen Gegenwind. Spätestens wenn es runter geht und du trotzdem kräftig in die Pedalen treten musst weisst du, das Gegenwind ganz schön zermürbend sein kann.
Die Flagge lügt nicht.Und auch der Sand deutet an, dass es hier schon mal kräftig bläst.
Trotzdem konnte ich auch diesen Teil der Tour geniessen, denn Landschaftlich und verkehrstechnisch war es einfach top.
Ja mein Hinterteil meldete sich heute zum ersten mal und fand, es sei nun an der Zeit ihm etwas Erholung zu gönnen. Ich konnte meine Sitzknochen beruhigen, dass es Morgen ja soweit sei. Also einfach noch durchhalten und sich nichts anmerken lassen.
Kurz vor Pozzallo entdeckte ich noch Flamingos in der Lagune
Bald schon erblickte ich in der Ferne mein Ziel Pozzallo. Den Umweg via Ragusa habe ich Gestern verworfen und mich für das Etappeziel Pozzallo entschieden, um Morgen stressfreie die Fähre ab hier nehmen zu können.
Ziel erreicht
Ich habe hier eine kleine Wohnung mit einer tollen Terasse als Unterkunft gefunden. Der perfekte Platz um nach dieser Etappe etwas zu entspannen und auf der Terasse den Blog zu schreiben.
Ideale Bedingungen für den Blogschreiber. Es wird flaniert Abendgrüsse aus Pozzallo
Gestern musste ich euch ja berichten, dass die Etappen einer Radtour nicht immer wirklich glücklich machen. Die Etappe heute gehört aber in die Kategorie „mehr davon“!
Es war in jeder Hinsicht eine perfekte, abwechslungsreiche und auch entspannte Etappe. Die kurze Distanz hat sich einfach aus dem angepeilten Ziel ergeben, denn als ich die Route für diese Tour plante, bin ich auf Bilder des Städtchens Noto gestossen und habe entschieden, das will ich mir ansehen.
So konnte ich heute in Siracusa entspannt starten und nutzte die Zeit noch für eine kleine Stadtrundfahrt, bevor ich mich auf den Weg machte.
Hier könnt ihr etwas mitfahren.
Noch einmal genoss ich dieses Flair der schönen alten Gassen und Plätze und dann gings raus Richtung Süden.
Die Badesaison in der Stadt ist eröffnet.Alte Verteidigungsanlage Statue des Ikarus. Viel griechische Geschichte hier.
Schon nach wenigen Kilometern konnte ich die stärker befahrene Strasse hinter mir lassen und ich genoss die ruhigen Nebenstrassen und die schöne Landschaft.
So macht radeln wieder Spass.
Plötzlich glitzerte das türgisfarbene Meer vor mir auf. Was für ein Anblick!
Wer könnte hier einfach weiterradeln?
Da musste ich einfach einen Stop einlegen um dieses Jahr den erstem Schwamm im Meer zu geniessen.
Black Beauty legte sich in Pose.
Ich fand einen guten Strandzugang und tauchte schon bald in den erfrischenden Wellen. Ich habe sehr genossen. Einfach perfekt.
Erfrischend aber wirklich schön.
Da schon gut die Hälfte der Route geschafft war konnte ich es gemütlich nehmen, denn der Check-In im B&B war erst ab 15h möglich.
Eine Etappe zum geniessen.
Also stoppte ich in Avola nochmals am Strand und gönnte mir einen Granita di Limone.
Anschliessend machte ich einen kleinen Umweg um durch das Zentrum dieser Kleinstadt zu fahren und entdeckte auch hier viele schöne Gebäude. Die Architektur in dieser Region hat mich wirklich überrascht.
Sogar ein toller Radweg führte ins Zentrum von AvolaWohin man schaut, ein Fotosujet neben dem anderen.
Zum Schluss gab’s noch einen moderaten Aufstieg hinauf nach Noto, wo ich kurz nach 15 Uhr eintraf.
Noto in der Ferne.
Die Gastgeberin erwartete mich und staunte, dass ich mit dem Rad unterwegs sei. Ich müsse dieses aber auf’s Zimmer nehmen, denn sonst wäre da kein Platz. Nichts lieber als das, so weiss ich wo mein Pferdchen schläft.
Hier fühlen sich mein Pferdchen und ich natürlich wohl. Blick vom Balkon. Was will man mehr?
Dann das übliche Programm mit Duschen, Kleider waschen und Blog vorbereiten, bevor es noch auf einen Stadtrundgang geht. Und ja, ich muss mir noch überlegen wohin ich Morgen fahre. Entweder direkt nach Pozallo, wo am Montag Mittag meine Fähre nach Malta fährt, oder nach Ragusa, welches mich auf Grund der Bilder auch noch als Zwischenstopp reizen würde. Bis Morgen muss ich mich entschieden haben.
Hier noch ein paar Bilder aus Noto. Auch wirklich einen Besuch wert.
Um es gleich vorweg zu nehmen, es sind nicht Etappen wie diese, welche den Reiz einer Fahrradtour ausmachen. Manchmal muss man einfach gewisse Strecken einfach fahren, um weiter zu kommen. Heute bedeutete das vor allen, monotones und wenig motivierendes Radeln entlang von Hochleistungsstrassen. Gut 62 km der heutigen Etappe waren waren von dieser Kategorie.
In Messina wird auch an der Hauptstrasse einfach mal ein Verkaufsstand aufgestellt.Es gibt schönere Strecken.
Am Anfang hoffte ich je noch, dass es nach Messina besser werden würde, aber weit gefehlt. Je weiter südlich ich kam, desto mehr nahm der Verkehr zu und trotz einiger Versuche ruhigere Nebenstrassen zu finden, landete ich am Schluss immer wieder auf der Hauptstrasse.
Das geübte Auge findet aber auch da immer wieder ein Fotosujet.
Es macht jedoch keinen Sinn sich darüber zu ärgern, sondern es zu nehmen wie es ist. Immerhin bieten solche Strassen die Gelegenheit, die Durchschnittsgeschwindigkeit hoch zu halten.
Immer schön rechts halten.An solche Anblicke will ich mich einfach nicht gewöhnen.Dafür zeigte sich der Ätna heute in voller Pracht.Und hier musste wohl der Traum vom eigenen Schloss begraben werden.
Und dann gibt es mit viel Glück auch nette Begegnungen, die es eben nur auf solchen Reisen gibt. In der Ferne sah ich einen Radler aus der Gegenrichtung kommen. Wir grüssten uns und stopten beide.
Ich überquerte die Strasse und lernte so Hanrur kennen. Er ist aus Deutschland und radelt in der Regel zusammen mit seiner Frau auf einem Tandem. Aktuell ist er mal solo auf einer Sizilienrundfahrt unterwegs unterwegs. Er ist vor gut zwei Wochen in Catania gestartet und hat nun die Insel im gegenuhrzeigersinn umrundet. Heute ist seine Finale Etappe und ich sagen: BRAVO, toll gemacht.
Ein gemeinsames Foto musste sein. Wenn du mit deiner Frau mal mit dem Rad in Winterthur eine Übernachtung suchst, du bist jederzeit herzlich willkommen.
Hanro erzählte, dass er auf der ganzen Reise kaum andere Tourenradler getroffen hätte und ich sicher 350km warten müsste, um andere zu sehen. Er sollte sich täuschen 😉. Wir plauderten ein paar Minuten und dann verabschiedeten wir uns und radelten unseren Zielen entgegen.
Es ging immer weiter auf der Hauptstrasse und zwischen mir und dem Meer sah ich ein riesiges Industriegebiet.
Selbst der Verpflegungsstop war heute nicht gerade idyllisch.Abhaken und durchradeln
Es wird doch wohl einige kleinere und angenehmere Strassen geben. Auf Komoot suchte ich nach Alternativen, aber alle Versuche endeten damit, dass ich wieder auf die Hauptstrasse zurück gelenkt wurde.
Gerade als ich das akzeptierte und nach einem weiteren Umweg vor der Einfahrt zur Hauptstrasse stand, sah ich zwei Radler mit Tourengepäck. Auch sie suchten offensichtlich nach einem besseren Weg.
Ich stoppte und kam mit den beiden ins Gespräch. Sie waren aus Frankreich und sind gerade auf ihre 6 monatige Reise mit dem Ziel Norwegen gestartet. Noémie erzählte mir, dass sie sich vor allem vor wilden Hunden fürchte. Ich konnte sie beruhigen, auf der ganzen Reise war das kein Thema. Ich zeigte ihr den Pfefferspray, den ich für Notfälle immer dabei habe, aber auf allen Reisen noch nie einsetzten musste. Er gibt einem aber ein gutes Gefühl und ich glaube Noémie wird versuchen, sich auch so etwas zu besorgen. Wir tauschten uns noch etwas über ihre Routenpläne aus und ab sofort folge ich Noémie auf „Polarsteps“. Ich bin gespannt auf ihre Reise.
Noémie und ihr Partner, sorry habe nicht nach deinem Namen gefragt. Von Herzen: Bon voyage!
Kurz vor Siracusa habe ich ihn dann doch noch gefunden. Den Radweg der offensichtlich auf einem alten Bahntrasse angelegt war und mich so entlang von schönen kleinen Buchten in die Stadt führte.
So machte es zum Schluss noch richtig Spass.Darum liebe ich Bahntrassen. Unnötige Steigungen werden weggesprengt.Kleiner Canyon am Wegesrand.Schöne BuchtenUnd der Blick auf SiracusaEinfahrt in die Stadt
Ich musste etwas suchen, bis ich zu meinem B&B fand in diesen engen Gassen, aber es hat dann doch geklappt und ich genoss das besondere Flair dieser Stad
Die sehenswerte Altstadt liegt auf einer Insel. Ich suchte mir den Weg durch schöne Gassen
Hier noch ein paar Bilder aus der Stadt. Sie ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Ihr habt es sicher schon bemerkt. Auf dieser Tour sind die Etappen nicht zu lange, aber ich habe mir bewusst etwas Zeit gelassen um immer wieder anhalten zu können wenn ich Lust habe und trotzdem nicht zu spät am Ziel einzutreffen. Es sah eigentlich eher nach einer „Überführungsetappe“ aus, aber es wurde doch recht abwechslungsreich.
Bei der Ausfahrt aus Taormina genoss ich noch einmal die schöne Küstenlinie.
Blick hinauf nach Taormina
Immer wieder führte mich die Route durch kleine Ortschaften, wobei sich die Hauptstrasse sehr ähnlich sind. Charmant sind sie alle.
Wo möglich versuchte ich die Hauptstrasse zu verlassen um möglichst am Meer entlang zu fahren. Leider waren diese Wege oft Einbahnstrassen und wer wie ich Richtung Süden fährt, musste eine Strasse weiter von der Küste entfernt fahren. In Chianchitta lotste mich Komoot wieder einmal auf einen abenteuerlichen Weg. Meist bin ich ja sehr zufrieden mit den Routenvorschlägen der App, aber ab und zu wundere ich mich, was da noch als Fahrradweg durchgeht.
Hier musste ich kapitulieren. Zurück zur Strasse und einen Umweg fahren.Dafür war es landschaftlich sehr schön. Schade könnt ihr die Vögel nicht hören.
Heute wurde Black Beauty also gefordert und auch der Gepäckträger wurde einem heftigen Rütteltest unterzogen. Beide haben die Prüfung gut bestanden.
Ab heute darf sich Black Beauty mit recht „Gravelbike“ nennen.Auch hier wurden wir durchgeschüttelt, aber schlimmer war der Abfall entlang der Strasse.Diese Aufnahme stammt aus einem Naturschutzgebiet. Unglaublich!
Immer wieder schweifte mein Blick zum Äthna, aber er wollte sich mir einfach nicht in seiner vollen Pracht zeigen.
Immer in Wolkegehüllt.
Nach Riposto gab es seltsame Strassenschilder die besagen, dass das befahren dieser Strassen für Motorräder und Fahrräder bei Vulkanasche auf der Strasse verboten ist. Zum Glück blieb der Vulkan heute ruhig, so dass ich meiner geplanten Route folgen konnte.
Ab und zu kamen mir Rennradfahrer entgegen.
Kurz vor 13 Uhr kam ich an einem kleinen Lebensmittelgeschäft vorbei. Höchste Zeit kühle Getränke und ein frisch gemachtes Sandwich zu kaufen, denn zwischen 13 -16 Uhr sind diese Läden meist geschlossen.
Hier wird mein Panini zubereitetLeider konnte ich auf dem Fischmarkt nichts kaufen. Der Fisch hätte die Reise kaum gut überstanden.
In Aci Trezza staunte ich dann über die seltsamen Felsformationen vor der Hafeneinfahrt.
Danach musste ich noch einmal kräftig Höhenmeter strampeln. Zur Belohnung gab’s eine schöne Aussicht.
