Bevor wir heute Morgen losradelten, besuchten wir noch die Bäckerei „Antico Forno Santa Caterina“ in der seit 1306 in einem grossen Holzofen Brot und andere Köstlichkeiten gebacken werden. Als wir ankamen war der 23 Quadratmeter grosse Ofen wohl schon stundenlang in Betrieb. Zwei Bäcker formten aus vorbereiteten Teigballen das Brot und schoben es mit einer langen Stange tief in den Bauch des Ofens.


Wirklich faszinierend, wie sie in diesem Ofen die Temperatur kontrollieren können und die Brote rechtzeitig wieder herausnehmen. Wir kauften frische Fogaccia, auf das Brot mussten wir aus Platzgründen verzichten.

Als wir Altamura verliessen, zogen dunkle Wolken auf. Aktuell sind in der Gegend einige Unwetter aktiv. Uns erwischte zum Glück nur etwas Regen, von einem echten Sturm blieben wir verschont.

Die Strecke war heute nicht mehr so malerisch wie Gestern, aber trotzdem gab es den einen oder anderen Ausblick, den wir geniessen konnten.



Auf der eigentlich asphaltierten Nebenstrasse war plötzlich zentimeterdicker Matsch auf der gesamten Fahrbahn. Keine Möglichkeit das zu umgehen. An fahren war hier nicht zu denken und selbst das Schieben wurde zur Herausforderung.

Oft schoben und zerrten wir die beladenen Räder zu zweit auf besonders glitschigen Abschnitten. Die Schuhe hatten in der Zwischenzeit 3-4 cm Dreck an der Sohle und die Räder waren, durch die matschige Masse die sich zwischen Reifen und Schutzblech verkeilte, blockiert.

Zum Glück ging auch dieser Abschnitt zu Ende und als wir den Matsch mit den Fingern unter dem Schutzblech hervorgeklaubt hatten, drehten sich auch die Räder wieder.

Kurz darauf erreichten wir die Hauptstrasse wo wir die Fahrt auf gutem Asphalt fortsetzen konnten. Um die Räder weiter zu säubern setzte Regen ein 😉. Also die Regenkleider anziehen und die Pfützen nutzen, um die Räder weiter vom Schmutz zu befreien.

Wir meldeten den verschmutzten Zustand der Räder unseren Gastgebern und baten um einen Tip, wo wir die Räder abspritzen konnten. Leider war der vorgeschlagene Autowaschplatz ausser Betrieb. Die Gastgeber öffneten für uns ihre private Garage, so dass die noch immer ziemlich schmutzigen Räder doch sicher abgestellt werden konnten.
Um die Mittagszeit ging auch in Matera ein längerer Regenschauer nieder. So hatten wir Zeit uns wieder frisch zu machen, bevor wir am späteren Nachmittag noch etwas durch die „Sassi“, den alten Teil von Matera, schlenderten.




Trotz garstigem Wetter waren viele Touristen unterwegs und die unzähligen Souveniershops konnten mit Schirmverkäufen heute ein gutes Geschäft machen.

Wir liessen den Tag bei einem gute Abendessen ausklingen und planen nun die Weiterreise für Morgen. Da das Wetter wieder etwas nass sein dürfte, werden wir wohl einen Teil der Strecke nach Taranto mit dem Zug zurücklegen.

