Distanz 64 km, Total 180 km
Heute erlebten wir eine Premiere. Wir sind die für Morgen geplante Etappe schon heute gefahren und mit dem Zug wieder nach Trapani zurückgekehrt. Die Gründe liegen beim Wetterbericht, wie ich gestern im Blog ausführlich erklärt habe.
So genossen wir heute eine wunderschöne Fahrt entlang der Westküste. Da das alles auch noch ohne Gepäck gefahren werden konnte, machte es diese Tour am Samstag zu einer richtigen „Sonntagsfahrt“.
Wir fuhren auf ruhigen Strassen aus Trapani.

Dann war ein kurzes Stück Hauptstrasse unumgänglich aber schon bald konnten wir rechts abbiegen und es wurde wieder ruhiger.

Die Gegend hier ist für ihre Salinen bekannt. Wir konnten die Absetzbecken und auch die Salzhügel gut von der Strasse aus sehen und genossen die Fahrt entlang dieser besonderen Landschaft.


Wo es Salinen gibt, ist es in der Regel auch immer flach. Heute waren also kaum Höhenmeter zu machen. Wirklich erholsam.

Immer wieder gab es Radwege, die wir für mehrere Kilometer nutzen konnten. Vor allem um Marsala gab es sie fast durchgehend.

Nördlich von Marsala ist das offensichtliche Zentrum für den „Salinentourismus“. Es gab ein Besucherzentrum wo Bootsausflüge in die Salinen angeboten wurden. Noch hielt sich der Besucheransturm in Grenzen aber wer das mal besuchen will, ist wohl gut bedient die Hauptsaison zu meiden.


In Marsala machen wir einen kurzen Lunchstop. Anschliessend fuhren wir weiter, immer direkt dem Meer entlang.

Die Sonne hatte in der Zwischenzeit die meisten Wolken aufgelöst und es fühlte sich fast schon etwas wie eine Sommertour an. Auf jeden Fall waren nach der Mittagspause kurze Ärmel angesagt! So gefällt mir das.
Der Ort Petrosino erinnerte mich an eine kleine Siedlung irgendwo in Texas. Links und rechts der schnurgeraden Strasse Strasse standen einige kleine einstöckige Gebäude. Es war kaum jemand auf der Strasse zu sehen. Barbara fragte:“Haben die hier noch Corona?“ Wir hoffen nicht.


In der Gegend wird viel Wein angebaut, aber auch sonst werden die Felder unterschiedlich landwirtschaftlich genutzt.
Ab und zu wird mit grossen Windrädern auch Strom geerntet.
Auf der ganzen Tour konnten wir entlang der Küste auch immer wieder sehen, welche Schäden die Winterstürme hier verursacht hatten. Viele Strandlokale wurden beschädigt, überall Berge von angeschwemmten Seegras und Sand der weit über die Küstenstrasse in die Wohngegenden geweht wurde.


Es gibt noch viel Arbeit, bis wieder alles in Stand gestellt ist.
Kurz nach 15.30 Uhr erreichten wir das Etappenziel, den Bahnhof von Mazara del Vallo.


Der Zug zurück nach Trapani fuhr pünktlich ein und unsere Räder hatten problemlos Platz im fast leeren Zug.


Schon 60 Minuten später waren wir wieder in der Unterkunft, wo die Wäsche am offenen Fenster in der Zwischenzeit gut getrocknet war. Somit sind wir für die nächten Tage wieder gut mit Ersatz Kleidern ausgerüstet.

Morgen werden wir es ruhig angehen. Ausschlafen, wenn das Wetter nicht zu garstig ist vielleicht noch in’s Bergdorf Erice. Auf jeden Fall dürfen wir Morgen den Zug um 15.20h nicht verpassen. Da Morgen Sonntag ist, gibt es ganze vier Verbindungen nach Mazara del Vallo. Es wird schon klappen.
Morgen gibt es also Blogpause. Bis am Montag.
Ciaoo a voi due🤗🤗
Wunderbar deinen euren Reisebericht zulesen🤩…so interessant und auch sehr schön freue mich auf weitere Berichte und Bilder
Buona giornate Sonja& Enzo
Wie immer macht ihr so eine wunderschöne Reise! Wir auch genießen alles!