Hart erarbeitet
Anschliessend nahm der Verkehr immer mehr zu und Baustellen taten ihr Übriges, so dass es ab und zu ziemlich eng wurde. Aber keine Sorgen, Black Beauty ist schon eine richtige Italienerin und passt sich den lokalen Verkehrsregeln perfekt an. Wo eine Lücke ist, da ist ein Weg! Immer schön im Strom mit schwimmen und wenn es zu eng wird selbstbewusst die Strassenmitte suchen, so kommt keiner auf die Idee zu knapp zu überholen. So kamen wir zwei gut voran und schon bald war ich in den Vororten von Catania und staunte nicht schlecht, als plötzlich ein perfekter Veloweg auftauchte. So war also auch der starke Verkehr in Catania kein Problem.
Einfahrt in Catania
Ein kurzer Austausch per Whats App mit dem Gastgeber des B&B um meine Ankunftszeit zu bestätigen und 10 Minuten später war auch die heutige Etappe schon Geschichte. Der Gastgeber riet mir das Rad ins Zimmer zu nehmen, weil hier sei es sonst nicht sicher. Den Rat nahm ich dankend an und so schläft mein Pferdchen auch heute Nacht sicher in meinem Zimmer.
Zu Fuss ging ich dann runter zum Hafen in eine Bar, wo ich den perfekten Platz fand um den Blog zu schreiben.
Von Häfen kann ich nie genug kriegen Kein schlechter Platz zum Schreiben.
Ich geniesse es und bin froh und dankbar, solche Reisen machen zu können. Morgen geht’s weiter. Gut 72 km bis Syracusa.
Hier noch ein paar Bilder vom Spaziergang durch die Stadt.
Um es gleich vorweg zu nehmen, die Wettergötter waren mir heute gnädig gestimmt. Gleich nach dem Aufwachen habe ich zuerst die Website „Windfinder.com“ aufgerufen. Dort gibt es gute Infos bezüglich der Wind Situation und was ich dort sah, stimmte mich zuversichtlich. Die Windgeschwindigkeiten wurden nach unten korrigiert und in der Strömungsanimation sah ich, dass ich nur die ersten paar Kilometer mit direktem Gegenwind zu tun haben würde, anschliessend würde es eher seitlich von vorne kommen und vor allem abnehmen. Damit war klar, es wird geradelt! Beim Frühstück warnten mich die Gastgeber noch, dass es heute regnen würde und so packte ich die Regenausrüstung griffbreit ein.
Die Etappe war ja relativ kurz, so dass ich genügend Zeit hatte, bei einem grösseren Regenschauer auch mal in einem Restaurant das Schlimmste abzuwarten.
Schon die Ausfahrt aus Messina war trotz böigem Wind ganz entspannt. Kaum Verkehr und immer wieder zeigte sich die Sonne zwischen einigen Wolken.
Ausfahrt aus Messina… und immer Richtung Süden
Die Routenwahl ist hier an der ganzen Küste recht überschaulich. Meist bleibt einfach die Hauptstrasse und in den kleinen Orten ab und zu die Strasse an der Strandpromenade.
Immer leicht rauf und runter Die Regenwolken im Blick Aber die Sonne war heute stärker Alles bereit für die kommende Sommersaison
So ging es zügig voran. Ab und zu nieselte es, aber immer so, dass es sich nicht lohnte die Regenklamotten anzuziehen. Dass es hier aber erst vor kurzem wohl kräftig geregnet hat, war an den Pfützen auf der Strasse unschwer zu erkennen. Der Wind war auch fast eingeschlafen und ich hatte heute einmal mehr Glück mit dem Wetter.
Da sah es für einen Moment ganz düster aus.Alle wollten an den Strand. Parkplatz = Fehlanzeige Hier noch der letzte Hügel des Tages Schönste Blüten am Strassenrand
Offensichtlich ist auch hier am 1. Mai ein Feiertag, denn auch heute war es auch der Hauptstrasse erstaunlich ruhig, keine Lastwagen und die Familien flankierten an den Strandpromenade entlang.
Schon kurz vor 13 Uhr kam ich im gebuchten Hotel an und auch mein Zimmer war schon bereit, so dass ich bereits einchecken konnte. Zuerst genoss ich einmal die tolle Aussicht von meinem kleinen Balkon, machte mich anschliessend frisch und bin mit der Seilbahn ins höher gelegene Städtchen Taormina gefahren.
Ein kleines U-Boot mit Touristen war in der Bucht unterwegs Blick nach rechts vom Balkon aus. Und direkt vor mir „Isola Bella“
Was für ein Touristenauflauf in Taormina! In Kolonnen schoben sich die Menschenmassen durch die Gassen. Souveniershops ohne Ende und ich fragte mich, was ich hier wollte?
Und wer alte Steine anschauen wollte durfte noch 12 Euro bezahlen. Einen tollen Ausblick gab es dann doch noch. Und die grosse Gartenanlage hatte ihren Reiz
Wirklich schön
In der Zwischenzeit kam auch noch die Sonne hervor und mir war klar, ich muss runter an den Strand, etwas kühles trinken und einfach dem Rauschen der Wellen zuhören. Das sagt mir auf jeden Fall mehr zu.
Einfach entspannen
So genoss ich den späteren Nachmittag am Strand und bin schon gespannt, wie es mir Morgen in Catania gefällt.
Heute Morgen waren zum Aufwärmen nochmals ein paar Höhenmeter angesagt. Direkt von der Unterkunft weg ging es auf recht steilen Strassen aus Palmi raus und dann immer höher. So waren es die kleinen Gänge die zuerst zum Einsatz kamen. Da es aber nach wie vor verkehrsmässig auf der SS18 ganz moderat zu und her geht, war das „klettern“ recht entspannt.
Blick aus dem „Cockpit“Oben angekommen
Nach knapp 5 km waren 300 Höhenmeter gewonnen und die konnten nun auf einer langen Abfahrt wieder vernichtet werden.
Wieder genoss ich schöne Ausblicke auf die Küste, aber ansonsten gibt es nichts besonderes zu berichten.
In der Ferne ist Sizilien schon gut zu erkennen.Eie weitere OrtsdurchfahrtBlick auf Bagnara Calabra
Im kleinen Ort Bagnara Calabra erhaschte eine alte, verfallende Villa meine Aufmerksamkeit und so war ein Foto Stop angesagt.
Spannende StrassenführungSo sieht das auf dem Navi aus.
An der Strandpromenade fand der Wochenmarkt statt, was zu einem kleineren Verkehrs Zusammenbruch führte. Mit dem Rad gab es aber immer ein durchkommen.
Für die roten Zwiebeln ist die Küste hier bekannt
Da es hier nur eine Strasse der Küste entlang gibt, war die Route Wahl einfach. Immer auf der SS18 Richtung Westen. In Scillia hatten sich schon die ersten Touristen eingefunden und ich hörte wie auf Schweizerdeutsch und Österreichisch Kommandos gegeben wurden, um die (zu) grossen Wohnmobile an den engen Strassen zu parkieren. Bei der Ausfahrt aus Scillia führte die Strasse wieder an einem wunderschönen Küstenabschnitt mit türkisfarbenen Wasser entlang.
Hier fühlt sich Black Beauty besonders wohl.Blick zurück nach Scilia
Im Gegensatz zu den Autos konnte ich mit dem Velo in kleinen Nischen anhalten und die Landschaft geniessen.
Kleine Nische mit tollem Ausblick
In der Ferne war Sizilien nun gut zu erkennen. Hier spürte ich schon wie der warme Südwind in kräftigen Böen durch die Meerenge von Messina blies.
Bei der Fähranlegestelle in Villa San Giovanni war die volle Wucht des Windes dann zu spüren.
Warten auf die Fähre. Für 3 Euro mit Fahrrad ein Schnäppchen.
Die grosse Fähre liess sich davon aber nicht beeindrucken schipperte ruhig rüber nach Messina.
Im hektischen Verkehr in Messina fand ich dank Navi problemlos den Weg in die Unterkunft.
Dann noch ein kurzer Bummel in der Gegend, wobei ich die im B&B zurückgelassene Jacke vermisste. Der Wind war auch hier überall zu spüren und zwischen den Häusern waren die Böen recht heftig. Auch zogen Wolken auf, was für Morgen in Kombination mit dem Wind nichts Gutes verspricht.
Der Dom, ganz in der Nähe meiner Unterkunft.Unglaublich
Gemäss Wetterbericht könnte es am Vormittag regnen und vor allem der Wind soll nach wie vor sehr stark aus Richtung Süden = Gegenwind, wehen. Wenn es Morgen gar nicht lustig ist zu radeln, und dass ist bei böigem Wind entlang von Hauptstrasse der Fall, dann werde ich eine Etappe mit dem Zug zurücklegen. Aber wer weiss, vielleicht bessert sich die Situation ja. Ich hoffe das Beste.
Heute Morgen genoss ich zuerst ein reichhaltiges Frühstück. Nicht nur kleine Süssspeisen wie sonst in Italien üblich. Eier, Speck, Aufschnitt, Käse, Früchte, Müsli, alles war aufgetischt. Ich konnte also richtig Kalorien bunkern und die waren heute auch nötig. Die Küste Kalabriens bietet immer wieder spektakuläre Ausblicke, aber diese müssen hart erarbeitet werden.
Dabei war heute doch Montag Ruhige Nebenstrassen Aber immer bergauf.Dafür herrliche Blick aufs Meer
Die Dörfer liegen oft in der Höhe und so sind die Strassen entsprechend steil. 10% und mehr Steigung waren heute immer mal wieder zu bewältigen. Das war mit ein Grund, warum ich diese Tour nicht mit dem Lieger fahren wollte, denn steile Aufstiege sind mit unseren Liegen doch um einiges anstrengender, als mit dem Mountainbike. Dafür musste ich aber auch auf den unschlagbare Komfort eines Liegerads verzichten. Nach zwei Stunden meldet sich jeweils meine Sitzfläche und ich wünsche mir jeweils einen „Liegestuhl“. Die Schultern sind auch eher verkrampft und die Hände beginnen immer wieder zu kribbeln. Aber was solls, alles hat seine Vor und Nachteile.
Nicht gerade Liegeradterrain
Immerhin haben sich die vielen Stunden den auf dem Hometrainer in den Wintermonaten bezahlt gemacht. Konditionell konnte ich heute trotz 970 Höhenmeter mit 20kg. Gepäck nicht meckern. Es lief rund. Die grosse Bandbreite an Gängen die ich „Black Beauty“ beim Refit spendiert habe, haben sich auch ausbezahlt. So konnte ich auch die steilsten Rampen im Sitzen bewältigen.
Immer wieder schöne Bilder entlang der RouteAls Eisenbahner müssen auch schöne Viadukte festgehalten werden.
An einer solchen Steigung winkte mir ein älteres Paar zu. Offensichtlich Touristen, welche zu Fuss unterwegs waren. Es gab einen „Daumen hoch“ und ich hielt kurz für einen „Schwatz“ an. Die Frau musterte mein Rad und fragte erstaunt, ob ich denn kein „E“ hätte. „Doch“ antwortete ich, „aber das E heisst Energie und steckt in meinen Oberschenkeln“. Wir unterhielten uns kurz und bestätigten uns gegenseitig, wie schön diese Gegend doch sei und dazu perfektes Wetter.
Die Ausblicke sind jede Mühe wert.
Ich radelte weiter und gewann rasch an Höhe. Das kleine Bergdorf Nicotera überraschte mich. Enge steile Gassen und pitoreske Häuser machten den Anschein, als ob hier die Zeit still zu stehen schien. Im Dorf führten sehr steile Gassen hinunter ans Meer und ich war froh, diese Gassen nicht in der anderen Richtung fahren zu müssen. Da hätte ich wohl aufgeben müssen.
Gassen in NicoteraSteil runter zum MeerDa wurden die Bremsen ganz schön gefordert. Dort oben thront Nicotera
Unten am Meer war dann Zeit für eine kleine Stärkung. Im Dorf hatte ich mir für 4.50 Euro eine Cola, eine Fanta und ein Mortadellasandwich gekauft. Da kann man nicht klagen. Ich liebe diese kleinen Läden, wo man sich an der Fleisch- und Brottheke etwas aussuchen kann, und alles wird frisch zubereitet.
Im Gebiet um San Ferdinando gibt es einen grossen Hafen. Offensichtlich auch viel Lastwagen Verkehr, denn die Strassen waren teilweise in einem sehr schlechten Zustand. Es erforderte meine ganze Aufmerksamkeit, all diesen Schlaglöchern auszuweichen. Länger als ursprünglich geplant fuhr ich dann auf der Strada_Stadale 18 mit dem schönen Namen „Tirrenica-Inferiore“. Entgegen dem Namen war es recht entspannt zu fahren, denn oft hatte es einen breiten Seite streifen und vor allem kaum Schlaglöcher.
