Tag 4: Di. 03.10.17 Arles – Saintes Maries-de-la Mer

Distanz 79 km, Total 253 km, Fahrzeit 5 Std., Durchschnitt 15.9 km/h, 17-24 Grad, bedeckt mit sonnigen Abschnitten,
Die GPS-Datei zur Etappe kannst du hier herunterladen.

Heute Morgen konnten wir gleich vor dem Hotel über eine Brücke und dann nach links den Kanal entlang Richtung Meer abbiegen. Am Kanal bot sich uns ein romantisches Bild von vertäuten Hausbooten und etwas weiter dann die bekannte Brücke die der Maler Van Gogh verewigt hat.

Traumhafte Wohnlage

Die haben wir zumindest gemalt alle schon mal gesehen.

Der Radweg war bis kurz vor Port-Saint-Louis-du-Rhone, wo der Fluss ins Meer mündet, ausgezeichnet. Auf der ganzen Strecke frisch geteert. Ein Genuss! In einem Blog einer Familie aus Neuseeland, welche die Strecke noch im Juli 17 gefahren sind, war zum Teil noch von tiefen Kiesabschnitten zu lesen. Die Franzosen haben offensichtlich die zwei Monate genutzt und diese Stecke asphaltiert. Ein grosses MERCI!

Danke für den tollen Teerbelag …

… und die traumhafe Kulisse.

Wir sind nicht ganz an die Mündung der Rhone gefahren, sondern habe kurz vorher die Fähre über die Rhone nach Salin-de-Girau genommen, wo wir von einem Aussichtshügel aus die Becken für die Meersalzgewinnung bestaunen konnten. Die zum Teil recht rote Farbe entsteht durch Algen die hier leben. Das Meerwasser wird von einem Becken zum andern geleitet, wobei durch die Verdunstung den Salzgehalt im Wasser immer mehr erhöht, bis das Salz in den letzten Becken geerntet werden kann.

Die Salzbecken bei Girau

Farben wie aus dem Malkasten

Salzernte

Im kleinen, schmucklosen Ort, das vorwiegend aus funktionalen Arbeiterhäusern besteht, wollten wir etwas zu Mittag essen, denn es war gerade 12.30 Uhr. Wir fanden aber kein offenes Restaurant und wer in Frankreich um diese Zeit einkaufen will muss sich beeilen, denn um diese Zeit heisst es meistens „geschlossen bis 15.00 Uhr“.
Zum Glück fanden wir noch einen Laden und eine Bäckerei die uns kurz vor Ladenschluss noch bedienten, so dass wir etwas Proviant und Getränke für die letzten gut 40 km durch die Camargue einkaufen konnten. Von hier bis zum Ziel gibt es nichts mehr zu kaufen. Also bedeutete das auch vor allem auch die Getränkevorräte aufzufüllen.
Nach ein paar Kilometern wechselten wir von geteerten Strassen auf ausgewaschene Feldwege. Im ersten Teilstück waren noch Autos zugelassen, später dann nur noch Fussgänger und Velofahrer.

Durch die Camargue

Die Wegbeschaffenheit verlangte einiges an Konzentration, gleichzeitig schweifte unser Blick aber auch immer wieder in die tolle Landschaft. Viele verschiedene Kräuter und Sträucher sowie Vögel buhlten um unsere Aufmerksamkeit. Die absolute Attraktion aber waren die Flamingos, die sich in den Lagunen im schönsten Sonnenlicht präsentierten.

Wir haben sie gefunden 🙂

Es waren immer mehr Radler unterwegs, die offensichtlich von Saintes-Marie-de-la-Mer aus eine Nachmittagsfahrt hierher unternahmen. Der Weg war nun stellenweise so tief mit Sand bedeckt das wir nur noch mit mühsamem Schieben vorwärts kommen, da unsere schweren Räder zu tief im Sand einsackten.

Sandpassagen sind nicht ideal für voll beladene Räder. Zum Glück nie länger als 50 Meter.

So gegen halb vier waren wir im Städtchen, dass vor gut 40 Jahren eine ganze Generation von Hippies in seinen Bann zog. Einige schienen seit den 68er hier geblieben zu sein und wer sehen will wie Hippieträume langsam ergrauen und verblassen ist hier richtig.

Was ist nur aus dem Hippie-Bus geworden!

Viel Kommerz und Trubel in den engen Gassen. Da machten wir uns lieber direkt auf den Weg ins Hotel und genossen noch eine Runde entspannendes Schwimmen im Pool.
Wir sind am Meer, das Wetter hat bis jetzt toll mitgespielt und die Routenwahl war perfekt. Nun noch zwei Radeltage bis Sète. Wir freuen uns darauf.

Ein Kommentar

  1. Fredy we enjoyed reading this again and know It would have been the best, most relaxed and scenic way to bike across the Camargue had this area not had so much rain recently. We really appreciate your taking the tome to re-send the links! And always appreciate your astute travel advice!
    christine

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