Tag 7: Mi. 28.06.2017 Etappe 5: Budapest – Dunaföldvar

Distanz 102.3 km / Fahrzeit 7 Std. 02 Min. / Durchschnitt 14.5 / Gesamt 457.5 km
Wetter: heiss 21 – 33 Grad, ganzer Tag Sonne pur, sehr heiss, (Velocomputer zeigt 41 Grad)

A long way home

Heute war der perfekte Tag um die mentale Stärke eines Tourenradlers zu verbessern. Es waren alle Zutaten gegeben um uns auf die Probe zu stellen und am Schluss des Tages trotz aller Wiedrigkeiten zufrieden am Ziel anzukommen.
Begonnen haben wir auch diesen Tag wieder mit dem Wecker um 05.00 Uhr. Ihr wisst ja, je später der Tag umso heisser das Radeln. Der Weg aus Budapest ging soweit erstaunlich gut, da wir rasch auf einem Radweg waren der uns der Donau entlang Richtung Osten führte. Wir genossen noch einmal einen Blick auf diese wunderschöne Stadt im Morgenlicht.

Auf Wiedersehen Budapest.

Der Verkehr wurde mit jeder Viertelstunde intensiver und an einem Busumsteigepunkt waren wir plötzlich inmitten der Pendlerströme „gefangen“. Irgendwie fanden wir, Navi sei Dank, doch den Radweg und schon bald gab uns die Tafel „Eurovelo 6“ Gewissheit, auf der Richtungen Route zu sein. Dies war umso beruhigender, da der Weg sich langsam zu verabschieden schien. Er wurde immer schmaler und links und rechts wuchsen zum Teil hohe Brennesselstauden. Da macht man sich als Liegeradler aber richtig dünn, denn die Sträucher sind auf einer sehr unangenehmen Höhe.
Sowieso war die Wegbeschaffenheit heute ein Dauerthema. Sehr oft fuhren wir auf sandigen, ausgewaschenen Wegen. Dann wiederum auf Wiesen, die das Vorwärtskommen auch nicht begünstigten und wenn der Weg mal befestigt war gab es riesige Schlaglöcher denen wir ausweichen mussten. In diesem Sinne war heute den ganzen Tag konzentriertes Fahren angesagt. Dazu die Sonne, die immer stärker vom Himmel brannte und uns wurde bald klar, dass diese Etappe anstrengend werden würde. Wir trafen auch kaum noch auf Fernradler. Wer es auf einfache Etappen und Gepäcktransport zum nächsten Hotel abgesehen hat, fährt spätestens ab Budapest nicht mehr weiter östlich. Die Durchschnittsgeschwindigkeit war bei dieser Wegbeschaffenheit auch nicht wie gewünscht und wir wussten das uns heute ein 100er bevorstand. Nur nicht nervös machen lassen!

Weg Impressionen:
So unterschiedlich kan radeln sein. Mit einem voll beladenen „Lieger“ ganz schön anspruchsvoll.

Wir machten immer wieder kurze Pausen um Flüssigkeit in uns hinein zu schütten, ab und zu was kleines zu essen, die Sonnencreme wieder frisch aufzutragen oder die Kleider zu benetzen um uns abzukühlen. Die Gegend entlang der Donau war nach wie vor reizvoll und oft standen schöne Sommerhäuser am Ufer während die kleinen Dörfer zunehmend einfacher wirkten.

Idyllen an der Donau

Ab Mittag nahm auch der Wind immer mehr zu und blies uns direkt in’s Gesicht. Auch dieser Umstand war einem zügigen Vorwärtskommen nicht gerade förderlich.

Was die einen freut …

… macht den andern zu schaffen. Zuviel Gegenwind!

Gegen zwei Uhr waren wir gezwungen gut 10 Kilometer auf einer stark befahrenen Strasse mit viel Lastwagenverkehr zu fahren. Da wurde es manchmal ganz schön eng und wir hatten ehrlich gesagt nicht wirklich Spass auf diesem Abschnitt. Zum Glück verlief alles gut und wir konnten wieder auf einen Wiesenweg ausweichen. Wenn auch anstrengend, so war es jedenfalls sicher.
Müde kamen wir gegen halb fünf Uhr in unserer Unterkunft an.
Die Pension ist in einem alten Bauernhaus aus 1880 untergebracht, welches die Besitzer liebevoll restauriert und mit historischen Gegenständen ausgestattet haben um hier nun eine kleine Pension zu betreiben. Das Haus kann aber auch von Passanten besichtigt werden und die Besitzer führen Interessenten gerne durchs Haus. Wir schlafen also heute in einem Museumszimmer!

Nach einem Rundgang im Haus gingen wir noch ins lokale Schwimmbad um die müden Muskeln etwas zu entspannen, so dass wir morgen bereit sind für die nächste Etappe nach Baja.

2 Kommentare

  1. Fredy,

    Enjoying your blog! We’ve done this same route (only from Brussels) twice in the past and recognize many places and empathize with your challenges! The last time we had planned
    To go all the way through Bulgaria, Greece, Macedonia and Albania then back via Italy. However we turned around at Novi Sad and returned via the Drava/Drau river valley through Croatia, Slovenia, Austria and Italy instead. Will be very interested in your impressions of Serbia!

    1. Dear Christine and Steve
      I’m not sure if you got my e-mail. So here my address: liegerad@gmx.ch
      I hope your trip is going as pland. Please send me a note when you will be in the Basel – Bodensee area. Maybe a rest day with us in Winterthur?
      Hope to see you soon

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