Nun geht unsere Reise nach eine gemütlichen Ruhetag in S.M.di Leuca zum ersten mal seit langen wieder nordwärts.
Gestern haben wir mit einem kleinen Ausflugsboot noch eine kurze Tour entlang der zerklüfteten Steilküste gemacht. Noch ist das Angebot an Bootstouren im Vergleich zu möglichen Kunden in einem Ungleichgewicht, so dass es auf den Booten recht entspannt zu und her geht. Mit uns waren noch eine italienische und zwei deutsche Frauen sowie ein jüngeres Paar aus Irland an Bord.


Die beiden haben auch die Möglichkeit für ein Bad genutzt, obwohl es auch für die kühles Wasser gewöhnten Irländer noch ganz erfrischend war. Irgendwo um 17/18 Grad wird das Wasser aktuell haben.

Dann genossen wir noch den Nachmittag im kleinen Ort, der im Sommer (Mitte Juni bis Ende August) nach Aussagen unserer Gastgeber doch sehr überlaufen ist.




Da wir ja schon bald in Lecce, unserem Tourenziel sind, gibt es nun nur noch kurze „Halbtagsetappen“. Nur 37 km standen heute auf dem Programm.



Wir radelten der Küstenstrasse entlang, die entgegen meinen Bedenken, nur sehr schwach befahren war. Auch das ist in der Hochsaison ganz anders. Das wissen wohl auch die diversen Torenanbieter die hier verschiedene Formen von Fahrrad Ferien anbieten. Da gibt es das volle Programm mit E-Bike, Gepäcktransport sowie Begleitfahrzeug mit Veloanhänger, wo man jederzeit ausstiegen kann, bis hin zur „Individualtour“, wo man vor Ort ein Fahrrad und die Route entlang der vorgebuchten Hotel’s bekommt. Das Gepäck wird auf Wunsch von Hotel zu Hotel gefahren. So sahen wir heute einige Gruppen und auch Paare, die mit den unterschiedlichsten Tourenformen hier unterwegs waren.


Mit einem Paar aus Berlin, dass mit Mieträdern, vorgebuchten Hotels und Gepäcktransport unterwegs war, unterhielten wir uns kurz. Sie waren sehr interessiert an unseren Liegern, und die Aussicht auf eine Fahrradtour ohne Schmerzen am Hintern oder Handgelenk liessen die Augen der Frau aufleuchten. „Ja, wenn wir dann mal mehr Zeit haben, könnte das wirklich auch was für uns sein.“
Ich hatte mich sehr auf diesen Abschnitt gefreut und unter anderem deshalb in der 6. Etappe nach Gallipolie an’s ionische Meer gewechselt, damit wir auf diesem Abschnitt das Meer auf „unserer Strassenseite“ haben würden. Leider spielte mir das Wetter einen Streich. Der Himmel war stark bewölkt und bis ins Ziel gab es keine Sonnenstrahlen, dafür ab und zu Regentropfen, so dass wir sogar die leichten Regenjacken hervor kramten. So verschwammen das Meer und die Wolkendecke zu einem „grauen Brei“. Schlecht um schöne, kontrastreiche Fotos zu schiessen.




Die Brücke war der einzige Kontrast 😉
Pech, oder ein guter Grund mal wieder hier in der Gegend zu radeln.
In Pizza Cannone stoppten wir spontan an einem kleinen Lokal. Es war kurz vor halb ein Uhr Mittags, also Zeit etwas zu essen. Dass wir hier wohl ein beliebtes Fischlokal erwischt hatten, merkten wir kurz darauf, als immer mehr Gäste an diesem gewöhnlichen Donnerstagmittag auftauchten. Viele hatten eine Reservation, so dass wir froh waren doch noch einen Tisch zu bekommen.



Nach der Stärkung waren es dann noch lockere 17 km bis ans Ziel. Den Grossteil der 420 Höhenmeter lag zu dieser Zeit schon hinter uns.



Nach weiteren, leichten Regenschauern erreichten wir unser heutiges Hotel. Kaum angekommen wichen die Wolken der wärmenden Sonne, so dass es doch noch „Farbfotos“ gab.


Ein „Gefällt mir“-Kästchen ist eine große Untertreibung! Wir freuen uns sehr, wenn eure Träume und Pläne Wirklichkeit werden! Selbst die „grauen“ Fotos sind etwas Besonderes und Wunderbares!