Distanz 40 km, Total 116km
Zum Glück war die heutige Etappe einiges kürzer als Gestern, den heute war Regen angesagt und dazu mussten wieder einige Höhenmeter erklommen werden. Dies ist in Regenkleidung bekanntlich besonders unangenehm. Irgendwie scheint das bei mir mit der „Atmungsaktivität“ der Regenjacke nicht so richtig zu funktionieren.
Wir machten uns als frühzeitig auf den Weg und waren bereits kurz nach 8 Uhr unterwegs. Zuerst einmal mussten wir die Räder ein paar steile und schmale Strassen hochschieben, bevor wir die Transitstrasse erreichten.


Castellammare ist um eine Bucht herum in steile Hügel gebaut, weshalb auch alle Strassen sehr steil und zum Teil auch extrem eng sind. Definitiv kein idealer Platz zum Radeln.

Da wir gestern auf der Hauptstrasse recht gute Erfahrungen mit den überholenden Autos gemacht hatten, beschlossen wir, die Etappe nach Trapani heute durchgehend auf der Hauptstrasse zu fahren. Es gibt hierzu auch wenig Alternativen und wenn, sind diese Strassen oft noch steiler und machen zu Teil grössere Umwege.

Die Etappe ist rasch erzählt. Heute ging es nicht der Küste entlang, sonder wir fuhren „über Land“. Ein Hügel hochstrampeln und dann die gewonnene Höhe mit einer rasanten Abfahrt gleich wieder vernichten, nur um nach der nächsten Kurve wieder einen Hügel hoch zu strampeln.

Zum Glück war der Verkehr bis kurz vor Schluss recht mässig.

Damit uns nicht langweilig wurde, gab es immer wieder Regenschauer, wobei wir uns jeweils überlegten ob es sich lohnt, die Regenkleider anzuziehen.

Aber meist war es nach wenigen Minuten wieder vorbei und wenn die Sonne mal kurze hinter einer der vielen, dicken Wolken hervorlugte, wurde es rasch warm.

Wir kamen gut voran und waren zuversichtlich es ohne grossen Regen bis Trapani zu schaffen.


Das sollte jedoch ein Wunsch bleiben. Kurz nach einer Kaffeepause, etwa 15 Kilometer vor dem Ziel, begann es kräftig zu schütten und dieser Regen begleitete und bis zur Unterkunft.

So wurde die Einfahrt in Trapani und der Weg zum Hotel doch noch ganz anspruchsvoll. In der Zwischenzeit hatte der Verkehr parallel zum Regen zugenommen und langsam kroch die Kälte in unsere Körper. In diesem Wirrwar von Strassen und Autos war es bei starkem Regen recht anspruchsvoll, den Überblick zu behalten.
Wir waren froh dann endlich in der Unterkunft angekommen zu sein und die warme Dusche brachte die Energie wieder zurück.
Dann gings noch ans Wäsche waschen, denn wir haben geplant, hier zwei Nächte zu bleiben. Dann können die Kleider gut trocknen.
Anschliessend noch der Bummel durch Trapani, verbunden mit den Überlegungen wie wir die nächste zwei Tage gestalten.




Eigentlich wollten wir Morgen das Bergdorf Erice besuchen, dass 750m ü Meer liegt und von hier aus mit einer Seilbahn erreicht werden kann.
Für Morgen ist gutes Wetter angesagt, am Sonntag, unserem nächsten Fahrtag, soll es aber den ganzen Tag teilweise stark regnen.
Somit machen wir eine spontane Planänderung. Wir fahren Morgen bei gutem Wetter die nächste Etappe. Da wir aber die Zimmer für die nächsten drei Nächte schon bezahlt und fix gebucht haben, fahren wir Morgen Nachmittag wieder mit dem Zug hierher zurück. Dann machen wir am Sonntag, bei Regen, unseren Ruhetag und evtl. den Ausflug nach Erice. Am Nachmittag reisen wir dann mit dem Zug zum bereits am Vortag „erradelten“ Etappenziel Mazara del Vallo.
Bei dem Wetter müssen wir flexibel bleiben 😉