Tag 3: Sa. 24.06.2017 Etappe 2 Bratislava – Györ

Distanz 87.36 km / Fahrzeit 4 Std. 55 Min. / Durchschnitt 17.7 / Gesamt 164.8 km
Wetter: heiss 28 – 33 Grad, Nachmittag leichter Westwind

Die heutige Etappe kurz und bündig: Eine heisse Damfahrt!

Der Start heute Morgen verlief problemlos. Kurz noch bei einem Geschäft frische Sandwiches und kühle Getränke eingekauft und schon waren wir unterwegs. Auf dem Weg aus der Stadt mussten wir nochmals eine grosse stark befahrene Brücke überqueren, die zum Glück auf der unteren Ebene einen separaten Fussgänger- Fahrradweg hatte.

Ausfahrt aus Bratislava

Gleich nach der Brücke links auf den Radweg und dann immer der Donau entlang. Am Anfang teilten wir den Weg noch mit vielen Freizeitsportlern die ebenfalls die noch kühlen Morgenstunden genossen und mit Fahrrädern oder Rollerblades unterwegs waren. Auf einigen Kilometern war die Strecke so breit wie eine doppelspurige Strasse mit Leitplanken und Mittellinie. Nur für den Langsamverkehr! Es war fast ein Gefühl wie wenn in der Schweiz die Strassen für die Veranstaltung „Slow Up“ gesperrt werden. Nur hatte es hier nicht so viele Menschen unterwegs. Nebenan verlief eine neue, viel befahrene Schnellstrasse. Vermutlich eine „Geschenk“ der EU und so wurde „unser“ Radweg überflüssig und den Velos überlassen. Uns solls recht sein. Nach gut 20km überquerten wir bei Cunovo ein riesiges Stauwerk. Es ist Teil eines dreistufigen Stauwerks das die Donau hier zurückstaut und in einen separaten Kanal umleitet. Mit diesem Megaprojekt aus den 70er Jahren wurde ein Projekt umgesetzt, dass noch zu Zeiten Stalins entwickelt wurde. Grosse Gebiete der Donauauen wurden dadurch zerstört und es entstand ein grosser See und 17 km langer Kanal, der aber monoton zwischen dem künstlich angelegten, 18 Meter hohen Dam fliest.
Beim Stauwerk in Cunovo wurde der Höhenunterschied des Wassers auch noch für die Freizeitsportler genutzt und eine Wildwasseranlage gebaut. Heute schien gerade ein internationaler Wettbewerb statt zu finden. Wir nutzen das „Unterhaltungsangebot“ für eine kurze Pause.

Kleines Schiff auf grosser Fahrt Richtung schwarzes Meer

Wildwasser an der Staustufe

Endlose Damfahrt

Weiter ging es immer auf dem Dam entlang. Kein Schatten weit und breit und die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel. Oft verschwamm die Strasse am Horizont in der heissen Luft und es kam fast ein bisschen USA Feeling bei mir auf. Heiss, flimmernderes Strassenbelag und immer geradeaus!
In Medvedov hatten wir gut 50 Kilometer „Damfahrt“ an der prallen Sonne hinter uns. Zeit für einen Mittagsrast und ideal um mit kühlen Getränken die Körpertemperatur am Schatten zu regulieren. Danach überquerten wir die Donau und kamen im dritten Land auf dieser Reise an: Ungarn.

Da war wohl mal wer in Kanada. Perfekter Platz für einen Mittagsrast.

 

… und feines Essen hatten sie da auch.

Hier ging es ein Stück auf einer stark befahrenen Strasse entlang bevor wir auf Nebenstrassen ausweichen konnten. Über verschlungene Pfade, Navi sei dank, erreichten wir die Stadt Györ und fanden die reservierte Unterkunft. Eine kühle Dusche war jetzt genau das richtige, etwas ausruhen und dann ging es noch zu Fuss in die Altstadt.
Wir waren wirklich überrascht. Viele schöne Baroke Häuser und viel Leben auf den Gassen. Dass auch noch ein Festival für Streetfood abgehalten wurde lockte natürlich noch mehr Leute auf die Strasse. Die warmen Temperaturen taten ein Übriges und so war alles angerichtet, den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.
Aber nicht zu lange, den Morgen wollen wir noch früher los, die Hitze zwingt uns zur Anpassung der Abfahrtszeiten. Morgen knapp 90 km bis Esztergom.

Nach Österreich und der Slovakei schon unser drittes Land auf der Tour.

Auf Feldwegen dem Verkehr entfliehen.

Hier noch ein paar Impressionen aus Györ.

 

 

 

 

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