Genug Platz, aber leider auch sehr viel Abfall.
Für einen Besuch am Lido die Palmi vernichtete ich noch einmal 50 Höhenmeter. Heute musste ich einfach zumindest die heissen Füsse im Meer abkühlen.
In der Zwischenzeit war mir auch das Getränk ausgegangen aber ich war überzeugt, in Lido di Palmi kein Problem zu haben, kühle Getränke zu finden. Das wäre fast ins Auge gegangen, denn hier ist definitiv noch nicht Saison. Fast alles ist noch geschlossen. Zum Glück fand ich eine kleine Bar und konnte meinen Flüssigkeitsbedarf wieder auffüllen, den zum Übernachtungsziel nach Palmi waren es noch 8 km bergauf.
Genug Platz um mich abzukühlen.Dafür musste ich anschliessend wieder „Höhe machen“. Blick zurück zum Lido di Palmi
Dort angekommen bezog ich mein Zimmer in einem B&B und startete die Ankunftsroutine. Verschwitzte Kleider auswaschen, duschen, Recherchen was es zu sehen gibt. Ehrlich, für Sehenswürdigkeiten muss man wohl nicht nach Palmi. Oder ich habe sie nicht gefunden. Dafür ist es ein wirklich authentischer Ort und zu Essen werde ich auch hier sicher etwas gutes finden.
Erinnerte mich irgendwie an Havanna Viel Verkehr und sonst … ?
Nachtrag: Das mir dem Essen war sehr schwierig, denn an Montagen scheinen alle Köche die Küche geschlossen zu lassen. Für eine einfache Pizza hat es dann doch noch gereicht.
Heute startete also meine Frühlingsreise 2024. Leider solo und ohne Barbara, aber sie konnte sich diese Tage nicht frei nehmen und die Ferien sind schon für später verplant.
Dann gibt es noch eine Neuigkeit, denn diese Tour fahre ich nicht mit meinem Liegerad, sondern gönne meinem 23 Jahre alten Mountainbike einmal eine Auslandsreise. Lange stand es verstaubt und ungeachtet in der Garage herum und wäre fast im Alteisen gelandet. Dann hatte ich doch etwas Mitleid und fand, die Grundstruktur dieses Rades hat mir ja immer gefallen. Warum nicht aufmöbeln und dabei etwas für den Fahrrad Unterhalt lernen? So bekam es die letzten Wochen eine Generalüberholung und ist nun wieder fast wie neu. Mit den 26 Zoll Rädern und dem relativ kleinen Rahmen passt es sogar mit demontierten Rädern und abgeschraubten Lenker in unsere verkleinerten Transbag-Taschen, die wir sonst für die gefalteten Lieger verwenden. Somit war klar, das Velo kommt mit in den Schlafwagen.
Macht sich doch gut im altehrwürdigen BahnhofGenug Platz für mich und „Black Beauty“
Gestern ging es los. Von Zürich nach Mailand und dann mit dem Nachtzug nach Lamezia-Terme, wo ich heute mit einer Stunde verspätung ankam.
Auf dem Bahnsteig baute ich mein Rad wieder zusammen und musste aufpassen, dass die starken Windböen mit nichts davon bliesen.
Zusammenbau auf dem Bahnsteig Ready to go
Heute war Sonntag und so war recht wenig Verkehr und vor allem kaum Lastwagen unterwegs. Das war gut so, den der starke und böige Wind zerrte manchmal so am Rad, dass es gar nicht immer einfach war die Spur zu halten.
Blick zurück Richtung LameziaÜberall blüht es …und die Bienen sind im Einsatz.Hier wachsen die Erdbeeren aus Italien
Die ersten paar Kilometer blies der Wind gerade von vorne. Knapp 11 km brachte ich auf den Tacho, dass kann ja heiter werden! Ein Blick auf die Route zeigte, dass ich bald die Richtung wechseln würde, was windtechnisch ein Vorteil war, dazu wurde es gebirgiger und diese Hügel hielten den Wind, der aus Süden kam, etwas ab. Manchmal konnte ich sogar Rückenwind geniessen und entspannt mit 28km/h dahin rollen. So kam ich gut voran. In Pizzo machte ich eine Pause und schaute mich etwas in der Altstadt um. Natürlich musste ich die lokale Spezialität, ein Tartuffo, probieren. Es hat hervorragend geschmeckt.
Spezialitäten aus Kalabrien Kein Platz für Fussgänger Platz in PizzoTartoffo Nero
Es ging weiter immer etwas erhöht und in einem stetigen Auf und Ab, aber nie zu steil, der Küste entlang. Die Strasse war nicht immer im besten Zustand, doch es gelang mir den grössten Schlaglöchern auszuweichen. Zu sehr wollte ich mein altes Rad ja auch nicht strapazieren. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite. Mit 25 Grad einfach traumhaftes Radlerwetter. Dazu immer wieder Ausblicke auf das türkisfarbene Meer. Was will man mehr?
Gemüsehändler am Strassenrand Tropea in Sicht
Schon um 3 Uhr war ich am Etappen Ziel und konnte den schönen Garten im B+B geniessen.
B+B Villa Vittoria in Tropea. Sehr zu empfehlen.
Dann noch ein kleiner Rundgang in Tropea, wobei ich überrascht war, wie voll es um diese Jahreszeit schon war. Mehrheitlich italienische Touristen, die vor dem Ansturm der internationalen Gäste den Ort noch einmal „unter sich“ geniessen wollten.
Ein paar Bilder vom Stadtrundgang
Ein perfekter Start, ich freue mich schon auf die weiteren Etappen.
Nach unseren Velotagen haben wir also eine Woche am Meer verbracht und vor allem das morgendliche Schwimmen mit den Fischen im glasklaren Wasser genossen.
Unser Morgenritual
Ansonsten einige Spaziergänge dem Wasser entlang oder durch Olivenhaine und viel „nichts tun“.
Immer dem Wasser entlang Steinige Wege durch die Olivenhaine „Dorfplatz“ im AbendlichtSuchbild: wo ist die 🐱
Am Sonntag waren wir gerade unterwegs der Uferpromenade entlang, als der Katamaran, der uns am Mittwoch von Cres nach Rijeka bringen sollte anlegte. Da die Hafenmole seit 2016 total erneuert wurde wollte ich mir ansehen, wo genau das Schiff anlegt, damit wir dann nicht am falschen Ende warten würden. Zwischen den verschiedenen Anlegestellen muss man nämlich einmal um den kleinen Stadthafen herum, was zeitlich nicht reicht wenn man das erst merkt, wenn das Schiff anlegt.
Der Katamaran legt neu an der langen Mole links an. Früher an der kurzen rechts vor dem großen roten Haus.
Es waren recht viele Passagiere an der Mole und während sie einstiegen schaute ich mir das Prozedere aus der Nähe an. Dabei erblickte ich ein „Velos verboten“ Zeichen über der Eingangstür! Oh Schreck, haben die etwa die Regeln geändert? Das letzte mal waren wir mit den vollbepackten Liegern problemlos an Bord gekommen. Ich fragte den Matrosen, der die Einstiegskontrolle machte wie das nun sei mit Fahrräder und er erklärte bestimmt: „Auf allen Katamaranschiffen der Jadrolinija-Flotte sind Fahrräder verboten! Ihr könnt mit den Fahrrädern nur bei den Autofähren mitfahren!“ Dumm nur, dass ab Cres keine Autofähren fahren. „Und wenn wir das Rad zusammenklappen?“ frage ich nach. „Wenn das nicht zu gross ist, könnt ihr so mitfahren“ antwortete er und schon legte der Katamaran ab.
Upps, da mussten wir uns nun mal die Optionen überlegen. Am besten wäre es sicher die Räder zusammenzuklappen, aber was wenn sie als „zu gross“taxiert werden. Wir könnten auch den ganzen Weg der letzten Etappe zurückfahren und die Fähre nach Brestova nehmen und unseren gebuchten Taxi nach Triest dorthin bestellen. oder… oder …. oder…
Wir entschieden uns die Variante „zusammenklappen und Fähre“ zu versuchen. Damit wir bei einem Misserfolg noch genug Zeit für eine andere Lösung hätten würden wir aber schon am Dienstag satt erst am Mittwoch losfahren. Also Taxishuttle umbuchen, was zum Glück problemlos klappte.
Der Katamaran am Dienstag fährt bereits um 07.45 Uhr.
Um 07.00h Unterkunft geräumt und Fahrräder „gesattelt“.
So waren wir heute um 07.20 an der Anlegestelle und bereiteten unser Gepäck und die Fahrräder vor.
Kompakt gepackt. Ob wir das alles an Bord bringen können?Das Schiff legt an
Gespannt warteten wir auf den Verlad. Es war der gleiche Matrose wie am Sonntag dort und er lies uns passieren. Natürlich können wir das ganze Material nicht in einem Gang an Bord bringen und als wir mit der zweiten Ladung Gepäck aufkreuzten sagte ein zweiter Matrose „Dass ist aber mehr als persönliches Gepäck. Das geht nicht.“ ich erklärte ihm, dass ich das am Sonntag mit seinem Kollegen abgeklärt hätte und er mir das OK gegeben hat. „Das ist das letzte mal!“ sagte er laut. Ab nächstem Jahr sind auch keine gefalteten Fahrräder mehr auf dem Katamaran erlaubt!“ Er drehte sich um und wir waren einfach froh an Bord zu sein. Zwei andere Fahrradfahrer mit herkömmlichen Fahrrädern die ebenfalls mitfahren wollten, blieben heute enttäuscht am Steg zurück. Wir hoffen, sie fanden eine gute Lösung.
Der Rest verlief zum Glück perfekt. Der Taxifahrer erwartete uns an der Fähranlegestelle in Rijeka und wir konnten alles problemlos verladen.
Wie vereinbart fuhr er uns für 120 Euro in gut 90 Minuten nach Triest zum Bahnhof. Dort bauten wir die Räder wieder zusammen um einfacher zum Zug zu kommen. Es war sogar noch genug Zeit für ein verspätetes Frühstück im Zentrum von Triest, bevor wir mit dem Zug Richtung Venedig fuhren.
Schöner Frühstücksplatz bei Sonnenschein Gleicher Standort wie oberes Bild um 180 Grad gedreht. Nach 30 Minuten waren schon dicke Wolken aufgezogen.
38 Euro für 2 Personen und zwei Fahrräder von Triest nach Venedig sind ein fairer Preis. Zugbillette, Platzrservationen oder Zuschläge für Fahrräder kaufen aber auch Umbuchungen lassen sich übrigens prima direkt in der App von „Trenitalia“ erledigen. Wer also in Italien mit dem Zug unterwegs ist sollte sich die App unbedingt auf’s Smartphone laden.
Wer am Ausgangsbahnhof eines Regionalzugs einsteigt hat noch gute Chancen auf einen Veloplatz.
Der sehr gut ausgelastet Zug brachte uns in gut 2 Stunden nach Venedig.
In Venedig hatten wir 50 Minuten Zeit um umzusteigen und dann die Fahrräder erneut zusammenzufalten, damit wir im Direktzug Venedig – Zürich mitreisen konnten.
Gut in Venedig angekommen Und für die Fahrt nach Zürich nochmals zusammenklappen.Wir hatten Glück und ich konnte im „Giruno“ (Zugtyp) gestern noch kurzfristig“unseren Favoritenplatz“ buchen
So schafften wir es in knapp 16 Stunden vom Camingplatz nach Hause.
Letztes Abendlicht auf der Seebrücke in Melide. Gute Nacht
Einmal mehr waren wir sehr froh, dass unsere Räder faltbar sind, andererseits wäre die Heimreise viel mühsamer und wohl auch aufwändiger ausgefallen.
In Zukunft werden wir darauf achten in unserer Reiseplaung Katamaranfähren in Kroatien zu vermeiden. Schade, eine gute Möglichkeit mit öV und Fahrrad zu reisen fällt somit weg. Vielleicht findet sich ja zukünftig doch noch eine Lösung.
Heute Mittag kurz vor 13 Uhr haben wir nach 803 km und 4300 Höhenmeter unser Ziel in Cress erreicht!
Ziel erreicht
Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, wenn man so eine Reise unfallfrei beenden kann. Dazu hat uns diesmal auch der Pannenteufel nicht erwischt. Vielleicht lässt er ja mit den Ü60 etwas Nachsicht walten. Wir sind auf jeden Fall froh und dankbar, gut hier angekommen zu sein. Heute war nochmals frühes Ausstehen angesagt.
