Tag 28: (10.11.14) New Orleans – Morgan City

Distanz: 137.3 km / Gesamt: 2118.8 km / Fahrzeit: 6 Std. 55 Min. / Durchschnitt 19.87 km/h

Morgens 17, Nachmittags 25 Grad, Wind aus Nord (= teils Gegenwind, zum Teil böig).

Solofahrt

Heute war also mein erster Tag an dem ich alleine unterwegs war. Ich habe mir nach drei Ruhetagen ein weiteres Ziel gesetzt. Wenn alles klappt, wollte ich es bis „Morgan City“ schaffen.
Also war klar, das ich früh starten müsste. So war der Wecker auf 05.30 Uhr gestellt. Trotzdem schaffte ich es mit duschen, packen und alles klarmachen erst um 07.15 Uhr auf das Rad. Die Fahrt aus New Orleans sollte gemäss „Google Maps“ locker auf dem Damm am Mississippi starten. Leider war es schon nach 4 Kilometer mit dem super Teerbelag zu Ende und ein tiefer Kiesweg machte die Weiterfahrt mit einem schwer beladenen Tourenrad unmöglich.

Solostart auf dem noch gut geteerten "River Trail".

Solostart auf dem noch gut geteerten „River Trail“.

Abschied von New Orleans unter den beeindruckenden Brücken.

Abschied von New Orleans unter den beeindruckenden Brücken.

Also musste ich auf die lokalen Strassen ausweichen. Viel Verkehr und noch mehr Lastwagen machte die Fahrt nicht einfach. Nach einer Stunde standen erst 14 Kilometer auf dem Tacho. Ich begann zu zweifeln, ob ich es bis zum geplanten Ziel schaffen würde. Um 17.30 Uhr ist es hier schon richtig dunkel und dann sollte man definitiv am Ziel sein.
Ich suchte eine neue Route auf dem Handy und entschied mich rasch möglichst auf den „Hwy 90“ zu kommen und hoffte auf einen guten Seitenstreifen. Die Entscheidung hat sich zum Glück als richtig erwiesen. Fast den ganzen Tag fuhr ich heute wieder auf der „90 West“. Das ist genau die Richtung in die ich will. Der Seitenstreifen war von unterschiedlicher Qualität und oft musste ich mir im Zentimetebereich einen Weg durch all den Abfall, die Unebenheiten, Glasscherben etc. suchen. Es hat geklappt. Keinen platten Reifen heute!

Auf solchen Seitenstreifen ist es nicht immer einfach zügig und pannenfrei vorwärts zu kommen.

Auf solchen Seitenstreifen ist es nicht immer einfach zügig und pannenfrei vorwärts zu kommen.

Sicher gibt es idyllischer Strassen aber im Moment zählt für mich eher „Meilen machen“. Ein weiterer Vorteil auf diesen Strassen: NO DOGS!
Das macht das Fahren doch einigens entspannter, wenn man nicht dauernd von Hunden angebellt oder gar verfolgt wird.
So war heute mal Zeit die Kopfhörer zu montieren und etwas Musik zu hören. Es wurde ein „Swiss Day“. Von „Patent Ochsner“, „Züri West“, „Sina“ bis zu „Stefan Eicher“ haben mich alle auf der Reise begleitet und ich konnte laut und falsch mitsingen, den es war ja niemand da der hätte reklamieren können. Es war ein anderes Fahren ohne Barbara im Rückspiegel, aber daran werde ich mich in den nächsten Tagen gewöhnen.
Ich fuhr durch ein riesiges Gebiet mit grossen Zuckerrohrfeldern und Sümpfen.

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Die Strassen müssen hier kilometerlang auf Stelzen gebaut werden. Ich habe mal 16 km gemessen.

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Links und recht der Strasse viel Wasser.

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Oft erinnert es ein bischen an einen „Märchenwald“.

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Viele Brücken und oft war die Strasse kilometerlang auf „Stelzen“ gebaut.

Heute habe ich neben den leider üblichen toten Tieren am Strassenrand auch einige tote Eulen gesehen. Es macht einem auch nach mehr als 2000 km immer wieder traurig, wieviele Tiere hier dem Verkehr zum Opfer fallen. Zum Glück gibt es auch positive Erlebnisse. Ein süsser Waschbär am Strassenrand, der sich von meiner Vorbeifahrt nicht stören liess.
Ansonsten war es das was ich erwartet habe und wie es auch die nächsten Tage weitergehen wird. Meilen machen und eine gute Route zu finden steht für die nächsten Tage im Vordergrund.

Hier ein "Röhrenlager" in amerikanischen Dimensionen. Es gibt viel zu verlegen.

Hier ein „Röhrenlager“ in amerikanischen Dimensionen. Es gibt viel zu verlegen.

Im Moment plane ich so zwei, drei Tage voraus und beobachte das Wetter um zu sehen, was möglich ist. Zuviel Gegenwind kann die Pläne schnell unmöglich machen. Für Morgen ist Lafayette das Ziel. Es wird wieder mehrheitlich auf dem „Hwy 90“ nach Norden gehen. Leider ist kein Südwind in Sicht. Ok, dann muss ich mich auf dem Rad halt etwas mehr hinlegen und in die Pedale treten.
Apropos Unterkunft: War heute wieder keine Frage: 46 Fr. inkl. Pool zum Abkühlen und die Muskeln zu entspannen sowie WLAN für den Blog und ein Frühstück. Da bleibt das Zelt sauber verpackt in der Tasche.

Und die paar Kilometer die Barbara zu 2000er fehlten habe ich heute auch noch zurückgelegt. Also noch gut 3000 vor mir.

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