Heute nahmen wir also das Teilstück in Angriff, dass wir gestern „weggelassen“ hatten. Es war eine kluge Entscheidung, den der Abschnitt heute war in unserem aktuellen Gesundheitszustand gerade richtig. Gestern wäre das definitiv zu viel gewesen.

Schnell waren wir aus der Stadt und bogen auf die kleinen Nebenstrasse ein, die wir hier in Apulien so lieben.

Ausser ein paar Bauern und Farmarbeiter ist hier niemand unterwegs. Die Strassen führen meist durch Olivenhaine oder an abgeordneten Feldern entlang.



So radelten wir entspannt Kilometer um Kilometer. Schon nach wenigen Kilometern begann die Strasse leicht, aber stetig, anzusteigen. Dazu kam ein moderater Gegenwind, so dass es doch etwas Kraft brauchte voran zu kommen. In Anbetracht der kurzen Etappe war das aber OK für uns.


Immer mal wieder legten wir eine kurze Pause ein um uns zu erholen.

Das letzte Teilstück legten wir auf der Strasse Provinciale zurück.

Doch auch diese hatte zum Glück wenig Verkehr, so dass wir stressfreie gegen 14h unser Ziel erreichten.
Da wir das hier gebuchte B&B gestern kurzfristig auf heute ungeplant hatten, wurde uns von der Vermieterin ein anderes Lokal zugewiesen. Es gehörte einem netten älteren Mann der uns in einem Innenhof im alten Zentrum der Stadt empfing und uns die Unterkunft zeigte. Diese ist, wie viele Unterkünfte hier, liebevoll eingerichtet und zumindest um diese Jahreszeit sehr preiswert. Zwischen 50-60 Euro pro Nacht für zwei Personen finden sich hier meistens einige gute Übernachtungsmöglichkeiten.

Wenn es beim B&B dann heisst „Frühstück inbegriffen“, so gibt es nicht selten einen Coupon für eine nah gelegene Bar, in der man dafür einen Kaffee und ein Cornetto bekommt. Also genau so wie die Italiener das Frühstück geniessen.
Eine schöne Art etwas am lokalen Lebensgefühl „schnuppern“ zu können.
Nachdem wir uns ausgeruht und frisch gemacht hatten, stand noch ein Stadtbummel auf dem Programm. Altamura hat eine lange Geschichte. Ihr historisches Zentrum ist kreisrund angelegt und lässt sich prima zu Fuss erkunden.





Zudem ist die Stadt bekannt für ihre jahrhundertealte Backtradition. Das hier hergestellte Hartweizenbrot war das erste Backwaren Produkt in Europa mit einem geschützten DOP-Siegel. Ich habe das ja auch nicht gewusst, aber das Internet hat mir auf die Sprünge geholfen ;-)
Wie man also im Emmental eine Käserei besuchen sollte, ist hier eine der alten Bäckereien ein Besuch wert. In der „Antica Forno Santa Caterina“ wird seit 1306 in den gleichen Räumen in alten Holzofen Brot gebacken.

Ein solcher Besuch kann man natürlich prima mit einem etwas ausgiebigeren Frühstück verbinden. Unser Programm für Morgen früh steht also auch schon. Schliesslich ist die Etappe Morgen nach Matera mit knapp 23 km nicht wirklich weit.


… aus Altamura






























































































































































































































































































































































































































































































































































