Morgendlicher Ausblick in den Garten unserer Unterkunft Die Häuser in der Nachbarschaft
Kurz nach 7 Uhr wollten wir los um die 08.15 Uhr Fähre auch sicher zu erreichen. Die Fähre fährt aktuell im 90 Minutentakt und 90 Minuten früher oder später machen aktuell in Bezug auf die Hitze einiges aus. Unser Gastgeber Otto verabschiedete sich von uns und bestaunte nochmals unsere „speziellen Räder“. „Ich habe ja oft Fahrradfahrer als Gäste, aber sowas habe ich noch nie gesehen. Gute Reise und bleibt Gesund“ waren die Worte die er uns mit auf den Weg gab. Bis zur Hauptstrasse hoch war das Schieben schon fast Pflicht.
Steigungen können einfach nicht fotografiert werden.
Über 14% Steigung mit bepackten Liegern, wer hier an fahren denkt verkennt die Physik. Auf der Hauptstrasse angekommen genossen wir dann die Fahrt auf der Küstenstrasse. Das Morgenlicht war wiederum eine Belohnung für’s frühe Aufstehen und so radelten wir entspannte Richtung Brestova, von wo aus uns die Fähre nach Cres übersezten würde.
Runter zum Fähranleger
Zum Fähranleger ging es steil bergab und wir mussten zwischendurch unseren Bremsen eine kleine Abkühlpause gönnen, denn die wurden bei dem Gefälle und Gewicht ganz schön gefordert.
Schönstes Morgenlicht
Nach der Fährüberfahrt organisierten wir uns in einem kleinen Stassenkaffe noch etwas zu Essen und kalte Getränke, denn nun würden wir die nächsten 2 Stunden mit Berghochfahren beschäftigt sein.
Das Gute an dieser Steigung ist, dass die Autos von hinten immer nur schubweise im Takt der ankommenden Fähren kommen. Lokalen Inselverkehr gibt es auf diesem Abschnitt so gut wie nicht. Also hatten wir fast 90 Minuten freie Bahn. Wir staunten, wie sich die Strasse gegenüber 2016 verändert hatte. Viel breiter ausgebaut und gefühlt auch etwas flacher angelegt. Es kann nicht viel sein, denn die Linienführung ist in etwa noch dieselbe, aber da und dort eine kleine Zwischensteigung zu eliminieren sowie einen feineren Belag macht offensichtlich viel aus. Auf jeden Fall schafften wir den gesamten Anstieg ohne Schiebepassage, was uns schon ein gutes Gefühl gab.
Wie vor 7 Jahren. Barbara bezwingt den Aufstieg: BRAVO!!!
Die Arbeiter, offensichtlich Menschen aus China, waren an vielen Stellen intensiv am arbeiten und die Strasse wird in Zukunft kaum mehr wieder zu erkennen sein.
Hier wird ein Schutznetz gegen Steinschlag montiert.Die Fahrbahnverbreiterung ist in vollem Gang
Nach 90 Minuten war es Zeit für eine kurze Pause im Schatten, denn der nächste Pulk von Fahrzeugen war von der Fähre ausgespukt worden. Danach ging es weiter und schon bald hatten wir die höchste Stelle erreicht.
Höhe geschafft.
Auch während dem Hochstrampeln genossen wir übrigens unsere neuste Anschaffung, die es ermöglicht, dass wir uns unterwegs via Bluetooth unterhalten können. Diese Teil hat sich vor allem in den Städten als sehr nützlich erwiesen, da wir so problemlos kommunizeren und auf Abzweigungen oder anderes Hinweisen können. Es funktioniert bis auf eine Distanz von etwa 150 Meter recht gut. Leider ist die Akkulaufzeit noch nicht so gut, dass es für einen ganzen Tag hält, aber es geht in die richtige Richtung.
Mit diesem kleinen Gerät lässt sich jeder Fahrradhelm zu einer „Kommunikationszentrale“ nachrüsten.
Was folgte ist der Traum jeden Radlers. 6-7 % Gefälle, breite Strasse mit gutem Belag und kaum Verkehr.
Einfach tolle
So genossen wir die Abfahrt Richtung Cres und können nur sagen: Auch das zweite mal war diese Tour einfach wunderschön.
Herrliche Abfahrt
Wir bleiben nun eine Woche hier und geniessen das Meer und die Umgebung von Cress, bevor es mit der Fähre nach Rijeka geht. Von dort mangels Alternative mit einem Taxishuttle nach Triest und dann mit dem Zug via Venedig nach Zürich. Euch Lesern danken wir für’s mitlesen und natürlich ganz besonderen Dank an all die lieben Kommentare, ob auf dem Blog oder direkt zu uns auf WhatsUp. Es hat einmal mehr Spass gemacht die täglichen Eindrücke aufzuschreiben, mit euch zu teilen und unser Tagebuch ist somit auch schon erstellt.
Heute ging es also weiter quer durch Istrien. Nach wie vor geniessen wir hier tolles Hochsommerwetter, so dass sich frühes Losfahren auszahlt. Wir waren um 8 Uhr, ja für Ferien ist das früh, wieder auf dem Rad. Unser Gastgeber schaute interessiert zu, als wir die Räder bepackten, erkundigte sich nach unserer Route, verabschiedete uns herzlich und wünschte gute Weiterreise.
Ausblick aus unserem Appartment kurz vor dem Start
Es war herrlich so früh unterwegs zu sein. In den Waldpassagen wurde es manchmal fast ein bisschen kühl.
Wunderbarer Schatten
Das Licht der noch tief stehenden Sonne verzauberte die Landschaft teilweise in ein Gemälde. Nur das brummen der vorbeifahrenden Autos machte uns klar, dass wir trotz der schönen Landschaft konzentriert bleiben müssen.
Herrliches Licht lässt die Farben leuchten
Noch hielt sich das Verkehrsaufkommen in Grenzen. Vielleicht ein Auto pro Minute fuhr vorbei und dies obwohl wir auf einer Hauptstrasse, aber zum Glück nicht auf einer Transitroute, unterwegs waren. Die Höhenmeter die wir Gestern mühsam erklommen haben, durften wir dafür heute wieder hinuntersausen.
Heute ging es vor allem am Anfang fast nur runter.
Die Strecke bescherte uns neben einigen Gegensteigungen vor allem lange Abfahrten. Radfahrer, was willst du mehr.
So wünscht man sich das.Unten im Tal liegt noch Nebel
Wir kamen gut voran. Ab und zu im Schatten eine kurze Trinkpause und weiter gings. Wieder durch einige kleine Ortschaften, wobei wir feststellten, dass es hier in Kroatien in fast allen kleinen Orten eine Bäckerei und / oder ein Lebensmittelgeschäft gibt. Da sind wir uns von Frankreich ganz anderes gewöhnt. Dort fanden wir auf unserer Reise nach London oft den ganzen Tag keine Geschäft um unsere Vorräte aufzustocken. Das ist hier zum Glück meist kein Problem.
Solche kleinen Geschäfte gibt es fast in jedem Dorf
Mit Ausnahme von vielleicht 4 Kilometeren gab es heute leider keine asphaltierten Alternativen zu den Hauptstrassen und ihr wisst ja, vermeidet Schotterwege in Istrien, wenn ihr nicht mit einem unbepackten Mountainbike unterwegs seid.
Auch sie begrüssten uns heute Vormittag Und da gibt es sicher etwas spannendes zu sehen.Ein Spinnennest im Morgenlicht.
Auf dem letzten Drittel der Strecke nahm dann auch der Verkehr immer mehr zu. Manchmal gab es neben der Strasse einen Gehweg, den wir bei Bedarf in einen Radweg umfunktionierten, denn zu Fuss war sowieso niemand unterwegs. Dann war uns auch der Verkehr egal.
Sichere Fahrt
Kurz vor unserem Tagesziel machten wir in Plomin eine richtige Pause. Dort wollten wir auch noch etwas zu Essen und Getränke kaufen, denn an unserem Zielort hatte es sicher kein Geschäft. Plomin bestätigte aber mit der Ausnahme die Regel, dass es in jedem kleinen Ort ein Lebensmittelgeschäft gibt. Genau hier ist das nicht der Fall. Und zurück in den nächsten Ort wollten wir auch nicht, denn wir hatten gerade eine längere Steigung hinter uns.
Blick hinunter auf den kleinen „Fjord“Plomin, heute Abend beim Abendessen aufgenommen
Zumindest ein Restaurant hatte es dort und so konnten wir noch kühle Getränke einkaufen.
Die Altstadt von Plomin Viele verfallene Häusern Ein Blick durchs Fenster zeigt den wahren Zustand im Inneren des Gebäudes.
Am Zielort durften wir schon um 12 Uhr Mittags das Zimmer beziehen. Ein Mann in unserem alter, der in Kroatien geboren wurde aber in Deutschland aufwuchs und somit perfekt deusch spricht vermietet hier in einem grossen Haus mit einem schönen Garten einige Gästezimmer. Für uns der ideale Startort für die letzte Etappe von Morgen.
Unser Übernachtungsplatz für heute.
Von hier aus sind es nur etwa 40 Minuten bis zur Fähranlegestelle in Brestova und wir wollen die 8.15 Uhr Fähre erwischen. In Cress erwartet uns dann noch ein letzter, ziemlich kräftezehrender Aufstieg, bevor es in einer langen Abfahrt zu unserem Ziel in Cres geht. Den „freien Nachmittag“ nutzen wir für einen Spaziergang mit anschliessendem Schwimmen in einer nahegelegenen Bucht, die nur zu Fuss oder per Boot erreicht werden kann. Entsprechend waren nur eine handvoll Leute dort und wir genossen ein erfrischendes Bad.
Unsere Badebucht heute
Für das Abendessen fuhr uns der Gastgeber zum nächsten Restaurant nach Plomin und ersparte uns so noch eine abendliche Fahrradrunde. Dieses Angebot nahmen wir dankend an.
Fazit: Eine kurze, sehr schöne Etappe mit einem tollen Abschluss. Wir kommen langsam in den „Badeferienmodus“.
Die heutige Etappe führte und in’s Zentum von Istrien nach Zminj. Ein kleines Dorf aber für uns strategisch gut gelegen, um die Durchquerung Istriens in gut verdaubare Etappe aufzuteilen. Denn wer hier quer durch radelt, muss sich auf ein dauerndes Auf und Ab einstellen und so ist es ganz gut, wenn die Etappen nicht zu lang sind.
Unser heutiges Höhenprofil.
Dazu kommen die noch immer recht hohen Temperaturen, so dass es am Nachmittag zumindest für’s bergauffahren, fast zu heiss wird. Also sind wir heute früher aufgestanden und waren schon um 8 Uhr unterwegs.
Der Sonne entgegen
Zuerst mussten wir noch gut 7 Kilometer auf einer stärker befahreren Strasse fahren, bevor wir für den Rest des Tages auf deutlich ruhigere Nebenstrassen ausweichen konnten.
Der Verkehr nahm immer mehr ab.
Meist stieg die Strasse leichter oder stärker an, ab und zu eine kurze Abfahrt aber nur um anschliessend wieder anzusteigen. Aber wir wussten ja was auf uns zukommt und waren somit mental gut eingestellt. Ab und zu eine kleine Trinkpause im Schatten und wieder weiter. Die Fahrt auf den Nebenstrassen war heute wieder sehr schön. Sehr wenig Verkehr und meist einen ausgezeichneten Belag. Viel besser als erwartet. Da hat es sich gelohnt in der Routenplanung unbefestigte Wege zu vermeiden.
Perfekte Strasse für einen Sonnentag
Wir kamen durch ein paar kleine Siedlungen, wo links und rechts der Strasse Landwirtschaft betrieben wurde. Vieles war schon geerntet oder bereit.
Reif für die ErnteRote Erde, hat fast etwas von Australien Kleine Orte auf dem Weg
Auf halbem Weg wartete eine Bank und einer schattenspendenden Eiche ungeduldig auf Reisende, die bei ihr Rast machen wollten. Den Wunsch konnten wir ihr nicht ausschlagen.
Wer wollte hier vorbeifahren?
So waren wir gestärkt für den zweiten Teil, der neben einer rasanten Abfahrt nochmals mit einem längeren Aufstieg für uns bereit hielt.
Runter ins TalUnd auf der anderen Seite wieder hoch.
Wir nahmen den Aufstieg als perfektes Training für unseren letzten Tag, wo wir auf der Insel Cres noch einen längeren happigen Aufstieg vor uns haben. Wir spüren dass wir in den letzten Tagen einiges an Kilometeren gefahren sind und sich unser Fitnesszustand verbessert hat. Den Aufstieg bewältigten wir jedenfalls ohne Schieben! Zum Schluss ging es noch einmal über ein paar rollende Hügel, wo sich das Fahren manchmal so „zäh“ anfühlte, als ob wir Klebstoff an den Reifen hätten.
Kurz vor dem Ziel. Ein Foto für einen Bähnler ein Muss
Nichts desto trotz waren wir um die Mittagszeit schon am Zielort und wir konnten bei einem netten Paar ein Appartment beziehen.
