Tag 1: Kaltstart

Freitag 16. September 2016

Bahnfahrt Winterthur – Scuol

Radstrecke: Scuol – Martina – Nauders – Reschenpass – Mals = 59.5 Km,
Fahrzeit 4 Std. 40 Min., Durchschnitt 12.8
Wetter: ganzer Tag bedeckt, ab Nauders viel Gegenwind, Regen erst 5 Minuten vor dem Ziel 🙂

Endlich haben wir mal wieder etwas Zeit unsere Pferdchen auszuführen. Wir wollen Ihnen diesmal die Adria zeigen! Gestern Abend haben wir noch einen letzten Check gemacht. Alles gepackt, Räder ok, ready to go! Wirklich? Ein Blick auf Barbaras Vorderrad verrät das hier etwas nicht stimmt. Ihr Pferdchen steht auf der Felge. Naja, dann muss halt vor dem ins Bett gehen noch ein Schlauchwechsel gemacht werden. Dabei wird auch der Reifen genau auf allfällige Dornen kontrollieren. Nichts gefunden und neuen Schlauch eingesetzt. So jetzt kanns also losgehen.
Da wir bereits am Ausgangsbahnhof der S12 in Seen einsteigen haben wir locker Zeit und keine Probleme um unser Lieger zu platzieren. Was für ein Bild, wie diese so erwartungsfroh nebeneinander stehen und sich offenbar genauso wie wir auf die Reise freuen.

Bereit für die grosse Reise, fast ;-(

Bereit für die grosse Reise, fast ;-(

 

Aber was sehe ich da? Barbara’s Pferdchen hat schon wieder einen lahmen Vorderfuss. Offensichtlich ist im Pneu doch ein unentdeckter Gegenstand vorhanden, der die Schläuche zerstört. Heute Morgen bei der Abfahrt war noch alles ok und nun nach nur 4 Kilometer wieder einen Platten. In der S12 bleibt keine Zeit für eine Reparatur. Also mit Plattfuss in Zürich umsteigen. Dort drängen sich neben uns noch einige andere Velofahrer ins „Veloabteil“ im Zug nach Chur. Trotzdem können wir uns einen Platz ergattern und so habe ich nun auf der Fahrt von Zürich bis Landquart Zeit, den Pneu zu wechseln und nochmals einen neuen Schlauch einzusetzen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich bereits nach wenigen Velokilometer zu unserem Ersatzreifen greifen muss. Immerhin, der scheint nun dicht zu sein.

Ich bin auch eine Velowerkstatt

Ich bin auch eine Velowerkstatt

Kurz nach 12 Uhr treffen wir im bedeckten und kühlen Scuol ein. 7 Grad zeigt das Termometer und der Wind tut sein übriges. Immerhin, wir sind startklar.

Starklar

Starklar

image

Fast leer Strassen im Unterengadin

 

Los geht’s auf der Hauptstrasse das Tal abwärts Richtung Martina. Dank wenig Verkehr fühlen wir uns trotz fehlendem Radstreifen sicher und versuchen uns langsam aufzuwärmen und in den Tourmodus zu kommen. In Martina überqueren wir die Grenze zu Österreich und nun steigt die Strasse auf den nächsten gut 7 Kilometern fast 400 Höhenmeter an.

Erste Grenzüberfahrt nach Österreich

Erste Grenzüberfahrt nach Österreich

Also kleiner Gang einlegen und den Rythmus finden. Die Harnadelkurven sind nummeriert und wir zählen langsam Rückwärts. Etwas mehr als eine Stunde sind wir, schwer beladen, mit diesem Aufstieg beschäftigt. Obwohl wir nur langsam vorankommen fühlen wir uns am Ende des Aufstiegs auf der Norbertshöhe doch noch ganz gut. Jetzt geht’s erst einmal rasant hinunter nach Nauders, wo wir auf einen toll ausgeschilderten Radweg treffen, der uns den Weg nach Reschen und Mals weist.

Ab Nauders steigt es nocheinmal moderat an, aber der kalte und kräftige Gegenwind macht das Vorwärtskommen sehr beschwerlich. Wir kämpfen gegen den Wind und die leichte Steigung und spüren wie uns der kalte Wind immer mehr auskühlt. In Reschen ist es höchste Zeit sich etwas auszuruhen und zu stärken.

Die Pferdchen warten geduldig bis wir uns gestärkt haben

Die Pferdchen warten geduldig bis wir uns gestärkt haben

Danach geht es weiter, gegen den Wind und die vielen fiesen kurzen Aufstiege, die der Radweg für uns bereit hält, der am rechten Ufer des Stausees angelegt ist.

Ewiges "auf und ab" sowie Gegenwind lassen die Kräfte schwinden

Ewiges „auf und ab“ sowie Gegenwind lassen die Kräfte schwinden

Bald geht es nur noch abwärts :-)

Sankt Valentin auf der Haide: Schöner Ortsname und bald geht es nur noch abwärts 🙂

Als unsere Batterien bald auf dem Nullpunkt sind haben wir es endlich geschafft. Wir schauen ins Vinschgautal hinab und geniessen die rasante und kurvenreiche Abfahrt nach Mals.

Burgeis, kurz vor Mals

Burgeis, kurz vor Mals

Am Ortseingang beginnt es zuerst leicht zu Regnen und wird dann langsam stärker. Glück gehabt. Wir kommen also trocken in Mals an und werden nur auf der Suche nach einer Unterkunft noch etwas nass. Dabei finden wir auch noch einen Fahrradladen der uns einen 20 Zoll Reifen verkaufen kann. Somit sind wir also auch Ersatzteilmässig wieder bestens vorbereitet und hoffen, dass wir diesen ungebraucht nach Hause nehmen können.
Fazit: Wir sind im Tourenmodus angekommen und Morgen geht’s zu unserem Bürgerort Nr.2, Meran!

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