Tag 3: Mo. 02.10.17 Avignon – Arles

Distanz 57.5 km, Total 174 km, Fahrzeit 3 Std.44 Min., Durchschnitt 15.5 km/h, 17-24 Grad, bedeckt mit sonnigen Abschnitten,
Die GPS-Datei zur Etappe kannst du hier herunterladen.

Heute Morgen nahm uns der Blick aus dem Fenster schon mal die erste Entscheidung des Tages ab. Nein, das wird kein früher Start! Die Leute die draussen unterwegs waren hatten die Regenschirme aufgespannt oder ducken sich den Hausmauern entlang um nicht allzu nass zu werden. Das Kopfsteinpflaster der Strasse glitzerte im feuchten Regen und schien glitschig zu sein. Also nichts überstürzen und zuerst mal gemütlich frühstücken. Die Wetter-App versprach baldige Besserung.
Im Frühstücksraum des netten und zentral gelegenen Hotel Regina überraschte uns ein für französische Verhältnisse geradezu üppige Auswahl. Neben den bekannten Baguette und süssen Kuchen gab es verschiedene Brotsorten, Joghurt, Käse, Eier, Schinken und Wurstscheiben. Dazu ein Kaffemaschine die mehr als nur Filterkaffee beherrschte und mir einen feinen Espresso brühte. Der perfekte Platz um etwas den Regen abzuwarten und genug zu Essen, so dass wir ohne grosse Mittagspause bis ans Ziel radeln konnten.
Die Ausfahrt aus Avignon verlief gut, da es zum Glück auch auf der Brücke eine abgetrennte Radspur hatte.

Zum Glück ein von der Autospur abgetrennter Fahrradbereich

Als diese fertig war und wir bis zur Einmündung in den Fahrradweg etwa 300 Meter auf einer doppelspurigen Strasse fahren mussten, erlebten wir wie es sein könnte, wenn wir nicht meist auf tollen Radwegen oder sehr einsamen Landstrassen unterwegs sein könnten. Bereits auf diesem Abschnitt zeigte sich, dass viele Franzosen sich offensichtlich noch immer in der Zeit ihrer grössten Formel 1 Erfolge wähnten, auch wenn die glorreichen Tage von Renault und Alain Prost schon länger Geschichte sind. Es kann ihnen, zumindest auf der Strasse, nie schnell genug gehen und die Hupe ist offensichtlich eines der wichtigsten Elemente eines Autos. Für uns einfach nervig!
Aber wie gesagt, die Rettung nahte in Form von Wegweisern für die Eurovelo 17. Bald waren wir in idyllischen Nebenstrassen unterwegs und den  hektischen Verkehr nahmen wir nur ab und zu als Geräuschkulisse wahr.

So stellen wir uns gemütliche Radwege vor.

Die Route führte uns über Land, wo die Traubenstöcke abgelesen und die Felder geerntet waren. Langsam verzogen sich auch die letzten Wolken und machten der Sonne Platz, so dass wir wärmenden Armlinge und Windschutzjacken ausziehen konnten. Auf den Hügeln um uns herum entdeckten wir immer wieder kleine Dörfer und ab und zu auch alte Burgen, die von der bewegten Geschichte im Rhonetal erzählten.

Rebstöcke bis zum Horizont

Immer wieder alte Dörfer auf einer Anhöhe

Auf einigen Abschnitten war die Via Rhone offensichtlich ganz frisch ausgebaut worden. Guter fester Kiesbelag, ab und zu auch geteert und immer wieder kleine Rastplätze. An einem solchen setzten wir uns auch für eine Viertelstunde hin, um etwas aus der Provianttasche zu essen.

Schöne Rastplätze am Radweg

Bei Kreuzungen sind die Sicherheitsbarrieren so montiert, das wir auch mit dem Lieger durchfahren können. Bravo

Kurz vor Beaucaire führte der Radweg durch einen ehemaligen Eisenbahntunnel, welcher die Radfahrer sogar mit einer farbigen Beleuchtung überraschte.

Lichterzauber im alten Bahntunnel

Blick zurück nach Beaucaire

In Beaucaire überquerten wir die Rhone und fuhren nun, auf einer mit Hilfe von „www.gpsies.com“ selbst erstellten Route, auf ruhigen Nebenstrassen nach Arles. Gleich nach der Brücke geht es in einem unübersichtlichen Gewirr aus Strassen rechts weg.

Auch abseits der Radrouten finden wir ruhige Nebenstrassen

Bei der Fahrt durch die Stadt zum Hotel hat uns das Navi dann noch eine kleine Stadtrundfahrt spendiert. Immer wieder zeigte es mal „Links“ mal „Rechts“ an. Wir folgten den Hinweisen, denn in der Vergangenheit mussten wir schon oft erstaunt feststellen, das die Routenwahl zwar nicht immer die direktestes, aber meist fahrradfreundliche Strecke sucht.
So kamen wir recht entspannt im Hotel Arles Plaza an, wo uns heute für die Pferdchen ein leerer Seminarraum zur Verfügung gestellt wurde.
Das Hotel ist ganz dem Thema „Hollywood der 60er Jahre“ gewidmet. Überall Fotos alter Filmstars. Dazu einen hauseigenen Swimmingpool, in dem wir zur Entspannung gleich mal ein Bad nahmen.

So könnte jeder Radtag enden.

Dann etwas Blogschreiben und nun sind wir bereit für den abendlichen Stadtrundgang und ein feines Nachtessen.

Hier noch die Bilder vom Stadtrundgang.

Arena von Arles, erbaut ca. 90 n. Chr

Römisches Theater, ca 100 n. Chr., Platz für 10’000 Zuschauer

Place de La République

… und wie überall auf der Welt; die Händler bei den Sehenswürdigkeiten

In einem schönen Lokal liesen wir den Tag ausklingen.

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