Unser ÜbernachtungsortBlüte an einer Hauswand.Ein schön restauriertes Dorfhaus
Viele bauen hier ihre kleinen Nebengebäude zu Appartments um, um sich damit einen Zusatzverdienst zu erwirtschaften. Unsere Unterkünfte in Slovenien und Kroatien waren alle tadellos. Schön eingerichtet und von freundlichen Gastgebern betreut. Morgen wird die Etappe sogar noch etwas kürzer, dafür freuen wir uns schon auf das Bad im Meer, denn ganz in der Nähe der morgigen Unterkunft soll es eine tolle Badebucht haben.
Vor der heutigen Etappe hatte ich schon bei der Planung einigen Respekt. Istrien ist nach dem flachen Norditalien, wo oft gute Radwege und Nebenstrassen zu finden sind, wieder eine echte Herausforderung. Einerseits ist da die Topografie, mit vielen zum Teil recht starken Steigungen, der Verkehr, der sich der Küste mit ihren vielen Touristenorten entlang schlängelt und dann Nebenstrassen, welche oft nicht asphaltiert sind. Das bedeutet hier im Kastgebiet, dass die Feldwege sehr unangenehm zu befahren sind, da der grobe und teilweise auch spitze Schotter die Fahrt erheblich abbremst. Damit haben wir 2016 unliebsame Erfahrungen gemacht. Es galt also einen Kompromiss zu finden zwischen direkter Route, aber nicht zu steilen und eher verkehrsarmen Wegen. Irgendwie ist mir das nicht schlecht gelungen, denn heute hatte es von allem „Übel“ eine Portion dabei, aber gerade noch in erträglichem Ausmass. Der Abschnitt in Slovenien war sogar hervorragend, auch wenn wir hier eine Schiebepassage hatten.
Vor dem Start noch ein Bild vom Bootshafen in KoperAusfahrt aus Koper. Was für ein Radweg.Perfekte Bedingungen zum „einrollen“ zwischen Koper und Izola.
Ab einer gewissen Steigung ist es kräftesparender die voll beladenen Räder zu schieben, als mit letzter Kraft den Berg hoch zu treten.
Blick zurück auf Izola. Da hatten wir die erste Schiebepassage schon hinter uns.
Ein Teil des alten Bahntrasse „Parenzana“ lag auch auf der Route und so kamen wir dank einem alten Eisenbahntunnel ohne grosse Anstrengung nach Portoroz.
So stören uns die Hügel zwischen den Ortschaften gar nicht.
Auf separaten Radwegen ging es weiter und schon bald überquerten wir die Grenze zu Kroatien.
Der Radweg führt auch mal direkt durch einen Campingplatz.Freie Fahrt über die Grenze und dann gleich rechts im Wald den Hügel hoch.
Im Gegensatz zu 2016 gibt es heute keine Zollkontrollen mehr. Gleich nach dem Zoll ging es auf einem Nebensträsschen steil nach oben. Also war wieder Schieben die beste Option. Obwohl wir früh losgefahren sind wurde es nun richtig heiss und der Schweiss begann zu fliessen.
Fast geschafft
Oben angekommen ging es auf einer Hauptstrasse mit mehr Verkehr wieder rasant hinunter. Dann wieder eine Nebenstrasse und es folgte nach Plan ein Feldweg. Doch der hatte viel zu grobem Schotter, so dass wir wieder umkehrten. In solchen Momenten ist die Navi-App auf dem Smartphone einfach Gold wert. So kamen wir auf Umwegen um die Mittagszeit in Umag an. Direkt an der Stasse war ein Restaurant wo wir uns im Schatten mit kühlen Getränken und Kolenhydraten wieder Energie zuführten. Es war nun über 30 Grad und die Sonne brannte vom stahlblauen Himmel. Weiter ging es Richtung Süden. Es gibt nicht wirklich viel darüber zu berichten.
Hügel hoch das Thema des Tages.Dann wieder kurz an schönen Buchten entlang. Leider fehlte heute etwas die Zeit für eine Badepause, bzw. wir wollten einfach die Etappe zuerst beenden.Lovrecica
Mit der Zeit verzichteten wir auf die zusätzlichen Schlaufen, die ich bei der Planung einmal vorgesehen hatte, um die Hauptstrasse möglichst zu vermeiden. Die Autofahrer nahmen in der grossen Mehrheit Rücksicht und warteten mit überholen, bis genug Platz war. Soweit also ganz ok. In Novigrad war dann nochmals eine Getränkepause in einer kleinen Bar angesagt. Unser Wasser in den an den Velos befestigten Flaschen war mittlerweile sehr war und bot keine wirkliche Abkühlung mehr.
Kurz nach Novigrad geht es über einen Dam. Leider ohne separaten Radweg
Kurz darauf mussten wir einen letzten Weg hochschieben, bevor wir in einer langen und rasanten Abfahrt dem Zielort entgegen rollten.
Ab und zu gab es auch entlang von Hauptstrassen ein entspanntes VorwärtskommenBald am Ziel
Nach 70 km waren wir am Ziel und konnten ein schönes Appartment bei privaten Vermietern beziehen, wo wir nun zwei Nächte bleiben. Eine kurze Abkühlung im nahen Meer liesen wir uns natürlich nicht nehmen und freuen uns schon auf den kommenden Ruhetag.
„Unser Garten“ perfekt um sich etwas zu erholen.
Am Sonntag gehts dann weiter, noch drei hüglige Etappen bis zu unserem Ziel, Cres.
Auf so einer Reise gibt es Etappen, die nicht wirklich als „schön“ bezeichnet werden können. Die Route von heute gehört eindeutig in diese Kategorie. Aber manchmal muss man solche Abschnitte einfach in Kauf nehmen, um das Ziel zu erreichen. Der Start aus Grado war ja noch wie gewohnt auf guten Radwegen und an Kanälen entlang. Alles bestens.
Als wir so gemütlich auf dem Feldweg pedalten, überholte uns ein Paar in etwa unserem Alter. Sie grüssten uns mit einem lauten „Hello Switzerland“! Wir fuhren ein paar Minuten nebeneinander und begannen zu plaudern. Die beiden waren aus Perth, Australien, und sind nun drei Monate mit ihren Rädern in Europa unterwegs. Jetzt haben sie Halbzeit und müssen in 6 Wochen in Athen am Flughafen sein. Sie hätten etwas gar viel Zeit in Slovenien und Östereich verbracht, aber die verscheidenen Radrouten haben sie einfach genossen, erzählten sie. Nun wollen sie etwas schneller durch Kroatien reisen und ab und zu den Bus oder Fähren nutzen, damit auch noch genügend Zeit für Montenegro und Albanien bleibe, von wo sie schon viel Gutes gehört haben. Ihr heutiges Ziel, Triest. Bei dem Tempo, dass die beiden an den Tag legten, bleibt sicher noch genug Zeit für eine ausgiebige Stadtbesichtigung. Dann traten sie wieder in die Pedalen und wir liesen sie ziehen.
Up and away
Dank cleverer Routenwahl mussten sie uns trotz ihres schnellern Tempos noch zweimal überholen: „Routing kill’s speed“ :-)
In Monfalcone kamen uns in einem Park Erinnerungen an unsere Tour 2016 auf. Es sollte der letzte idyllische Abschnitt am heutigen Tag werden.
Wer den Blog „Schweiz – Kroatien2016“ anschaut, wird ein sehr ähnliches Bild entdecken
Es folgte ein längerer, kontinuierlicher Aufstieg nach Sistiana, den wir mit einer kurzen Rast an einer kleinen Bar unterbrachen. Dann eine lange Abfahrt Richtung Triest. Die Strasse hat hier zwar keinen separaten Radweg, ist aber breit genug, dass wir uns mit den Autos nicht in die Quere kamen.
Kurz vor Triest
Die Fahrt durch Triest gehört in die Kategorie, „kann man machen, muss man aber nicht“! Nicht das es ganz schlecht war, da oft Radwege vorhanden waren, aber so richtig Spass machte es auch nicht.
Badeplätze an der Einfahrt nach TriestIm Zentrum. Das schauen wir uns dann auf der Heimreise genauer an. Und wie immer frage ich mich: Wem gehört das alles?
Dann ist Triest wie viele Hafenstädte an einem Hügel gebaut, was für Radfahrer unweigerlich Höhenmeter bedeutet. Auch wir haben unser Trainigspensum heute in Triest absolviert und hoffen, dass wir nun bereit sind für die Hügel in Istrien.
Kräftig bergauf
Den Grenzübertritt nach Slovenien haben wir gar nicht bemerkt. Er musss irgendwo auf einem Abschnitt der ehemaligen Eisenbahnstrecke „Parenzana“ gewesen sein. Ein Blick auf das Navi bestätigte: wir sind schon in Slovenien!
In Slovenien wird schon mal auf Radfahrer aufmerksam gemacht!
Nach einem weiteren Anstieg erblickten wir unseren Zielort Koper in Slowenien. Ein riesiger Hafen prägt von den Hügeln das Bild der Stadt. Die Einfahrt in die Stadt führt über eine grosse Brücke mit einem separaten Fussgänger- und Fahrradweg. Ein nicht endend wollendern Konvoi von Lastwagen fährt Container von und zum Hafen. Grosse Flächen sind mit hunderten von Importautos aus Fernost vollgestellt. Das hätten wir in den Dimensionen nicht erwartet.
Einfahrt in Koper über die Brücke
Nach 82 km erreichten wir unser heutiges Apartement, das freie Sicht auf den grossen Hafen bietet, wo die riesigen Containerschiffe be- und entladen werden. Für uns Binnenländer natürlich ein besonderer Ausblick.
Blick aus dem Fenster
Übrigens war unsere heutige Gastgeberin Nina ganz begeistert von unseren Rädern. Sie lies es sich nicht nehmen, einmal darauf zu sitzen. Fazit: Sie findet die Fahrräder „SUPER“.
Stadtbummel in Koper
Morgen wird es wohl nochmals anstrengend bis Porec, wo dann ein Ruhetag auf die müden Beine wartet.
Die heutige Etappe führte uns in einem weiten Bogen von Lignano nach Grado. Man könnte die Strecke auch ganz einfach mit dem Schiff zurücklegen, aber das ist ja nicht der Sinn einer Radreise. Da wir uns hier in einer stark landwirtschaftlich genutzten Gegend, mit vielen Bewässerungskanälen aber wenig Brücken befinden, bedeutet das bei der Routenplanung gut auf Brücken zu achten. Oft geht es kilometerweit wieder ins Landesinnere, bevor man einen Kanal passieren kann. So wurden aus der luftlinienmässig bescheidenen Strecke heute exakt 70 gefahrene Kilometer rund um die Lagune di Marano. Bei der Ausfahrt aus Ligniano waren wir bald am Rande grosser und stark befahrenen Strassen. Ihr könnte es euch schon denken, die Italiener haben auch hier für Velofahrer einen sicheren Weg geschaffen, so dass wir die mehrspurigen Strassen problemlos queren konnten.
Sicherer Radweg neben der Hauptstrasse
Es ist manchmal eine Herausforderung das Navi während der Fahrt korrekt interpretieren zu können, aber mit etwas Übung klappt es mittlerweile sehr gut.
So sieht das aus, wenn man unter einer Brücke durchfahren muss.
Schon bald waren wir wieder auf Nebenstrassen bzw. Schotterwegen entlang der Lagune unterwegs. Natürlich ist so ein Schotterweg, oft mit zuviel Kies aufgefüllt, nicht der ideale Untergrund um mit beladenen 20 Zoll Fahrrädern schnell voran zu kommen, aber wir waren ganz zufrieden. Im Gegensatz zu Gestern war es fast schon grandios. Der Wind hatte nachgelassen und störte heute kaum noch und die Fahrradwege liesen sich erheblich leichter befahren als Gestern.
Blick vom Dam in die Lagune Immer den Feldern entlang
Ab und zu durchquerten wir kleine Dörfer, aber vor allem fuhren wir an endlosen Feldern vorbei, die hier dank der intensiven Bewässerung bereit zur Ernte waren. Trauben, Mais, verscheidene Getreide, Hirse und Bohnen, alles wartete darauf geerntet zu werden.
Das taten die Bauern auch und so war reger Traktorenverkehr auf den Feldwegen. Wenn sie uns passierten verlangsamten aber alle vorbildlich ihr Tempo um uns vor einer Staublunge zu bewahren. Danke!
Er hat das Tempo schon reduziert
So ging es Kilometer für Kilometer voran. Die Temperaturen stiegen an und so mussten wir immer wieder für Abkühlung sorgen.
Etwas Wasser in den Nacken Auch frische Feigen am Wegrand versorgen uns mit Energie Ab und zu Boote in kleinen Häfen.Nicht alle waren noch seetauglich, aber zumindest am Steg festgemacht. Auch heute wurde es für etwa 1 km etwas schmal, klappte jedoch ohne Wind viel besser als Gestern
In Villanova realisierten wir, dass wir ja schon 2020 auf dem Weg von Villach nach Ravenna genau hier entlang geradelt sind. Für die nächsten Kilometer also eine Wiederholung. Dieser Abschnitt ist uns durch eine seltsame Beschilderung in (un)guter Erinnerung geblieben. Wir waren also entsprechend vorbereitet und auch diesen Abschnitt passierten wir ohne Probleme.
