Tag 4: So. 25.06.2017 Etappe 3: Györ – Esztergom

Distanz 99.51 km / Fahrzeit 5 Std. 57 Min. / Durchschnitt 16.7 / Gesamt 264.3 km
Wetter: heiss 26 – 33 Grad, Vormittag bedeckt, Nachmittag schwül, kaum Wind

Grenzland!

Heute Morgen haben wir unseren Vorsatz in die Tat umgesetzt, und sind bereits um 06.10 Uhr losgefahren. Den Wecker mussten wir auf 5 Uhr stellen, denn es gibt am Morgen doch immer einige zu erledigen bis wir fahrbereit sind. Morgentoilette, alle Kleingkeiten verpacken die doch noch rumliegen, elektronische Geräte vom Strom abkoppeln, Netzkabel verstauen, Sonnencreme auftragen, letzter Check im Tourenführer, etc. So ist eine Stunde jeweils doch schneller um als man denkt. Wir waren ziemlich stolz als wir schon um 06.10 Uhr das vertraute Schnurren unserer Ketten hörten, als wir den Weg aus dem noch sonntäglich verschlafenen Györ unter die Räder nahmen. Ich hatte mich für den ersten Teil der Etappe bei der Routenwahl nicht an die Vorschläge unseres Tourenführers (Esterbauer, Donauradweg 3) gehalten, da mir da zu viele Abschnitte auf unbefestigten Wegen vorkamen und oft der Hinweis „nach starken Regenfällen nicht gut befahrbar“. Im Klartext heisst das wohl, eher für Mountenbikes als Tourenlieger. Die Route welche ich mit der Website „www.gpsies.com“ bis Komarom recherchiert und ins Navie geladen hatte erwies sich als Volltreffer. Nicht nur das die Ausfahrt aus Györ an einen Sonntagmorgen ohne Verkehrsbelastung klappte, sondern auch weil die Route auf den ersten 20 km durchgehend auf tollen Radwegen verlief. Nichts von tiefen Feldwegen und Schotterpisten, zumindest bis Nagyszentjanos.

Radwege wie aus dem „Wunschkatalog“

Dort trafen wir dann auf die „Esterbauer-Route“ und schon bald bekamen wir zu spüren, was auf diesen Karten „unbefestigter Weg“ bedeuten kann. Zum Glück waren die Wege trocken. Nach einem Regen wäre das wohl kaum fahrbar gewesen.

Hier ist mir sogar ein „Bähnlerfoto“ mit Liegeradlerin gelungen.

Landschaftlich war es wunderschön. Goldene Getreidefelder, dazwischen knallrote Mohn- oder blaue Kornblumen. Dazwischen dunkelgrüne Hecken und Bäume. Bei diesem Anblick kam auch uns „Kunstbanausen“ van Gogh in den Sinn.

Stielleben

Zum Glück ging es bei den Abschnitten schwierigen Feldwegpassagen und den meisten Löchern für uns „bergab“, so dass es fahrbar blieb. In der Gegenrichtung hätte wir wohl schieben müssen.
Auch heute waren wir wieder ohne Frühstück gestartet, was sich als problemlos erwies. Gut 40 Kilometer hatten wir schon hinter uns, bevor wir in Komarno einen Rast einlegten. Ach ja, Komarno liegt wieder in der Slowakei und so haben wir heute Morgen wieder mal von der ungarischen auf die slowenische Seite der Donau gewechselt. EU sei Dank ist das heute einfach. Es reicht eine Tafel an einer Brücke und im dümmsten Fall ein Wechseln des Geldbeutels; den in Ungarn bezahlt man noch in Forint.

Zurück nach Slovenien

Um 10 Uhr bestellten wir zum „Frühstück“ Gemüsepenne mit Parmesan. Hat lecker geschmeckt und als der Kellner erfuhr das wir aus der Schweiz sind wollte von uns wissen, was den mit dem FC Zürich passiert sei, da er letzte Saison in die 2. Liege abgestiegen sei. Das sei doch eine „Schande“. Ich als „profunder Fussbalkenner“ erklärte ihm, das sei für den FC Winterthur ganz gut gewesen, so hätten die Zürcher mal unser Stadion gefüllt.

Hier gab’s „Pastafrühstück“ für einen langen Radlertag

Gasse in Komarno

Danach ging es wieder auf dem Donaudam weiter Richtung Westen. Langsam verzogen sich die morgendlichen Wolken und man konnte die Sonnenstrahlen gut auf der Haut spüren. Der Velocomputer zeigte 39 Grad an und so fühlte es sich auch, wenn auch die Lufttemperatur bei +/- 33 Grad lag an. Ein Teil des Wassers in unseren Flaschen wurde nun nicht mehr zum trinken, sondern zum benetzen der Kleider verwendet. Unterwegs holten wir ein Vater / Tochter Team aus Süddeutschland ein, die mit ihren Rädern von Passau aus an die kroatische Grenze unterwegs waren. Wir plauderten, nebeneinander her fahrend eine Weile nebeneinander und als wir im Schatten einen Rast einlegen wollten verabschiedeten wir uns von ihnen.

Plauderstündchen unter Fernradlern

Willkommener Schattenspender

Pusteblume

Der letzte Abschnitt bis kurz vor Esztergom fuhren wir auf ruhigen Nebenstrassen. Dass es Sonntag war machte die Sache für uns sicher angenehmer. Kurz vor dem Ziel überquerten wir dann wieder die Donau und wechselten auf die ungarische Seite, wo wir in einer schönen Pension die Nacht verbringen werden. Kaum angekommen beginnt es zu regnen. Das mit dem Timing scheinen wir im Griff zu haben. Hoffentlich bleibt das so.

Basilika von Esztergom

Morgen geht’s dann gut 80 km bis Budapest, wo wir einen Ruhetag einlegen werden

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