Etappe 11: 12.05.2018 Venice – Long Beach

Distanz: 51 km, Total 800. km, Durchschnitt 16.01 km/h, Fahrzeit 3 Std. 09. Min.

Für die heutige Etappe habe ich in der Planung ein gemütliches „beachcruisen“ geplant. Leider spielte das Wetter nicht so mit und aus der Fahrt an der Sonne wurde eine mehr oder weniger kühle, teilweise feuchte Etappe dem Strand entlang. Trotzdem war es gemütlich, denn dies war meine bisher kürzeste Etappe und so startete ich ganz entspannt. Mein Motel letzte Nacht erinnerte mich eher etwas an meine früheren Reisen in Indien oder Pakistan. Zwar war es gut gelegen, aber mit der Sauberkeit war es nicht wirklich weit her. Ich packte also meinen Schlafsack aus um zu vermeiden, in diesem etwas schmuddeligen Bettzeug schlaffen zu müssen. Immerhin war die Lage ganz gut, so dass ich gestern Abend zu Fuss bei einem guten Mexikaner etwas essen konnte. Wenn man mit dem Rad unterwegs ist, ist die Lage der Unterkunft eben auch ein wichtiger Faktor. Mit dem Auto zum Essen ein paar Kilometer zu fahren mag ja in Ordnung sein, mit dem Rad durch dunkle Quartierstrassen radel zu müssen ist aber nicht meine Sache.

Ich hätte es ahnen sollen, den es machte auch von Aussen einen sehr indischen Eindruck.

Es hielt mich also nichts an diesem Ort und ich machte mich am Morgen frühzeitig auf den Weg. In der Nacht hatte es geregnet und es war noch kühl, so dass wieder mal „Zwiebelschicht“ angesagt war. Die Route war heute wirklich perfekt. Kurz nach dem Hotel konnte ich auf einen Radweg einbiegen, der mich fern vom Verkehr immer den Stränden entlang bis in den Süden von Los Angeles führte.

Marina Del Rey. Retro „Hafenromantik“

Schöne Wohnlagen, direkt am Strand.

 

An der Dockwiler Beach machte ich eine längere Pause und bestaunte die vielen Flugzeuge die hier im Minutentakt vom Internationalen Flughafen LAX starteten. In einem Beachcafe genoss ich mein Frühstück und schaute etwas den Surfern zu die versuchten Ihre perfekte Welle zu finden.

Sie versuchen mit Planen die Errosion der Hügel aufzuhalten, denn sie haben buchstäblich „auf Sand gebaut“.

Logenplatz für Flugzeugenthusiasten. Leider spielte das Wetter zum fotografieren nicht mit.

Ich habe mich gesteigert. Heute beim Frühstück schon mal eine tolle Aussicht und einen richtigen Teller. Nur das Besteck bestand nach wie vor aus Plastik.

Auf dem Radweg waren viele Leute unterwegs. Familien wie auch Rennradclubs, die den freien Samstag für eine Fahrt entlang der Küste genossen. Ich machte immer wieder kleine Pausen, fuhr da und dort in die Hafenanlagen um die Boote zu bestaunen und genoss es, heute einfach mal gemütlich zu pedalen. Gut 30 Kilometer konnte ich heute so auf separaten Radwegen zurücklegen.

Bei den Fensterfronten können Sie des Ausblick wirklich geniessen.

Hier mal ein „Vorher – Nachher Bild“ zum Häuserbau in Kalifornien. So toll sie auch aussehen, es ist nichts als Holzlatten und Holzbeplankung. Alles schön verputz und fertig! Hier wird eben nicht für die „Ewigkeit“ gebaut.

Ein Stadtdurchquerung könnte schlimmer sein.

In der Gegend von Torance musste ich dann die Küste verlassen und quer durch die Stadt fahren. Auch das klappte ganz gut, denn am Samstag waren die drei Fahrbahnen nicht so stark mit Verkehr belastet, so dass ich die rechte Spur meist für mich in Anspruch nehmen konnte. Kurz vor dem Ziel durchquerte ich noch ein riesiges Industriegelände mit Raffinerien, Containerterminals und einigem Lastwagenverkehr.

Zuerst viel Industrie …

und schon bald wieder Einfamilenhausidylle.

Auch der Abschnitt in der Stadt verlief an diesem Samstag recht stressfrei. Am frühen Nachmittag hatte ich mein Ziel erreicht und machte zu Fuss noch einen Spaziergang an den Strand und zum Hafen. Hier findet morgen ein grosses Radrennen statt. So etwas wie die „Tour de Swiss“ von Kalifornien. Die Strassen sind schon abgesperrt und die Festzelte aufgebaut. Vielleicht schaue ich mir das Morgen noch kurz an, sofern es in meinen Tagesplan passt.


Die Queen Mary wird heute im Hafen von Long Beach als Hotel genutzt.

Nochmals kalifornischer „Hafencharme“. Sieht hier überall sehr ähnlich aus.

Auch grosse Büro- und Appartementsgebäude stehen mache am Strand.

Er bewachte heute die Bootsstege.

Das Ziel ist aufgebaut, die Strassen gesperrt und …

 

das Schweizer BMC-Team hoffentlich bereit.

Auch Morgen habe ich nicht allzu weit zu meinem nächsten Warmshower Gastgeben. Ich freue mich schon jetzt auf eine weiter, spannende Begegnung.

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