Tag 58: (10.12.14) Ruhetag in Tucson

Distanz: 30.5 km / Gesamt: 4630.5 km / Fahrzeit: unbekannt / sonniger Tag im Saguaro National Park

Achterbahn

Heute habe ich einen Ruhetag in Tucson genossen. Eigentlich gibt es an einem Ruhetag ja keinen Blog, aber ich reiche diesen nun doch noch nach. Meine zauberhaften Gastgeber Christine und Steve Beck haben mich auf meinem Ausflug in den Saguaro NP auf dem Velo begleitet. Es war eine wunderschöne Fahrt durch den Park. Die Strasse durch den Park ist eine Einbahn und die Fahrt gleicht der einer Achterbahn. Steile Abfahrten, enge Kurven und kurze aber knackige Anstiege.

Offensichtlich eine nicht ungefährliche Strecke.

Offensichtlich eine nicht ungefährliche Strecke.

Alles zwischen wunderschönen Kakteen und einer herrlichen Bergkulisse. Ich habe den Ausflug mit diesen beiden wundervollen und gastfreundlichen Menschen sehr genossen.

Christine fuhr voraus und warnte mich vor engen Kurven oder steilen Anstiegen.

Christine fuhr voraus und warnte mich vor engen Kurven oder steilen Anstiegen.

Ein kurzer Stop an einem schönen Rastplatz, das alles bei Sonnenschein und warmen 24 Grad. So lässt es sich im Dezember wirklich gut aushalten.

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Impressionen aus dem Park.

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Ein wahrer Riese.

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Besucher am Rastplatz.

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Freiluft „Kaktusgarten“

Steve arbeitet jeweils ein bis zwei Abende in der Woche noch als Mathematiklehrer an einem Gemeindecollege. Heute Abend hatte er noch einen Einsatz. So waren Christine und ich am Abend alleine und sie kochte mir köstliche Pasta und dazu frischen Salat. Eine Wohltat in der kulinarischen Eintönigkeit der Fastfoodketten, die für mich oft die einzige Möglichkeit sind, mich der Nähe zu verpflegen. Wieder hatten wir schöne Gespräche und Christine schien sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, obwohl sie am nächsten Tag ihre „periodische Prüfung“ als Krankenschwester im Bereich „Notfalleinsatz“ zu absolvieren hatte. Ich hatte fast ein schlechtes Gewissen sie von den zur Vorbereitungen zur Prüfung abzuhalten. Später kam dann auch Steve von seinem Unterricht wieder nach Hause und wir plauderten noch lange über diese und jene Fahrradreise. Er gab mir, nicht nur für Europa, sondern auch für die USA viele tolle Tipps und so ist der Samen für künftige Radreisen gepflanzt. Keine Angst Barbara, die beiden haben so von Touren in Europa geschwärmt, dass wir für die nächste Reise den Zug zum Ausgangspunkt nehmen können. 🙂
Die beiden waren der lebende Beweis dafür, das auch in den USA Menschen leben welche die Politik in ihrem Land kritisch hinterfragen, mit vielem nicht einverstanden sind und im wahrsten Sinne „Mitmenschlichkeit“ leben. Sie haben in den letzten Jahren vielen Flüchtlingsfamilien bei ihrem Start in ein neues Leben in den USA geholfen und diese dabei unterstützt auf eignen Beinen zu stehen. Als Weihnachtsgeschenk haben sie diesen jeweils Fahrräder geschenkt, damit sie unabhängig und ohne teure Benzinkosten zu ihren Arbeitsstellen oder in die Schule fahren konnten. Ihre Erzählungen und ihr mitmenschliches Engagement haben mich beeindruckt und ich hoffe sehr die beiden bald einmal wieder zu treffen. Ich hoffe ihre nächste Europareise führt zumindest in der Nähe der Schweiz vorbei: Just call me Cristine and Steve, so we can ride together!!! Herzlichen Dank für diese schöne Erfahrung und die tolle Gastfreundschaft.

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