Solche Schilder haben oft nur einen dekorativen Charakter
In Cervignanao del Friuli hiess es rechts abbiegen und dann gut 15 km geradeaus nach Grado. Die Hauptstrasse ist hier recht stark befahren und so waren wir froh um den guten und abgetrennten Radweg bis in die Stadt Grado.
Kurz bevor es über den Dam nach Grado geht.
Auf diesem Abschnitt kommen verschiedene Fernradwege zusammen und auch viele Tagesausflügler, welche vor allem den Damm nach Grado mit dem Fahrrad fahren sind hier unterwegs. Entsprechend ist der Fahrradverkehr wieder dichter und hat fast das Niveau wie auf dem Abschnitt Meran – Bozen.
Der gut gesicherte Radweg machte die Fahrt auf dem Dam zu einem Vergnügen Der Dam nach Grado.
Wir kamen gegen 16h müde aber nicht erschöpft im Hotel an und freuten uns den sonnigen Abend in Grado geniessen zu können.
Im Hintergrund sehen wir schon das Etappenziel von Morgen. Die Küste von Slovenien Kirche im Zentrum von Grado. Gute Nacht!
Eigentlich hat die heutige Etappe auf der Routenplanung ganz locker ausgesehen. Alles flach, meist an Kanälen entlang und kaum Hauptstrassen oder Ortschaften. Das einzige Thema war also die Verpflegung. Nach gut 22km gab es eine grössere Ortschaft wo wir etwas einkaufen konnten. Es sollten total 67 km werden, also alles Bestens. Die Ausfahrt am Morgen gegen 9 Uhr verlief dank guten Fahrradwegen problemlos und schon nach wenigen Kilometern waren wir auf dem Land.
Sogar unter Autobahnbrücken machen Fahrradwege Sinn, wenn sie Velo- und Autofahrer trennen.
Ausserhalb der Stadt begrüsste uns kräftiger Gegenwind, mit dem wir den Rest des Tages zu kämpfen hatten. Er kam genau aus Südosten und war somit meist frontal von Vorne oder als böiger Seitenwind spürbar. Schon bald führte uns die Route auf einem Damm den Kanälen entlang, die hier für die Bewässerung der endlosen Felder angelegt sind. Ab und zu eine Schleuse, welche die die unterschiedlichen Wasserstände ausgleicht.
Die Fahnen flattern im Wind.Immer wieder überqueren wir BewässerungskanäleMein Smartphone ist direkt am Fahrrad montiert und dient sowohl als Navi wie auch als Fotokamera. Solche Aufnahmen kann ich während der Fahrt aufnehmen. Sehr praktisch um euch einen Eindruck meiner Aussicht zu vermitteln.Hier werden die unterschiedlichen Pegelstände der Kanäle kontrolliert.
Wir kamen gut voran und in La Saluta di Livenza stoppten wir bei einem kleinen Lebensmittelgeschäft um kühle Getränke und etwas zum Essen zu kaufen. Der Mann an der Kasse fragte uns, woher wir den kommen und freute sich, da er selber 3 Jahre in Schaffhausen gearbeitet hatte. Er gratulierte uns zu den gefahrenen Kilometern und wünschte eine gute Weiterreise. Im Schatten des Ladens verpflegten wir uns, bevor es weiter den Kanälen entlang ging.
Hier hatten wir noch Glück und die neue Brücke war für Radfahrer bereits geöffnet. Immer wieder wechselten wir die Kanalseite.Schöner Hof am Wegesrand.
Bald kam ein Schild, das die Strasse in 2 km gesperrt sei. Ein Autofahrer, der aus dieser Richtung kam, bestätigte den Sachverhalt, die Brücke werde ersetzt und die Stelle sei unpassierbar. Schade, denn das bedeutete einen Umweg von gut 2 km, aber vor allem etwa 4 Kilometer auf einer stärker befahrenen Strasse. Also all unsere Blinker anschalten und in die Pedalen treten. Die grosse Mehrheit der Autofahrer wartete geduldig, bis genug Platz zum überholen war. Wir waren trotzdem froh, als wir die Hauptstrasse wieder verlassen konnten.
Wieder auf ruhigen Wegen.
Es hätte aber nicht gleich ein so übler Schotterweg sein sollen. Im böigen Wind eine 10 cm breite Fahrspuhr zu treffen ist mit einem beladenen Liegerad eine ziemliche Herausforderung und Barbara bemerkte, dass sie nun nicht nur die Beine, sondern auch die Arme spüre.
Balanceakt …… und das bei starkem Seitenwind
Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit fiel ins Bodenlose. Aber was solls, einfach weiterradeln, irgendwann kommen wir auch heute an.
Noch eine Brücke …... und weiter im Gegenwind
Irgendwann tauchten plötzlich e-Bikefahrer ohne Gepäck an der Route auf, ein sicheres Zeichen dass ein Touristenort in der Nähe sein musste. Tatsächlich, es war nicht mehr weit bis zu unserer Unterkunft und gegen 16 Uhr waren wir da.
Ankunft in Lignano
Gut 70 Kilometer in den Beinen aber gefühlt fast ein 100er. Es war wieder eine tolle Route, mit vielen Feldwegen und vor allem schönen Abschnitten den Kanälen entlang und ohne Gegenwind, wäre es vielleicht auch nur halb so anstrengend.
Heute war kein Strandtag. Überall wehte die rote Flagge. Die Bademeister hatten früher Feierabend.
Nach dem Ruhetag gestern, war heute also wieder radeln angesagt.
Unsere Unterkunft der letzten zwei Nächte.
Einmal mehr war es eine lohnenswerte Strecke die wir heute gefahren sind. Darum heute extra viele Fotos, denn die erzählen es oft besser als Worte. Zuerst ging es auf ruhigen Nebenstrassen und oft auf separaten Radwegen Richtung Treviso. Wir waren überrascht, wie idyllisch dieser Abschnitt mit dem Rad zu fahren ist.
Wenn es mal der Hauptstrasse entlang ging, meist auf separaten Radwegen.Einfach schön.Und immer schöner.
In der Stadt Treviso geht es weiter mit gut ausgeschilderten Radwegen.
Radwege weg von der Hauptstrasse. Sie haben den Radweg für sich beansprucht
In der Altstadt sind einige Strassen für den Autoverkehr gesperrt, mit Velos darf man aber durch.
Einfahrt in die Altstadt von Treviso.
Wir gönnten uns einen Kaffe und Brioche bevor es weiter ging. Im Cafe ein kurzes Gespräch mit einem anderen Radler, der heute die letzte Etappe seiner Tour von München nach Venedig fährt.
Perfekter Platz für ein Kaffee
Der nächste Streckenabschnitt folgte dem Fuss Sile, der durch Treviso und weiter in die Lagune von Venedig fliesst.
Ausfahrt aus Treviso Entlang der Sile
Die Sile war früher eine wichtige Handelsstrasse von Venedig nach Treviso, was man auch an den herrschaftlichen Häuser am Ufer sehen kann.
Sogar Fabriken sehen herrschaftlich aus.
Weite Teile des Ufers sind heute Naturschutzgebiet, was das Fahrradfahren noch viel schöner macht.
Durchs Naturschutzgebiet Und dazwischen kleine Ortschaften .... mit Häusern die Geschichten erzählen könnten.Der venezianische Löwe markiert auch hier sein Territorium
Dieser Streckenabschnitt ist auch Teil des Radwegs von München nach Vendedig, der von einigen Tourenfahrern befahren wird. Gestern auf dem Campingplatz haben wir drei davon getroffen. Hier kommen dann kaum mehr E-Bikes zum Einsatz und so ist die Anzahl der Radfahrer, die uns begegnen, recht überschaubar. Nichts desto trotz ist die Strecke sehr gut ausgeschildert.
Wenn es doch mal entlang von Hauptstrassen geht, gibt es meist eine separate Fahrradspur. Vorbildlich, so sollte es sein. Grazie Italia!
Leider sind die Tafel auf dem Radweg manchmal etwas gar unnötig.
Am Morgen war der Himmel noch Wolkenverhangen, doch im Verlauf des Vormittags wurde es immer sonniger. Kurz nach 13 Uhr machten wir bei einem kleinen Restaurant halt und gönnten uns einen Teller Pasta. So waren wir für die restlichen 15 km gut gestärkt und kamen am Nachmittag im kleinen Städtchen San Donà di Piave an.
Kurz vor dem Ziel dem Fluss Piave entlang.
Wie eingangs erwähnt: Eine tolle Etappe, wir freuen uns schon auf Morgen.
Gute Nacht
@ Christine and Steve: Didn’t we meet you in 2018 here when you were on a cycling trip? This place looks familiar to us.
Die heutige Etappe führte uns auf verkehrsarmen Nebenstrassen von Bassano del Grappa nach Visnadello. Nach wo? Ok, man muss den Ort nicht kennen, aber wir sind in einem Unwetter auf der Rückreise von Serbien in diesem Sommer per Zufall auf diesem Campingplatz nördlich von Treviso gelandet. Er hat uns auf Anhieb sehr gefallen und hier gibt es sehr tolle kleine Unterkünfte zu buchen, die mehr bieten als die üblichen Hotelzimmer. Bei der Routenplanung ist mir aufgefallen, dass wir auf dem Weg nach Kroatien ja hier ganz in der Nähe vorbei kommen. Da ich mir immer schon mal Terviso, das in der Nähe liegt, anschauen wollte, war schnell klar, das ist der ideale Ort um zwei Nächte zu bleiben. Genug Zeit um Wäsche zu waschen, die Stadt Treviso anzuschauen und einen Ruhetag einzulegen. Nach dem Start mussten wir heute zuerst den grossen Martk in Bassano del Grappa durchqueren. Natürlich war hier Schieben angesagt.
Durch den Markt auf unsere Route
Schon bald waren wir aber auf der geplanten Route, die ich für heute vor allem auf das Minimieren von Höhenmetern ausgerichtet habe. Hier gibt es Hügel wie in der Toscana, aber darauf verzichten wir lieber und schauen uns das von unten an.
Mehr auf Auf und Ab als uns lieb ist.Hat doch was von Toscana.
Ich liebe es in dieser Gegend zu radeln, denn es gibt hier so viele ruhige Nebenstrassen, die richtig kombiniert, die schönsten Radrouten ergeben.
Ab und zu überholt jemand, aber meist sind wir alleine unterwegs.Wenn sich nur alle an 1.5m Abstand halten würden … und durch die Partnerstadt Umag kommen wir auf dieser Tour auch noch.Eine von vielen Kirchen heute an der Route.und noch eine …… und noch eine.
In Montebelluno führte uns die Route auf ein altes Bahntrasse. Zwar nicht asphaltiert aber mit einem guten Kiesbett und einfach entspannt einem kleinen Bachlauf entlang.
Enge Zufahrt zum Bahntrasseradweg, aber es passt für uns.Wir fahren heute nur ein kleines Stück der gesamten Strecke.Blick aus dem „Cockpit“
Immer wieder wechselten kleine Orte und schöne Landschaften ab. Auch hier, ohne bekannte Radwege, ist das Radfahren einfach traumhaft. Das wissen auch die Einheimischen und wir begegneten immer wieder kleineren und grösseren Gruppen von Radfahrern auf ihrer samstäglichen Trainigsrunde. Hier ein paar Eindrücke von unterwegs.
Schönes Anwesen. Es sind noch Wohnungen frei. Einfach schön in dieser Gegend.
Das Wetter weiterhin perfekt für eine Radtour. So zwischen 25-30 Grad, immer etwas Wind und ab und zu Wolken. Bis auf die gut 2 Stunden Regen zu beginn der Tour also alles wie aus dem Bilderbuch. So kamen wir am frühen Nachmittag gut am Zielort an. Zuerst, für eine süsse Abkühlung, zur Gelatteria, die wir vom letzten Besuch noch kannten.
Ohne Worte
Da wir für die kommenden zwei Nächte ein Bungalow gebucht haben, wollten wir noch etwas zum Essen einkaufen. Leider gibt es im Ort, wie uns eine Einwohnerin erklärte, keinen Laden mehr. Also radelten wir noch ins Nachbarort um einzukaufen bevor wir das kleine Bunganlow bezogen. Somit sind wir nun gut ausgerüstet für die nächsten Tage.
Unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte Fürs Abendessen gab es hier etwas Gutes zum Mitnehmen
Heute konnten wir es gemütlich angehen und auf 46 Kilometern den zweiten Teil des phantastischen Radwegs „Ciclopista del Brenta“ geniessen. Dieser Radweg, der durch das immer enger werdende Tal führt, ist einfach wunderschön. Er ist mit ein Grund, warum wir bis nach Bassano del Grappa die identische Route wie 2016 gewählt haben.
