Heute Morgen hörten wir beim aufwachen ein lautes Donnergrollen und den Regen niederprasseln. Eigentlich gut so, denn der Regen wurde gestern auf der Wetterapp für heute um 9 Uhr angekündigt. Wenn er früher kam standen die Chancen gut, dass wir es trocken nach Castellaneta schaffen würden.
Gegen halb zehn war der Regen vorbei und wir machten uns auf den Weg.
Wir versuchten noch einmal einen Ort zu finden, wo wir die Räder waschen konnten, denn sie sahen noch immer sehr schmutzig aus. Bei einer Autogarage fragten wir nach einem Wasserschlauch, doch das hatten sie nicht. Der vorgeschlagene Waschplatz war zu weit weg und gar nicht in unserer Richtung, also radelten wir mit unseren schmutzigen Pferdchen weiter. Es ging heute auf sehr ruhigen Nebenstrassen unter einer grauen Wolkendecke sowie etwas Gegenwind Richtung Castellaneta.


Die Landschaft glich derjenigen von Gestern und uns wurden alle Schattierungen an Braun- und Okertönen präsentiert.



Hier wird nicht nur Weizen und andere Ackerfrüchte geerntet, sondern auch Wind. Auf den Feldern stehen überall grosse Windturbinen, die sich alle in einem gleichmässigen Rhythmus drehten und wohl für reichlich Ökostrom sorgten.


Auf einem Grossteil der Strecke waren wir auf der „Eurovelo 5“ unterwegs. Nicht verwunderlich, dass wir da auch ein paar anderen Radfahrern begegneten. Die älteren auf E-Bikes mit offensichtlichem Gepäcktransport und die jüngeren überholten uns auf ihren schnellen Gravelbikes mit Minimalgepäck. Wir liesen uns nicht aus der Ruhe bringen und hielten an unserem gemächlichen Tempo fest, um mit unseren „Gebrechen“ doch noch Spass am Radel zu haben.

Kurz vor Castellaneta setzte wieder leichter Regen ein.

Um nicht nochmals im Regen fahren zu müssen nahmen wir ab Castellaneta den Zug. Die angepeilte Verbindung mit Abfahrt um 14.04 Uhr fiel spontan aus. Zum Glück hatten wir schon eine halbe Stunde später eine nächste Verbindung nach Taranto.

Unter den neugierigen Blicken der Mitreisenden verstauten wir unsere Fahrräder wie vorgesehen, was von der Zugbegleiterin mit einem emotionslosen Nicken für gut befunden wurde.

Vom Bahnhof in Taranto radelten wir über die Brücke auf die „Insel“, auf der die Altstadt liegt.

Zum Glück gab es im Hotel für die Räder in einem zwar überfüllten, aber abgeschlossenen Raum einen sicheren Abstellplatz. Pro Rad kostete dieser „Service“ 7 Euro extra. Na ja, zum Glück ist das ja nicht die Regel.
Nach der Dusche mussten wir den Stadtbummel nochmals etwas aufschieben, denn die nächste Regenfront war gerade über der Stadt.






Ab Morgen soll es für den Rest der Reise zum Glück wieder trocken bleiben. Wir hoffen das Beste.
