Etappe 14: Zagorje – Cres (12.09.2023)

ROUTE

Heute Mittag kurz vor 13 Uhr haben wir nach 803 km und 4300 Höhenmeter unser Ziel in Cress erreicht!

Ziel erreicht

Es ist immer wieder ein schönes Gefühl, wenn man so eine Reise unfallfrei beenden kann. Dazu hat uns diesmal auch der Pannenteufel nicht erwischt. Vielleicht lässt er ja mit den Ü60 etwas Nachsicht walten.
Wir sind auf jeden Fall froh und dankbar, gut hier angekommen zu sein.
Heute war nochmals frühes Ausstehen angesagt.

Morgendlicher Ausblick in den Garten unserer Unterkunft
Die Häuser in der Nachbarschaft

Kurz nach 7 Uhr wollten wir los um die 08.15 Uhr Fähre auch sicher zu erreichen. Die Fähre fährt aktuell im 90 Minutentakt und 90 Minuten früher oder später machen aktuell in Bezug auf die Hitze einiges aus.
Unser Gastgeber Otto verabschiedete sich von uns und bestaunte nochmals unsere „speziellen Räder“. „Ich habe ja oft Fahrradfahrer als Gäste, aber sowas habe ich noch nie gesehen. Gute Reise und bleibt Gesund“ waren die Worte die er uns mit auf den Weg gab.
Bis zur Hauptstrasse hoch war das Schieben schon fast Pflicht.

Steigungen können einfach nicht fotografiert werden.

Über 14% Steigung mit bepackten Liegern, wer hier an fahren denkt verkennt die Physik.
Auf der Hauptstrasse angekommen genossen wir dann die Fahrt auf der Küstenstrasse. Das Morgenlicht war wiederum eine Belohnung für’s frühe Aufstehen und so radelten wir entspannte Richtung Brestova, von wo aus uns die Fähre nach Cres übersezten würde.

Runter zum Fähranleger

Zum Fähranleger ging es steil bergab und wir mussten zwischendurch unseren Bremsen eine kleine Abkühlpause gönnen, denn die wurden bei dem Gefälle und Gewicht ganz schön gefordert.

Schönstes Morgenlicht

Nach der Fährüberfahrt organisierten wir uns in einem kleinen Stassenkaffe noch etwas zu Essen und kalte Getränke, denn nun würden wir die nächsten 2 Stunden mit Berghochfahren beschäftigt sein.

Das Gute an dieser Steigung ist, dass die Autos von hinten immer nur schubweise im Takt der ankommenden Fähren kommen. Lokalen Inselverkehr gibt es auf diesem Abschnitt so gut wie nicht.
Also hatten wir fast 90 Minuten freie Bahn. Wir staunten, wie sich die Strasse gegenüber 2016 verändert hatte. Viel breiter ausgebaut und gefühlt auch etwas flacher angelegt. Es kann nicht viel sein, denn die Linienführung ist in etwa noch dieselbe, aber da und dort eine kleine Zwischensteigung zu eliminieren sowie einen feineren Belag macht offensichtlich viel aus.
Auf jeden Fall schafften wir den gesamten Anstieg ohne Schiebepassage, was uns schon ein gutes Gefühl gab.

Wie vor 7 Jahren. Barbara bezwingt den Aufstieg: BRAVO!!!

Die Arbeiter, offensichtlich Menschen aus China, waren an vielen Stellen intensiv am arbeiten und die Strasse wird in Zukunft kaum mehr wieder zu erkennen sein.

Hier wird ein Schutznetz gegen Steinschlag montiert.
Die Fahrbahnverbreiterung ist in vollem Gang

Nach 90 Minuten war es Zeit für eine kurze Pause im Schatten, denn der nächste Pulk von Fahrzeugen war von der Fähre ausgespukt worden. Danach ging es weiter und schon bald hatten wir die höchste Stelle erreicht.

Höhe geschafft.

Auch während dem Hochstrampeln genossen wir übrigens unsere neuste Anschaffung, die es ermöglicht, dass wir uns unterwegs via Bluetooth unterhalten können. Diese Teil hat sich vor allem in den Städten als sehr nützlich erwiesen, da wir so problemlos kommunizeren und auf Abzweigungen oder anderes Hinweisen können. Es funktioniert bis auf eine Distanz von etwa 150 Meter recht gut. Leider ist die Akkulaufzeit noch nicht so gut, dass es für einen ganzen Tag hält, aber es geht in die richtige Richtung.

Mit diesem kleinen Gerät lässt sich jeder Fahrradhelm zu einer „Kommunikationszentrale“ nachrüsten.

Was folgte ist der Traum jeden Radlers. 6-7 % Gefälle, breite Strasse mit gutem Belag und kaum Verkehr.

Einfach tolle

So genossen wir die Abfahrt Richtung Cres und können nur sagen: Auch das zweite mal war diese Tour einfach wunderschön.

Herrliche Abfahrt

Wir bleiben nun eine Woche hier und geniessen das Meer und die Umgebung von Cress, bevor es mit der Fähre nach Rijeka geht. Von dort mangels Alternative mit einem Taxishuttle nach Triest und dann mit dem Zug via Venedig nach Zürich.
Euch Lesern danken wir für’s mitlesen und natürlich ganz besonderen Dank an all die lieben Kommentare, ob auf dem Blog oder direkt zu uns auf WhatsUp.
Es hat einmal mehr Spass gemacht die täglichen Eindrücke aufzuschreiben, mit euch zu teilen und unser Tagebuch ist somit auch schon erstellt.

5 Kommentare

  1. Vielen Dank euch zwei für eure Kommentare. Es war uns eine Freude zu wissen, das ihr in Gedanken mit uns auf der Reise dabei seid. Ganz herzliche Grüsse von uns nach Tucon.

  2. Lieber Fredy und liebe Barbara Wie schön war das, jeden Abend eine neue Etappe eurer Reise mitlesen und -erleben zu können! Habt herzlichen Dank für die schönen Bilder und die lebhaften Beschreibungen! Ich spüre förmlich den Fahrtwind, wenn ihr auf dem Video dem Meer entgegen saust und den Gegenwind auf den schmalen Schotterwegen habe ich gründlich verwünscht… Meine Kommentare sind wohl nicht angekommen, deshalb versuche ich’s nun mit „antworten auf diese mail“… mal sehen, ob es so funktioniert. Geniesst noch den Rest eurer Ferien auf Cres und dann wünsche ich euch eine gute Heimreise. Auf dass das mit dem Shuttle reibungslos klappt und ihr euch gemütlich wieder nordwärts „verschiebt“! Herzliche Grüsse Stefanie

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