Tag 3: 18.08.2019: Vinceny – Pagny sur Meuse

Distanz: 76 km, Total 271.5 km,

Heute Morgen habe ich einmal eine „Aufwachübung“ der besonderen Arth hingelegt. Beim Versuch Einstellungen an meinem Navi Gerät anzupassen habe ich einmal zu viel auf „ok“ gedrückt mit dem Resultat, dass all meine gespeicherten Tagesetappen und Routenpläne für den Weg nach London gelöscht waren. Als mir das bewusst wurde war ich mit einem Schlag hellwach. Zwar habe ich alle Etappen im Internet gespeichert, aber diese müssen mit einer USB Verbindung auf das Gerät kopiert werden. Zum Glück waren die Hotelbesitzer sehr nett und haben mir sofort erlaubt, mein Navi mit ihrem PC zu verbinden und die Dateien wieder auf das Gerät zu kopieren. Nach einigen Versuchen habe ich das sogar mit der französischen PC Einstellung geschafft und mir viel ein Stein vom Herzen als ich feststellen konnte, dass alle Tagesetappen nun wieder im Gerät gespeichert waren.
Nach einem guten Frühstück radelten wir kurz vor 9 Uhr los.
Zuerst wieder auf einem prima geteerten Radweg einem Kanal entlang und wir genossen es mit gut 25 km/h leicht Bergab dahinzuradeln.

Tolle Morgenstimmung am Kanal

Auch mit Boot oder Wohnmobil lässt es sich hier gut entspannen.

Auch heute gab es leider keine „Schleusenaktion“.

Leider endete der gute Weg schon bald und machte einem idyllischen, aber dafür umso langsameren Feldweg platz. Also war es Zeit die Routenoptionen anzuschauen und wir fanden parallel zum Kanal eine Hauptstrasse, welche an einem Sonntagmorgen nur schwach befahren war. Genau was wir suchten.

Idyllisch aber mit beladenen Liegern nich gut fahrbar. Vor allem wenn’s pressiert.

Am Sonntagmorgen war es auch in den kleinen Ortschaften noch sehr ruhig.

 

Der Wetterbericht sagte auf 14 Uhr ein heftiges Gewitter voraus und wir wollten bis dahin so weit wie möglich kommen. Als beschlossen wir die ersten 50 km ohne grosse Pause durch zu fahren. Was für ein Motivator doch so eine schlechte Wetterprognose sein kann. Leider führte die Hauptstrasse nicht immer dem Kanal entlang und so kamen wir doch noch zu einigen ungeplanten Höhenmeter, die mit voller Tourenpackung sich einfach immer doppelt so anstrengend sind.

Und wenn es auf der Strasse etwas rasanter zu und her ging, klappte Barbara selbstbewusst ihren neuen „Abstandswimpel“ herunter und beim Überholen liessen die Autos sofort mehr Platz.

Kurz vor Toul sahen wir die dunklen Wolken am Horizont vorbei ziehen. Wir hatten Glück und wurden heute vom Regen verschont.

In der Ferne noch die letzten Gewitterwolken über Toul.

Das nenn ich mal effiziente Pause. Stechen und Verpflegung in einem, sitzen können wir ja dann wieder beim radeln 😉

Ein letzter Blick auf die Mosel, die sich hier in Toul Richtung Norden wendet. Du bist ganz schön gewachsen seid wir dich vorgestern an der Quelle zum ersten Mal sahen.

Nur der teilweise heftige Gegenwind machte uns am Nachmittag zu schaffen und so waren wir doch froh, als wir am Motel eintrafen.

 

Der Wind nahm am Mittag kräftig zu und sorgte wieder dafür, dass wir nicht zu früh Feierabend machen konnten.

In solchen Orten scheint die Langeweile zu wohnen. Niemand zu sehen, nichts zu hören. Keine Ahnung was die Leute hier machen.

Dort die nächste Überraschung: Die Rezeption war geschlossen, die Bar machte Betriebsferien und der Check-In Automat kannte unsere Buchung nicht. Auf dem Handy hatte ich einen Anruf aus Frankreich und gerade als ich die Nummer zurück rufen wollte tauchte der „Hauswart“ des Hotels auf. „Ja ich habe versucht euch anzurufen“ sagte er. „Der Schlüssel liegt im Zimmer Nr. 2 für euch bereit.“ Aktuell sei wegen Ferien der Betrieb etwas reduziert, aber wenn wir etwas brauchten sollten wir ihn einfach anrufen. Er gab uns noch einen Extraschlüssel für eine kleine Scheune, wo wir die Räder unterstellen konnten und gab uns den Tip, das es in ca. 600 Meter Entfernung eine Tankstelle mit kleinem Bistro und Laden gibt, wo wir etwas zu Essen und Trinken besorgen könnten. Sonst sei hier halt nicht viel los.

Auch am Motel blies der Wind kräftig. Zum Glück schaute der Hausmeister vorbei, sonst wären wir in dieser Gegend ganz schön aufgeschmissen gewesen.

Das habe ich ja schon bei der Routenplanung festgestellt und nun scheint sich das auch zu bestätigen, hier ist wirklich „tote Hose“.

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