Tag 21: (03.11.14) Pensacola – Dauphine Island

Distanz: 112.15 km / Gesamt: 1696.8 km / Fahrzeit: 5 Std. 49 Min. / Durchschnitt 19.27 km/h

Morgens 12, Nachmittags 25 Grad, Rückenwind 🙂

sweet home Alabama!

Nach 16 km Florida haben wir die erste Staatengrenze verdient!

Nach 1615 km quer durch Florida haben wir die erste Staatengrenze verdient!

Ja heute war es soweit: Wir haben Florida durchquert und nach gut 1615 Kilometer die Grenze zu Alabama erreicht! Zum Glück sind die kommenden Durchquerungen der Bundesstaaten, mit Ausnahme von Texas,  nicht mehr so lange. Nach einem kleinen Abschnitt Alabama werden wir schon Morgen Mississippi erreichen.

Heute starteten wir um halb acht, aber nur um bereits im nächsten IHOP (international house of pankakes) einen Frühstückstop einzulegen, denn in unserer Unterkunft gab es nur amerikanischen Kaffee (= mehr oder weniger braunes Wasser) und Tee. Das reicht für eine Tagestour als Startprogramm aber auf keine Weise und so besorgten wir uns die nötigen Kalorien halt an einem anderen Ort. Wiedereinmal musste ich beim Blick in die Speisekarte den Kopf schütteln. Da wird doch unter der Rubrik „Frühstück“ tatsächlich ein „T-Bone Steak“ mit „French Toast“ angeboten.
Ich versuchte es dann mit der Version 2 Eier, Modell „Sonnenseite oben“ (=Spiegelei) zwei Speckstreifen und zwei Pankakes. Diese waren aber so süss, dass ich nach dem ersten kapitulieren musste. Da hatte Barbara mit der Vegiomlette eindeutig besser gewählt. Dann habe ich noch telefonisch abgeklärt, ob die Fähre heute in Betrieb ist und nach der positiven Antwort das Motelzimmer in Dauphine Island gebucht. Da der Wind auch noch die Richtung gewechselt hatte und uns heute von hinten unterstützen würde, stand einer gemütlichen Sonntagsfahrt an einem Montag nichts mehr im Wege.

An diesem Platz hätten wir auch noch gerne gefrühstückt.

An diesem Platz hätten wir auch noch gerne gefrühstückt.

Die Fahrt aus Pensacola verlief erstaunlich ruhig und meist war ein Seitenstreifen vorhanden. Über zwei Brücken erreichten wir schliesslich „Cotton Bayou“ und konnten von nun an einfach noch geradeaus fahren.
Auf der Seite zum offenen Meer hin folgte ein riesiger Hotelbunker dem nächsten. Sie waren sich alle zum verwechseln ähnlich und irgendwie langweilig. Für alle die die Geschichte von „Asterix und Obelix“ gelesen haben wissen, wie eine „Trabantenstadt“ aussieht. Genauso sah es hier aus.

Wir genossen den Rückenwind, konnten einen Gang höher schalten und einfach ab in Richtung Südwesten radeln.

Gute Strasse, genug Platz, Rückenwind. Alles was wir brauchen.

Gute Strasse, genug Platz, Rückenwind. Alles was wir brauchen.

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Nicht nur auf Sand, auch auf Stelzen gebaut.

Nach und nach nahmen die Hotelbunker ab und machten schmucken Ferienhäusern Platz. Diese waren, wie überall an der Golfküste, mehrheitlich auf einem Holzgerüst gebaut, um im Falle einer Überflutung weniger Schaden zu nehmen. Der Verkehr wurde ebenfalls weniger und wir genossen die lockere Fahrt. Plötzlich wie aus dem Nichts tauchte eine Tafel mit der Aufschrift: „Dead End“ auf. „Nein, nicht schon wieder“ fuhr es mir durch den Kopf, als wir an einer Schranke standen, welche die letzte Siedlung hier Bewachte und jedem Fremden den Zutritt verwehrte. Das Navi kannte keine Gnade und zeigte mir, dass wir einen Abzweigung vor 10 km. verpasst hatten. Aller Ärger machte die Sache auch nicht besser und wir mussten gegen den starken Wind zurückfahren. Die nächsten gut 45 Minuten kosteten viel Kraft und wir waren froh, als wir den Abzweigpunkt erreicht hatten. Wir konnten uns wenigstens damit motivieren, wieder ein paar Zusatzmeilen für Kokou gefahren zu sein.

Nun liess ich die Karte auf dem „Handy-Navi“ kaum mehr aus den Augen. Wenn wir dieses Tempo durchhalten konnten, würden wir noch die Fähre um 16.15 Uhr erreichen. Wir hatten also ein klares Ziel und das spornt bekanntlich an. Plötzlich sah ich, wie Barbara im Rückspiegel immer weiter abfiel. Ich stopte und warten bis sie aufgeschlossen hatte. „Mein Vorderreifen ist platt.“ rief sie als sie in die Nähe kam. „Das darf doch nicht wahr sein, schon wieder. Uns war klar, dass so die Fähre nicht mehr sicher erreicht werden konnte. Da dies ein Reifen mit grünem „Wunderslime“ war, versuchten wir es einfach einmal mit aufpumpen. Das klappte prima und der Reifen blieb bis ins Hotel dicht, so dass wir die Fähre noch erreichten.
Euch allen zu Hause die uns für den heutigen Tag die Daumen gedrückt haben damit alles klappt ein herzliches DANKE. Das haben wir wirklich gebraucht!

Ziel erreicht

Ziel erreicht

 

Diese kleine Fähre erspart uns 130 km Umweg!

Diese kleine Fähre erspart uns 130 km Umweg!

Schon lange habe ich mir im Rahmen der Vorbereitung, beim Lesen der verschiedenen Blogs, diesen Moment auf der Fähre vorgestellt und nun waren wir „on board“!

Wir habens geschafft: auf der Fähre!

Wir habens geschafft: auf der Fähre!

Kein Nebel, kein Sturm, kein Motorschaden hat die Überfahrt für uns, im Gegensatz zu vielen „Vorausfahrern“ behindert. Wir waren auf dem Schiff und der Zeitplan bis New Orleans scheint perfekt aufzugehen.

Die zwei dürfen sich mal ausruhen!

Die zwei dürfen sich mal ausruhen!

Auf diesen Plattformen in der "Mobile Bay"  wird Erdgas gefördert.

Auf diesen Plattformen in der „Mobile Bay“ wird Erdgas gefördert.

just nice

just nice

In Dauphine Island sind wir im einfachen, aber sehr sauber und gut geführten „Gulf Breeze Motel“ untergekommen. Also beste Voraussetzungen um uns gut zu erholen um für die morgige Etappe nach Biloxi bereit zu sein. Dies wird die drittletzte Etappe für Barbara. Schade das die gemeinsame Fahrt bald zu Ende geht.

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