Tag 9: Fr. 30.06.2017 Etappe 7: Baja – Knezevi Vinogradi

Distanz 82.66 km / Fahrzeit 5 Std. 16 Min. / Durchschnitt 15.7 / Gesamt 634 km
Wetter: ganzer Tag sonnig, Nachmittag einzelne Wolkenfelder, 24 – 32 Grad,ganzer Tag viel Gegenwind

Hallo Kroatien

Die heutige Etappe verlief ziemlich ereignislos. Die Abfahrt war heute etwas später, weil nicht ganz so viele Kilometer geplant waren. Es war schon gegen halb acht als wir in Baja den Weg auf die Eurovelo 6 suchten um Richtung Mohacs zu kommen. Rasch waren wir auf einem geteerten, schmalen Damweg, auf dem ab und zu auch ein Auto vorbei kam. Ansonsten waren wir ungestört und konnten der Symphonie lauschen, die die Vögel links und rechts von uns in den Bäumen inszenierten. Ein ausgebildeter Ornithologe könnte hier wohl tagelang nach den verschiedensten Vogelarten und Stimmen suchen. Wir als Laien begnügten uns an den schönen Stimmen und freuten uns wenn ab und zu wieder mal ein besonders farbiger oder grosser Vogel vor uns auftauchte und oft rasch wieder im Wald verschwand. Bereits zweimal konnten wir einen Fasan beobachten, der sich vor uns aus dem Staub machte, sich im Dickicht versteckte und dann lauthals wegen unserer Störung „reklamierte“. Um Fotos zu schiessen sind diese Vögel aber alle viel zu schnell.

Idylle in Baja am Morgen

Dieser Abschnitt gefiel sogar Barbara’s „Mitfahrer“

Kleine Bauernhöfe neben dem Dam.

Auf dem Dam kamen wir auf tollem Teerbelag, trotz wieder kräftigem Gegenwind, zügig vorwärts, so dass wir die 9.30 Uhr Fähre zum übersetzten nach Mohacs erreichten. In Mohacs investierten wir noch ein paar Forint in Eiscreme und kalte Getränke, die restlicher Forint wechselten wir in Kuna um, den kurz hinter der Stadt lag die Grenze zu Kroatien.

Diese „Duschen“ haben wir in allen grösseren Orten Ungarns in den Fussgängerzonen gesehen. Ein feiner Wassernebel gibt etwas Erfrischung.

Fussgängerzone in Mohacs

Einige Lastwagen warteten auf die Abfertigung und auch etwa 10 Autos standen in einer Reihe. Zum ersten Mal auf dieser Reise mussten wir für einen Grenzübertritt unsere Idenditätskarte vorweisen. Die Zöllner genossen ihr Privileg jeden zu kontrollieren offensichtlich und nahmen sich viel Zeit. Schön das diese Prozedur an den Grenzen heute in weiten Teilen Europas Verganhenheit ist.

Warten am Zoll bis die Papiere kontrolliert sind

Es war besonders glücklich die Grenze auch ohne Pass überquert zu haben.

Nach den doch eher „mürrischen“ Zöllnern begrüssten uns die Leute in den Dörfern umso herzlicher. Gefühlt haben uns in den ersten gut 40 Kilometer auf kroatischen Strassen schon doppelt so viele Menschen fröhlich zugewinkten und gegrüsst als in ganz Ungarn. Spannend zu beobachten wie sich die Art, wie Menschen sich verhalten oft nach Grenzen verändert. Nicht dass die Ungarn unfreundlich gewesen wären, aber es braucht dort wohl etwas mehr Zeit, bis sie auf Fremde zugehen, fast wie in der Schweiz.

Heute gab es mal wieder Sonne satt: Von Oben und von der „Seite“

Kurz vor dem Etappenziel stand dann unsere erster „Bergpreis“ auf dem Programm. Zwar nur ein kleiner Hügel und 150 Höhenmeter, aber mit Gepäck und in dieser Hitze, reichte uns das vollauf. Wir sind froh einen Flussradweg und keine Alpenüberquerung als Tourenverlauf gewählt zu haben.

Vor dem Anstieg: Energietanken im Schatten.

Nach dem Aufstieg: erstes Kroatisches Bier geniessen. (Nur noch 6 km bis ins Ziel, das passt)

Unser Gasthaus für heute Nacht

Bei einem etwas verspäteten Mittagessen nur 6 Kilometer vor dem Ziel füllten wir den Energie- und Wasserspeicher wieder auf und fuhren gemütlich in unsere Pension, wo wir freundlich empfangen wurden. Den Begrüssungsschnapps lehnten wir dankend ab, dazu war es noch zu früh. Wir genossen die frühe Ankunft und ich konnte so relativ stressfrei meine Blogarbeit erledigen.

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