Distanz 65 km, Total 456 km
Heute vor einer Woche bin in Lamezia losgefahren und nach acht Etappen nun am (Zwischen-) Ziel meiner Reise in Pozzallo angekommen. Morgen Nachmittag nehme ich dann die Fähre rüber nach Valletta (Malta) und habe dort für 4 Nächte eine Unterkunft gebucht Ich hoffe dort noch den einen oder anderen Ausflug, auch mit dem Rad, machen zu können, aber ich schaue mal, wie das dort so läuft. Die Infos bezüglich Strassenqualität und Fahrkünste der Einheimischen die ich bis jetzt bekommen habe, stimmen mich nicht so zuversichtlich. We will see!
Es waren noch einmal 65 herrliche Kilometer auf Nebenstrassen mit wunderschönen Ausblicken.





Die erste Ernte des Jahres war schon in vollem Gange und sowohl Getreide als auch Kartoffeln wurden eingefahren.





Heute war es zeitweise so ruhig, dass nur alle 10 bis 15 Minuten ein Auto auftauchte. Wenn es so einsam ist, weiss der erfahrene Radler, dass dafür dann eher mit Hunden zu rechnen ist. Aber selbst dieses Problem hielt sich in Grenzen. Unter einem Baum lagen einmal drei grosse Hunde dösend im Schatten und einer davon forderte mich zu einer Sprintchallange heraus Pech für ihn, dass es bergab ging und ich mit meiner grössten Übersetzung bei einer Kadenz von 90 Umdrehungen 42km erreiche So gab er bald auf und ich war froh, diese Challenge nicht ein einer Steigung fahren zu müssen.






Ich bin nicht den direkten Weg gefahren, sondern wollte mir noch das Dörfchen Marzememi ansehen, von dem ich im Internet tolle Bilder gesehen hatte. Ich war wohl nicht der Einzige und da es heute Sonntag war, konnten sich die Restaurant- und Souvenierstandbetreiber über mangelnde Kundschaft nicht beklagen.



Mir hatte es dort etwas zu viele Leute und so strampelte ich noch ins benachbarte Städtchen Pachino, wo ich mich mit einem feinen Pastateller für die zweite Hälfte der Route stärkte.



Im Ort selber ist nicht wirklich viel los und so werde ich einen ruhigen Abend haben und freue mich auf Malta. Mal sehen, was es von dort zu berichten gibt.
Und es war gut etwas Energie getankt zu haben, denn auch heute nahm der Wind nach dem Mittag merklich zu und ich hatte bis zum Ziel meist einen ziemlich kräftigen Gegenwind. Spätestens wenn es runter geht und du trotzdem kräftig in die Pedalen treten musst weisst du, das Gegenwind ganz schön zermürbend sein kann.


Trotzdem konnte ich auch diesen Teil der Tour geniessen, denn Landschaftlich und verkehrstechnisch war es einfach top.
Ja mein Hinterteil meldete sich heute zum ersten mal und fand, es sei nun an der Zeit ihm etwas Erholung zu gönnen. Ich konnte meine Sitzknochen beruhigen, dass es Morgen ja soweit sei. Also einfach noch durchhalten und sich nichts anmerken lassen.

Bald schon erblickte ich in der Ferne mein Ziel Pozzallo. Den Umweg via Ragusa habe ich Gestern verworfen und mich für das Etappeziel Pozzallo entschieden, um Morgen stressfreie die Fähre ab hier nehmen zu können.


Ich habe hier eine kleine Wohnung mit einer tollen Terasse als Unterkunft gefunden. Der perfekte Platz um nach dieser Etappe etwas zu entspannen und auf der Terasse den Blog zu schreiben.




Ich freue mich auf Malta.
was für eine tolle Radfahrt —und Bericht darüber!