Obwohl im schmalen Tal eine stark befahrene Schnellstrasse verläuft bekommt man nur an wenigen Stellen etwas davon mit.
Zum Glück kann die Schnellstraßsse sicher auf einer Brücke überquert werden.
Meist ist der Radweg idyllisch entlang der Brenta angelegt und weit genug von der Strasse weg, so dass man nicht einmal das Rauschen der vorbeifahrenden Autos hört.
Suchbild: Wo ist Barbara?
An der Grenze zwischen dem Trento und Veneto fährt man etwa 2-3 Kilometer auf einer ruhigen Nebenstrasse, da hier der Radweg wie bereits 2016 auf einem Abschnitt wegen Steinschlag gesperrt ist. Gut möglich das dieser Abschnitt aus Sicherheitsgründen für immer geschlossen bleibt. Die Felswände ragen hier auch gar steil direkt neben dem Radweg in die Höhe, so dass sicher ein erhöhtes Steinschlagrisiko besteht. Also lieber den kleinen Umweg nehmen.
Traumhaft
Anschliessend geht es weiter auf dem Radweg während man langsam aber stetig Höhenmeter abbaut. Ab und zu sind über dem Radweg Steinschlagnetze aufgespannt oder sogar kleine Gallerien gebaut, um die Strecke zu schützen.
Abfahrt im engen Tal.
Die Anzahl der Radfahrer nimmt weiter ab und die meisten die hier unterwegs sind, sind nun mit Rennrädern auf einer Trainigsfahrt. In Campolongo sul Brenta gönnen wir uns ein kühles Mineralwasser und frische Eiscreme. Zwei Gläser Wasser und 3 Kuglen Eis für 5.50 Euro, auf jeden Fall keine Touristenpreise, wie man sie in Italien sonst doch da und dort findet.
Bereits um halb zwei am Mittag haben wir unsere Unterkunft erreicht. Wir werden sehr freundlich empfangen und die Gastgeberin entschuldigt sich mehrmals, dass die Zimmer noch nicht bezugsbereit sind und spendiert spontan Wasser und Kaffee um die 10 minütige Wartezeit zu überbrücken. Dabei sind wir einfach zu früh angekommen. Auch für die Fahrräder bietet sie uns einen guten Abstellplatz im Haus an, so dass die Räder wieder einen sichern Unterstand haben. Nach einer erfrischenden Dusche bleibt genug Zeit um wieder einmal durch das schöne, historische Städtchen zu bummeln.
Hier ein paar Bilder aus der Stadt:
Es ist das erste mal, dass wir die alte Brücke sehen und sie nicht mit Baugerüsten abgestützt wird. Offensichtlich ist die jahrelange Renovation nun abgeschlossen.
Hier wird ausgezeichneter Grappa destilliert
Nach einem feinen Nachtessen spazierten wir zurück zur Unterkunft.
Ihr habt es sicher schon bemerkt, die ganz langen Etappen fahren wir auf dieser Tour bis jetzt nicht. Es ist eher eine gemütliche Genusstour, ein Privileg wenn man genügend Zeit hat und dem Ehrgeiz auch mal eine Pause gönnt. Diese Jahr geht es nur darum, das Unterwegssein voll zu geniessen, Pausen zu machen wo wir Lust haben und auch die italienisch Küche zu geniessen. So hatten wir auch heute einen ruhigen Start.
Heute durften die Pferdchen mal wieder bei uns im Zimmer schlafen und sogar der Lift war gross genug, dass sie darin Platz fanden.
Um den Stressfaktor zu minimieren haben wir uns wiederum entschlossen, den Aufstieg aus Trento hinauf in’s Valsugana mit der Bahn zurückzulegen.
Als Eisenbahner am Bahnhof zu warten ist oft eine spannende Angelegenheit und es gibt immer etwas zu sehen.
Am Bahnhof warteten noch einige andere Radfahrer auf den Zug. Zwei Männer sind auf einer organisierten Tour unterwegs, wo der Veranstalter die Tagesetappen vorschlägt und das Gepäck von Hotel zu Hotel transportiert. Auch ihnen wurde empfohlen für diesen Abschnitt den Zug zu nehmen. Also kennen auch die Radreiseprofis keine wirklich gute Alternative. Nachdem alle Räder im Zug verstaut waren fuhr der Zug pünktlich los und nach gut 25 Min. erreichten wir Pergine, wo wir die Radetappe starteten.
Alle Räder an ihrem Platz, es kann losgehen.
Schon bald waren wir auf dem toll ausgebauten Radweg durch das Valsugana, entlang dem Lago di Caldonazzo und weiter der Brenta entlang Richtung Bassano del Grappa.
Ein ganz toller Ausblick heute entlang dem See.
In Caldonazzo kannten wir aus früheren Reisen mit dem Wohnmobil ein gutes Restaurant am See, wo auch ein schöner Kiesstrand ist. Also hatten wir nach wenigen Kilometern schon die erste Pause. Zuerst ein erfrischendes Bad im See und anschliessend ein feines Mitagessen. So lässt es sich reisen.
Für heute haben wir in einem B&B in Ospedaletto direkt am Radweg ein Zimmer gebucht. So war es von Caldonazze nur noch 28 km bis zum Ziel.
In Borgo Valsugana, dem Geburtsort von Barbara’s Grossmutter, machten wir nochmals eine kurze Pause.
Dunkle Wolken zogen über die Berge und wir machten uns schon Gedanken, ob wir unsere Regenklamotten heute Morgen nicht zu optimistisch tief unten in unseren Velotaschen verstaut hatten. Ein kräftiger Gegenwind aus Südosten vertrieb die dunkelsten Wolken aber wieder, so dass es zwar noch etwas bedeckt, aber trocken blieb.
Lustige Figuren am Radweg kurz nach Borgo.
Unsere Unterkunft ist wirklich auf dem Land. Im naheliegenden Dorf gibt es kein Restaurant und nur einen kleinen Dorfladen. Die Gastgeber fahren auf Wunsch ins Nachbardorf und holen dort Pizza zum Abendessen. Wir fanden im Dorfladen alles was wir brauchten und verbrachten einen ruhigen Abend auf dem Bauernhof.
Morgen wieder eine kurze Etappe bis Bassano del Grappa. Wir könnten uns daran gewöhnen.
Heute führte unsere Route fast ausnahmslos der Eisack entlang. Der Radweg ist bedeutend weniger befahren als der Abschnitt Meran – Bozen. Trotzdem ist man auch hier als Fahrradfahrer nicht alleine unterwegs. Dafür geniesst man eine perfekte Fahrradinfrastruktur.
Unsere Pferdchen bereit zur Abfahrt vor „unserem“ kleinen Appartement.
Die Stadt Bozen nennt sich selber „Fahrradstadt“ und wir können das nur bestätigen. Was man sich bei der Vorbeifahrt auf der Brennerautobahn kaum vorstellen kann ist in Bozen Realität. Ein gutes Netz an Fahrradwegen welches sich durch eigene, vom Autoverkehr getrennte, Radwege auszeichnet. Selbst Brücken über die Flüsse der Stadt sind oft für Fahrräder und Fussgänger reserviert. Eigene Radunterführungen mit moderaten Rampen machen das Queren von Hauptverkehrsachsen sicher. Der eine oder andere Verkehrswegplaner in der Schweiz sollte sich hier mal zeigen lassen, wie es besser geht als nur etwas Farbe auf die Strassen zu pinseln. Man muss dafür auch nicht zwingend nach Kopenhagen reisen. Auch im autoverliebten Italien gibt es gute Lösungen!
Radwege in Bozen, was will man mehr!
Südlich von Bozen war dann der Originalradweg, der bei normalen Verhältnissen auf Inseln zwischen den Flüssen Eisack und Etsch verläuft, wie erwartet gesperrt. Vermutlich hat das Hochwasser das Fahrradtrasse überschwemmt und unpassierbar gemacht.
Über eine Brücke ging es ans andere Ufer und dort gute 2 km auf einer wenig befahrenen Nebenstrasse weiter, bevor es zurück auf den Radweg ging.
Immer die imposanten Felsformationen vor unseren Augen radelten wir gemütlich Richtung Süden.
Ab und zu am Wegrand eine Gaststätte, die sich auf die Wünsch von Radfahrern eingestellt haben. Auf der einen Seite des Fahrradwegs die Eisack, welche wieder in ihr angestammtes Flussbett zurückgekehrt ist, auf der anderen Seite nach wie vor riesige Apfelplantagen die ab und zu durch Rebstöcke unterbrochen sind.
Fahrradgaststätten scheinen ein gutes Geschäft zu sein, wenn man die Ausstattung als Indikator nehmen kann.
Das Rauschen der Brennerautobahn war mal lauter, mal leiser, aber immer ein ständiger Begleiter. Hier drängen sich alle Verkehrswege im oft engen Talboden zusammen.
Schön dass es neben Strasse und Eisenbahn auch noch Platz für einen so tollen Radweg hat. Hier heisst er übrigens „Eurovelo 7, Sun Route“ und machte im Verlauf des Mittags dem Namen alle Ehre. Die Wolken lockerten auf und wir bekamen einen Vorgeschmack auf das, was uns die nächsten Tage bei steigenden temperaturen erwarten wird.
Wie bereits auf der 2016er Tour empfanden wir die letzten Kilometer vor Trento als ziemlich „mühsam“. Es gibt keinen plausiebeln Grund dafür als vielleicht die Streckenführung, die hier einen grösseren Umweg macht, während der Kopf schon am Ziel ist.
Nachdem wir unser Appartement für Heute Nacht bezogen hatten, blieb noch genug Zeit für einen Stadtbummel. Trento gefiel uns auch dieses Mal wirklich sehr. Eine wunderschöne, belebte Altstadt mit vielen historischen Gebäuden und hübschen Cafes. Nicht der absolute Touristenrummel wie in Meran und Bozen, sondern offensichtlich viele Einheimische, etwas Touristen und viele Student:innen die sich hier an der Uni auf ihre Zukunft vorbereiten. Eine gute Mischung die uns gefällt. Hier ein paar Eindrücke von heute Nachmittag.
Wer hier mal vorbeifährt soll sich überlegen, mal einen Stop einzulegen um die Stadt zu erkunden. Auf der Fahrt in den Süden sicher ein lohnendes Etappenziel.
Diese Etappe ist eigentlich nicht wirklich ein Blogeintrag wert. Der Vollständigkeithalber aber nun doch ein kleiner Beitrag.
Die Strecke führt südlich von Meran immer der Etsch entlang und ist wohl eine der meist befahrenen Radrouten weit und breit. Viele Radfahrer waren auch heute unterwegs, wobei der Anteil an E-Bikes sicher bei 80% lag. Der perfekte Belag lässt die Räder aber auch ohne Motorunterstützung leicht rollen und so kamen wir gut und entspannt voran. Es hat immer wieder schöne Plätze an der Etsch die zum Verweilen einladen und natürlich da und dort eine Gaststätte direkt am Radweg oder in den angrenzenden Dörfern, die mit der sprichwörtlichen südtiroler Gastfreundschaft die Pause zu einem Genuss machen.
Entspanntes radeln an der Etsch.
Normal führt der Radweg hier rechts unter der Brücke durch. Das Hochwasser von gestern hat aber eine dicke Schicht feinsten Sand abgelagert. Da muss erst gereinigt werden.
Auch dieser Rastplatz stand gestern wohl mitten im Fluss.
Bei nur 30 Kilometer bis Bozen hatten wir aber wirklich keinen Bedarf an einer Pause und so radelten wir, trotz später Abfahrt, schon um 12.30h an unserem Übernachtungsplatz vor.
Schloss Siegmundskron kurz vor Bozen
Ein kleines schmuckes Appartment in einem Innenhof ist heute unsere Unterkunft. Der Vermieter betreibt an der Strasse ein Kleidergeschäft und erwartete uns schon. So konnten wir uns vor dem Stadtbummel noch frisch machen und spazierten knapp 2 km den Flüssen Eisack und Traufer entlang ins Stadtzentrum. Auch hier, wie in Meran, war es noch voller Touristen und die Händler freuten sich über gute Umsätze.
Wir genossen an diesem trockenen und angenehm warmen Tag einen kühlen Apero, bevor wir zurück in die Unterkunft gingen. Morgen geht es dann gut doppelt so weit bis Trento. Wir hoffen, der heute noch gesperrte Fahrradweg auf dem Damm der Eisack, wird morgen wieder befahrbar sein. Wir werden sehen.
