Tag 1: 16. Aug. 2019: Mulhouse – Ramonchamp

Distanz: 68,5 km, Total 117.5 km,

Heute haben wir unser 2019 Sommertour definitiv gestartet. Nachdem gestern im Büro noch alles „ferienklar“ gemacht werden musste und am Nachmittag / Abend noch ein Teamanlass stattfand war ich froh, dass wir am Morgen erst um 08.30 Uhr am Bahnhof sein mussten. Wie üblich bei der Einfahrt des Zuges ein kurzer Sprint zur richtigen Einstiegstür. Glück gehabt, es hängen noch keine Velos an den Hacken, so dass unsere Lieger prima Platz finden.

Zum Glück waren noch zwei Fahrradhaken frei.                                                                              Ohne umsteigen geht es so entspannt nach Basel. Eigentlich wollten wir die spätere Verbindung nach Mulhouse nehmen, aber in Basel angekommen packte mich doch der sportliche Ehrgeiz und ich motivierte Barbara, es mit einem Zwischensprint zu versuchen. Auch hier hat es knapp gereicht und wir erwischten den schnelleren Zug nach Mulhouse und konnten so schon einmal 30 wertvolle Minuten früher starten als geplant.

Auch im TER prima Platz für unsere Räder

Jetzt noch genügend gute Sonnencreme und es kann losgehen.

Ausfahrt aus Mulhouse

Dank Navi fanden wir einen guten Weg entweder auf ruhigen Nebenstrassen oder in den Orten etwas ausserhalb von Mulhouse waren wenigstens Radwege vorhanden, so dass wir uns trotz einigem Verkehr sicher fühlten.

Hier konnte sich der neue, breitere Vorderreifen an Barbara’s Lieger schon mal bewähren.

Dann mussten wir ein kurzes Stück einen etwas holprigen Feldweg nehmen. Ohne Tourenpackung sind die ja gar nicht schlimm, aber voll bepackt ist das dann doch etwas anders. Bald trafen wir auf den Fluss „La Thur“ an dem ein schöner Radweg entlang führte. Diesem folgten wir und kamen so durch verschiedene kleiner Ortschaften und immer weiter in die Hügel der Vogesen hinein.

Erst gut 8 Kilometer vor der Passhöhe mussten wir mangels Alternative auf die Hauptstrasse wechseln, welche uns mit moderater Steigung auf den geografischen „Höhepunkt“ der Tour, den Col de Bussang führte.

Blick zurück in’s Tal der Thur.                                                                                                 Spätestens im Aufstieg mit Gepäck wurde uns aber klar, so untrainiert sind wir wohl noch nie auf eine Tour gestartet. Was solls, einfach die Trittfrequenz anpassen und geduldig hochradeln. Zum Glück war der Verkehr moderat, wenn auch einige grosse Lastwagen und ein ganzer Zirkus mit langsamen, stinkenden Zugfahrzeugen und bis zu drei Anhängern an uns vorbei krochen. 

Jede Radumdrehung bringt dich näher zum Ziel.

Kurz nach der „Passhöhe“ bogen wir rechts ab und machten an der Quellfassung der Mosel einen kurzen Fotostop. Schliesslich begleitet uns der Fluss die nächsten Tage und wir werden sehen, was sich aus diesem kleinen Rinsal entwickelt.

So sieht also der „Geburtsort“ der Mosel aus.

Bald begann auch hier wieder ein fantastisch ausgebauter Radweg. Dazu immer leicht bergab, so dass die müden Beine sich etwas erholen konnten.

Sogar die Sicherheitsbarrieren vor einer Strassenquerung sind so montiert, dass man mit reduziertem Tempo auch ohne Absteigen mit beladenem Fahrrad durchfahren kann. DANKE!

Am Ziel leuchtet die Dorfkirche im schönsten Abendlicht.

Später als geplant trafen wir in unserer Herberge ein, wo uns die freundliche Gastgeberin Nancy schon erwartet. Sie hat zusammen das kleine alte Hotel toll renoviert und bietet nun etwa 8 Gästezimmer an. Die Bar im gleichen Haus ist leider mangels Gäste geschlossen worden.
Auch die Frage, ob es hier ein Restaurant gäbe verneinte sie. „Das nächste ist gut 2,5 Kilometer entfernt. Hier ist mein Autoschlüssel. Ihr könnt gerne mein Auto benützen und wenn ihr wollt, reserviere ich für euch.“ Wau, was für ein Service. Wir überlegten nur kurz, ob wir nicht mit dem Rad zum Essen fahren wollten, entschieden uns dann aber doch für das Auto und waren auf dem Heimweg froh die müden Knochen nicht mehr in der Dunkelheit und aufziehenden Kälte strapazieren zu müssen.

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