Tage 53 + 54: (05.+06.12.14) Ruhetag in Las Cruces und La Cruces- Deming

Distanz: 96 km / Gesamt: 4252.7 km / Fahrzeit: 4 Std. 16 Min. / Durchschnitt 22.4 km/h

ganzer Tag etwa 22 Grad, mittlerer Rückenwind, bedeckt

on the road again

Gestern genoss ich also meinen Ruhetag in Las Cruces. Eine schmucke Stadt in New Mexiko. So hatte ich Zeit mich in der Stadt etwas mit dem unbeladenen Velo umzusehen. An dieses Fahrgefühl könnte man sich gewöhnen. Dank Internetrecherchen wurde ich auf ein gutes mexikanisches Restaurant im Stadtzentrum aufmerksam, wo ich beim Mittagessen gleich mal die hoch gelobte Kochqualität testen konnte. Ich sage euch: Volltreffer!!! Es hat so gut geschmeckt das ich meinen Reisepartner Kyle, der den ganzen Tag im Motel mit dem aktualisieren seines Blogs verbrachte, zum Abendessen gleich nochmals ins gleiche Lokal führte. Auch da wieder: fantastisch. Autentisch mexikanische Küche zu Superpreisen (Nachtessen = 8.99 Dolar), nette Bedienung und gemütliches Ambiente. Was will man mehr. Am Nachmittag nutzte ich meine freie Zeit für einen Besuch im Nachbarort Mesilla wo es ein schön erhaltenes Quartier gibt. Es war die richtige Entscheidung den Ruhetag erst in Las Cruces und nicht schon in El Paso zu nehmen. Hier war es viel gemütlicher und hatte wirklich viele schöne Ecken. Wer einmal in dieser Gegend unterwegs ist um sich zum Beispiel die grossartigen Tropfsteinhöhlen „Carlsbad Caverns“ oder die fantastischen weisen Sanddünen von „Withe Sands“ anzuschauen, darf sich ruhig auch etwas Zeit für Las Cruces nehmen. Hier einige Impressionen:

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Auf jeden Fall ein Besuch wert: Las Casitas Cafe

Hervorragende mexikanische Küche in gemütlicher atmosphäre.

Hervorragende mexikanische Küche in gemütlicher Atmosphäre.

Im Zentrum von Las Cruces

Im Zentrum von Las Cruces

Das Eisenbahnmuseum war eher mässig. Dieser "Schlusswagen" war das Prunkstück.

Das Eisenbahnmuseum war eher mässig. Dieser „Schlusswagen“ war das Prunkstück.

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Cafe in Mesilla

Irgendwie scheint hier ein Weihnachtsbaum "deplaziert".

Irgendwie scheint hier ein Weihnachtsbaum „deplaziert“.

In diesem Gebäude wurde "Billy the Kid" zum Tode verurteilt.

In diesem Gebäude wurde „Billy the Kid“ zum Tode verurteilt, als der wilde Westen noch richtig „wild“ war.

Sogar die Wohnüberbauungen sind im Stiel der Landschaft angepasst.

Sogar die Wohnüberbauungen sind im Stil der Landschaft angepasst.

Der heutige Tag versprach keine grossen Besonderheiten. Am Morgen verabschiedete ich mich von meinem Reisepartner Kyle, der Richtung Norden zum Emroy Pass fuhr. Wenn alles klappt, treffen wir uns in einer Woche in Phoenix wieder. Im Moment gilt es vor allem Meilen Richtung Westen zu machen. Nach wie vor ist das Gebiet schwach besiedelt und so geben die Ortschaften mit Unterkunftsmöglichkeiten die Etappenlänge vor. Heute knapp 100 kilometer bis Deming. Die Fahrt führte teilweise auf Paralellstrassen zur Autobahn aber auch etwa 30 Kilometer auf dem Pannenstreifen der Autobahn entlang, da es keine andere Strasse gibt. So ist es Radfahrern trotz Verbot auf der Autobahn zu fahren gestattet den Pannenstreifen zu benutzen, wie dieses Bild beweist.

Das kleine Schild ganz unten erlaubte mir dan doch auf der Interstaate zu fahren.

Das kleine Schild ganz unten erlaubte mir dann doch auf der Interstaate zu fahren.

 

Da fühle ich mich ja bekanntlich ziemlich sicher.

Da fühle ich mich ja auch mit den grossen Brummern bekanntlich ziemlich sicher.

Werbung an der Autobahn. Kinderspielzeug: Gewehr, Pfeil und Bogen, Wilkommen in Amerika!

Werbung an der Autobahn. Kinderspielzeug: Gewehr, Pfeil und Bogen, Willkommen in Amerika!

Später fand ich dann eine Nebenstrasse die durch Farmland führte. Weiterhin riesige, endlose Graslandschaft und dazwischen immer wieder Farmen mit Pecannussplantagen oder nun auch Mastbetrieben, wo die Rinder auf grossen Flächen gehalten und gemästet werden, damit sie möglichst rasch als Steak’s in den Supermärkten verkauft werden können. Ein trauriger Anblick angesichts dieser riesigen Weiden, aber der Profit zählt mehr als das Tierwohl.

So wird billiges Fleich "produziert".

So wird billiges Fleisch „produziert“.

Dank dem guten Rückenwind war ich schon um halb drei Uhr in Deming und konnte mich im Motel ausruhen, Kleider waschen und den Blog bearbeiten. Später sah ich noch einen anderen Tourenfahrer im Motel ankommen. Ich plauderte etwas mit ihm. Er ist im Norden an der Ostküste gestartet, die ganze Küste nach Süden heruntergefahren und nun auf dem Weg nach Los Angeles. Er will anschliessend weiter durch Mexiko nach Panama. Da wir die nächsten Tage die selbe Route fahren werden wir morgen voraussichtlich gemeinsam nach Lordsburg radeln. Mal sehen wie das zusammenpasst. Auf jeden Fall spannend, so immer wieder auf neue Menschen und ihre Geschichten zu treffen.

Ein Kommentar

  1. Howdie Fredi
    Es ist nach wie vor spannend deine Berichte zu lesen und deine eindrücklichen Impressionen in Wort und Bild zu geniessen!
    Weiterhin eine sichere und spannende Reise! Take care…

    Gruess
    d Buschor-Family

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