Gestern war also der Start zu unserer zweiten Fahrradreise nach Kroatien. Bereits 2016 sind wir diese Strecke gefahren und weil es uns so gut gefallen hat und wir auch Lust auf ein paar Tage Badeferien auf der Insel Cres hatten, war die Entscheidung ziemlich einfach. „Schweiz – Kroatien 2.0“ Der erste Abschnitt von Scuol im Engadin bis Bassano del Grappa würde mit der 2016 Tour identisch sein. Die Radwege dort sind so perfekt, da freut man (frau) sich auch noch beim zweiten und dritten mal. Ab Bassano del Grappa geht es dann auf neuen Wegen bis zur Fähre auf die Insel Cres. Soweit der Plan. Start also am Sonntag 27.08.2023. Der Wetterbericht kündigte schon Tage im Voraus das Ende der sommerlichen Hitzewelle an und warnte vor ergibigen Niederschlägen, vor allem in den Alpen und im Süden. Also genau da wo wir starten wollten. Und er sollte recht behalten! Im Starkregen die Sepentinen von Martina auf die Wolfgangshöhe zu fahren war nun definitiv nicht nach unserem Geschmack. Also entschieden wir uns kurzfristig Plan B zu aktivieren. Sowohl die RhB als auch Postautto Graubünden bieten ja gute Transportmöglichkeiten für Fahrräder.
Multifunktionsabteil der RhBOder ein „reiner Velowagen“.
Da unsere Räder nicht länger als 2 Meter sind entsprechen sie auch den Anforderungen um transportiert zu werden. Statt nach Scuol fuhren wir mit dem Zug nach Zernez und stiegen dort auf ein Postauto nach Glurns, im Südtirol, um. Der Fahrer machte grosse Augen als er uns auf sein Postauto zukommen sahh und erkundigte sich, ob ich denn diese Räder schon einmal auf ihren Anhängern transportiert hätte? „Ja klar, das machen wir immer so“ antwortete ich und schon hing das erste Velo am Haken. Die Sitze verstauten wir im Gepäckabteil, damit sie im Dauerregen nicht ganz durchnässt wurden.
Auch die Postautos sind für Fahrradfahrer ausgerüstet.
So verlief unsere erste Postautofahrt problemloser als befürchtet und unterwegs buchten wir noch kurzfristig ein Hotel in Glurns.
Somit waren wir bereit um heute nun eine verkürzte Etappe nach Meran zu fahren. Gleich beim Hotel konnten wir auf den Etschradweg nach Meran einbiegen. Rechts brodelte das braune Wasser der Etsch, die die enormen Regenmengen aus den Bergen abführen musste, über uns öffneten die Wolken ihre Schleusen, so dass wir in voller Regenausrüstung inkl. Schuhüberzieher losradelten. Auf Fahrradwegen ohne Autos ist es mit guter Ausrüstung gar nicht so schlimm.
Gut verpackt im Regen unterwegs
Nach etwa einer Stunde lies der Regen nach und immer mal wieder schien sogar die Sonne. Das Wasser der Etsch war dunkelgrau und wir hörten ununterbrochen das Grollen der Steine, die im Flussbett mitgerissen wurden. Oft fehlten nur noch 10-20cm und das Wasser wäre auf den Radweg geflossen.
Die Etsch ist mächtig angeschwollen
An drei Stellen war der Radweg auch auf kurzen Abschnitten gesperrt. Leider jeweils ohne Angaben zu Umfahrungsmöglichkeiten, aber da hatte die Feuerwehr wohl wichtigeres zu tun.
Aus Sicherheitsgründen wegen den Wassermassen sind Abschnitte gesperrt.Aus den angrenzenden Liegenschaften wird das Wasser in die Etsch gepumpt
Mit unserem Routenplaner „Komoot“ fanden wir aber immer gute Umwege durch Äpfelplantagen und andere schöne Orte und erreichten so das Ziel Meran wie geplant.
KastelbellDie Äpfel sind reif
Ein eindrücklicher Start auf diese Tour.
Die Etsch tost mit unglaublichen Wassermassen Richtung Meran.
Wir sind gespannt was noch kommte. P.S. Das Wetter soll besser werden.
Heute war noch der vorläufig letzte Abschnitt unserer Reise entlang der Adria zurückzulegen. Anschliessend geht es dann noch mit dem Zug nach Ancona, damit die Heimreise am Montag bis nach Winterthur auch klappt. Der direkte Zug Bologna – Zürich fährt im aktuellen Fahrplan bereits um 13.30h ab, so dass es mit dem Regionalzug ab Pescara knapp wird. Innerhalb von Italien haben sich für uns die Regionalzüge als sehr praktisch erwiesen, weil wir die Räder in der Regel gut unterbringen können.
Unser Zug fuhr um 15.20h ab Pescara, somit genug Zeit die 43 km zurückzulegen. Nochmals ein schöner Frühlingstag am Strand und an diesem Sonntag mit noch mehr Ausflüglern an der Strandpromenade. Also weiterhin mit gedrosseltem Tempo, aber soweit entspannt immer Richtung Süden. Aus den Strandrestaurants duftete es gut nach italienischem Essen. Auch der Radweg hatte nun teilweis 5* Niveau.
Alles neu, alles für Radfahrer. DANKE!Bei dieser Aussicht ist ein kleiner Stop ein Muss. Schnee in den Abruzzen
Einfach schön hier zu radeln, aber Achtung: Macht das nicht in der Hochsaison!!! Ich kann mir nicht vorstellen wie überfüllt diese Gegend dann ist und wer sich alles auf diesen Radwegen tummelt.
BlütenmeerEinfach schönSogar Pinienwälder gehören zur Radroute
Für die Nebensaison ist die Route von Ravenna bis Pescara aber auf jeden Fall eine Empfehlung!
Die Heimreise mit einem Übernachtungsstop in Ancona verlief wieder wie geplant und damit ist dieser Kurztrip abgeschlossen.
Gestern Abend gab es noch ein lecker Pizza und dann einen erholsamen Schlaf. Für unsere Räder buchten wir 9 Euro einen Platz in der abgeschlossenen Garage des Hotels. Sicher ist sicher. Um 10 Uhr starteten wir unseren Strandradeltag.
Für einen Besuch am samstäglichen Markt hatten wir keine Zeit und vor allem kein Platz im Gepäck.Im Verlauf des Tages wurden die Radwege immer belebter.
Keine Hügel, meistens Radwege an der Flaniermeile durch die verschiedenen Ortschaften, welche sich hier wie auf einer Perlenkette aneinander reihen. Oft merkt man gar nicht, dass man in einer neuen Ortschaft angekommen ist. Der sonnige Tag lockte natürlich auch die Einheimischen an den Strand. So hatten wir immer mal wieder das Tempo zu drosseln um nicht mit den anderen Nutzern des Radwegs in Konflikt zu geraten.
Aber wir hatten ja den ganzen Tag Zeit und genossen die gemütliche Fahrt. Ab und zu mussten wir den Strand verlassen und da und dort mal für einen kurzen Abschnitt auf die Hauptstrasse wechseln, weil der Radweg noch nicht überall lückenlos dem Strand entlang führt.
Viele Abschnitte sind neu erstellt und haben einen tollen Belag.Der Wechsel zwischen Strand und Hauptstrasse führt meist durch Eisenbahnunterführungen. Ohne „Navi“ sind solche „Schlupflöcher“ kaum zu finden.Manchmal fehlen wie hier nur 100m vom Radweg, weshalb es immer mal wieder kurze Schiebepassagen dem Strand entlang gibt.Auch Feldwege gehören zur „Cicovia Adriatica“Ankunft in der Provinz „Abruzzen“Unter Palmen Radeln
Viel gibt es zu diesem Tag gar nicht zu beichten, ausser das wir diese Frühlingsfahrt bei 23-25 Grad so richtig genossen haben. Ach ja, am Abend hatten wir wirklich Mühe ein Restaurant zu finden, denn vieles war noch geschlossen oder dann so gut besetzt, dass es ohne Reservation keinen Platz gab. Zuerst wollten wir „fast food“ vermeiden, haben dann aber um 21 Uhr aufgegeben und uns in einem „London Pub“ ernährt.
Prolog: Endlich wieder mit den Rädern unterwegs! Nachdem wir im März 23 die Fahrt Richtung Pescara abgebrochen haben sind viele andere Ferienpläne dazwischen gekommen und nun haben wir endlich wieder mal ein paar Tage Zeit um die verpassten Etappen nachzuholen. Ein erster Versuch Anfang März 23 haben wir wegen kalten Regenwetter erst gar nicht gestartet und nun stehen die Zeichen nicht schlecht, dass wir drei sonnige und trockene Radeltage vor uns haben, um Pescara doch noch zu erreichen. Nach einem unfreundlichen und oft nassen Frühling sind dies nun die ersten Kilometer die wir mit den Liegern dieses Jahr zurücklegen. Bis anhin hat draussen radeln einfach nicht so richtig Spass gemacht oder die wenigen schönen Tage waren bereits anderweitig verplant. Obwohl die An- und Rückreise mit der Bahn von Zürich an die Adria eigentlich ganz gut funktioniert, braucht es doch etwas Zeit und wir nehmen es in der Zwischenzeit auch gerne etwas gemütlicher.
Da wir letztes Jahr in Rimini ein Hotel mit unschlagbarem Preis- Leistungeverhältniss und einem noch besseren Frühstücksbuffet gefunden haben beschlossen wir, diesen Übernachtungsort nocheinmal anzufahren.
Ein Frühstücksbuffet ..… das keine Wünsche offen lässt.Zum Glück steigen wir heute noch aufs Rad, um ein paar Kalorien wieder abzustrampeln.
Am nächsten Tag dann weiter mit dem Zug bis Ancona und ab da mit dem Rad in drei Etappen bis Pescara. Die Hinreise verlief trotz verspäteter Abfahrt in Zürich wegen einer Fahrzeugstörung ganz entspannt. Uns war egal wann der Zug in Bologna ankommen würde, solange es noch einen Anschluss nach Rimini gab. Nur ein Ausfall der Verbindung hätte uns gestresst, denn mit unseren Rädern mehrmals umzusteigen ist einfach zu mühsam.
Wir wären bereit für die Abfahrt.Im Abteil hat es genug Platz um die Räder kurz vor Ankunft „aufzufalten“ und so entspannt umzusteigen.Wenn es Rolltreppen hat, ist auch ein Perronwechsel gut möglich. Warten auf den Regionalzug nach Rimini.
Zum Glück kamen wir dann mit nur 30 Min. Verspätung in Bologna an, erreichten sogar den geplanten Regionalzug nach Rimini und genossen dort den Abend.
Etappe 1_2013: Heute Morgen genossen wir das vielfältige Frühstücksbuffet und reisten ohne Probleme mit dem Zug nach Ancona. Wer die Gegend kennt weiss, in Ancona ist es zielmlich hügelig. Deshalb war auch meine Routenplanung ziemlich aufwändig. Entweder waren die Strassen zu steil oder der Verkehr zu dicht. Beide Faktoren vermiesen einen guten Radeltag. Ich versuchte das Beste daraus zu machen und es ist fast immer gelungen.
Im Regionalzug nach Ancona.Schon in der Stadt geht es steil bergauf.Manchmal ist schieben genauso schnell wie radeln, aber kräftesparender.
Trotzdem, die ersten 20 Kilometer waren kein Vergnügen. Entweder waren die Anstiege so steil, dass uns nur das Schieben übrigblieg oder der Verkehr war so stark, dass es einfach keinen Spass machte zwischen Autos und Leitplanken zu radeln. Und oft war beides kombiniert. Trotz allen gab es von den Hügeln auch immer wieder schöne Ausblicke die uns für die Anstrengung entschädigten.
Toller Ausblick in die Umbegung.Fast etwas „toskanische“ LandschaftAm Horizont das Meer!!!„schöner Wohnen“
Nachdem wir die Hügel hinter uns gelassen hatten führen wir über Feldwege Richtung Meer. Auch wenn es ab und zu etwas „feucht“ war, war es viel besser als auf der stark befahrenen Küstenschnellstrasse SS16, da diese leider oft keinen Seitenstreifen hat.
Leider haben wir beschränkte Gepäckkapazität.Nur nicht in den „Matsch“ fallen.Viel entspannter, wenn auch etwas langsamer als auf der Hauptstrasse
Als wir dann endlich wieder das Meer erreichten wurde es richtig entspannt. Dem Strand entlang radeln und die Sonne geniessen. Genau so haben wir uns das gewünscht. Ein Sandwich am Strand und eine kühle Cola brachte die Energie für die letzten 15 km nach Civitanove Marche zurück, wo wir heute übernachten.
Meer erreicht. Im Hintergrund der Hügel der uns von Ancona trennt und den wir so gut wie möglich umfahren haben.Ankunft auf gutem Radweg in Civitanove Marche.
Wegen der steilen Anstiege und dem Gepäck war es für den ersten Tag ganz schön anstrengend, aber doch ein guter Start in diesen Kurztrip.