Noch 5 Tage

In den letzten Tagen konnte ich auf der „to to liste“ wieder so einiges abarbeiten. Die Fahrräder haben bei „Fateba“ noch einen letzten Check bekommen. Das Team um Markus hat einen guten Job gemacht. Die Schaltung ist mit neuem Öl gefüllt, so dass sich all die vielen Zahnräder für die 14 Gänge in der Nabenschaltung so richtig wohl fühlen. Den Bremsen wurden neue Beläge verpasst, schliesslich werde ich diese auf 5000 Kilometer öfters mal betätigen müssen und dann sollen sie ihre Arbeit wie erwartet erledigen können. Das Schuhwerk (sprich Reifen) meines Liegers wurde ebenfalls erneuert. Ich habe mir die neuen Schwalbe Marathon plus montieren lassen. Gemäss Hersteller sollen dies „unplattbar“ sein. Ich bin gespannt und werde darüber akkribisch Buch führen. Hoffen wir mal, das ich am Ende der Tour sagen kann: Kompliment, nicht zu viel versprochen!

Unsere Radtaschen sind soweit gepackt und abgewogen. Ab und zu werfen wieder mal einen Blick hinein und überlegen, ob wir dies oder das noch zu Hause lassen könnten. Schliesslich muss jedes Kilo zu viel mit Muskelkraft vorwärts bewegt werden. Die Tatsache dass wir im Notfall fehlende Teile in der Regel in den USA problemlos kaufen können, erleichtert uns den Entscheid das Eine oder Andere wieder auszupacken. Auf vielen Veloblogs habe ich gelesen, das vor allem die Greenhorns (wie wir) auf ihrer ersten Tour zu schwer bepackt waren und schon bald einen Teil des Ballast wieder nach Hause schicken mussten. Barbara ist bei 11 kg angelangt. Ein guter Wert! Natürlich hat sie auf das Beauty Case, die Highheels, das kleine Schwarze usw. verzichtet, aber schliesslich planen wir ja auch keine ausgiebigen Partynächte sondern brauchen vorwiegend funktionale Klamotten.

Bei mir sind es mit Zeltausrüstung inkl. Matten und Schlafsäcke für beide, Fotoapparat, GoPro, iPad mit allen Ladekabeln sowie Veloersatzteilen inkl. 1 Ersatzreifen nun etwa 21 Kg. Somit also schon nahe an der „Schmerzgrenze“. Mal sehen ob sich für die finale Packversion bis am Freitag noch etwas optimieren lässt.

Und dann war da am 26.09. noch das Kokou-Fest in Zürich. Ich war zusammen mit Barbara dort und wir hatten die Gelegenheit Kokou und seine Frau Elisabeth sowie das Leitungsteam des Vereins „Freundinnen und Freunde von Kokou“ persönlich kennen zu lernen.

Treffen mit Elisabeth und Kokou am 26.09.2014

Treffen mit Elisabeth und Kokou am 26.09.2014

Ich habe an diesem Anlass auch das Sponsoringprojekt kurz vorgestellt und viele positive Rückmeldungen bekommen. Kokou und Elisabeth haben über den aktuellen Stand ihres Spitals sowie die Zukunftspläne berichtet. Es war sehr eindrücklich aus erster Hand mehr über ihre Arbeit in Togo zu hören. Sie schilderten eindrücklich iher Alltag in der Klinik nördlich von Lome und mit welchen Schwierigkeiten sie immer wieder konfrontiert sind. Beeindruckt hat mich auch das persönliche Engagement mit welchem sie sich für eine Verbesserung der Lebenssituation der Patienten vor Ort einsetzen. Neu werden sie auch eine gynäkologische Abteilung eröffnen um schwangere Frauen während der Schwangerschaft und Geburt betreuen zu können. Auch bei den Vereinsmitgliedern habe ich viel Engagement und positive Energie gespürt. Ich bin mehr denn je überzeugt mit diesem Sponsoringprojekt eine gute und wichtige Sache unterstützen zu können und das jeder Franken sehr direkt zugunsten der Betroffenen eingesetzt wird. In diesem Sinne war das Fest für mich eine gute Erfahrung und wird mir Unterwegs ab und zu als „Motivationsspritze“ dienen, wenn es mal nicht so rund läuft oder de Motivation etwas in den Keller sackt. Also, wer es noch nicht gemacht hat, es ist nie zu spät sich noch als Sponsor anzumelden! Einfach ein Mail an liegerad@gmx.ch senden, den eingesetzten Betrag in Rappen pro Meile angeben und schon ist du dabei.

In den nächsten zwei Tagen muss nun im Büro noch die Übergabe an meinen Stellvertreter über die Bühne und dann darf ich die geschäftlichen Gedanken bis ins neue Jahr in der Betriebszentrale Ost lassen.
Danke Kollegen, echt nett von euch mir all das abzunehmen!

Ein Kommentar

  1. Hallo ihr beiden Abenteurer!
    In wenigen Stunden gehts los, bald liegt ihr in euren Velos und die Reise beginnt! Wir hoffen alle, dass ihr diese spannende und interessante Reise geniessen könnt. Dass ihr jederzeit genug Luft unter den Felgen habt, dass euch kein Gürteltier in die Speichen hüpft und die Trucks genügend Distanz zu euch haben!
    In diesem Sinn, viel Spass und passt gut auf euch auf, wir „verfolgen“ euch virtuell regelmässig und sind gespannt auf eure Eindrücke.

    Lieber Gruss
    Marco, Patricia und Severin

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