Anreise nach Bari 25./26.04.2025

Dieses Frühjahr ist es nun soweit. Wir werden in den nächsten zwei Wochen die letzten Kilometer an der italienischen Adriaküste zurücklegen und die Südspitze des Absatz umrunden.

Bevor wir aber die Reise in Bari fortsetzen können, müssen wir zuerst einmal mit unseren Liegern eine längere Zugreise zurücklegen. Ab dem Bahnhof „Milano Potra Garibaldi“ fährt ein Eurocity-Zug mit Fahrradtransport direkt nach Bari. Da er aber schon Morgens um 9 Uhr losfährt, fahren wir am Vortag schon mal nach Monza, um am Samstag den Zug überhaupt erreichen zu können.

Bei leichten Regen fahren wir in den Regen Klamotten zum Bahnhof, hoffentlich müssen wir diese nicht mehr zu oft hervor kramen.

Bereit für die lange Anreise nach Bari
Auch zwischen Lugano und Monza finden wir genug Platz für die Räder.

Mit Umsteigen in Lugano erreichen wir Monza am frühen Nachmittag und haben noch etwas Zeit, die Stadt zu entdecken und und in einem Strassenkaffee auf die nächten zwei Wochen „italianita“ einzustimmen.

Flanieren ist der italienische Volkssport
Der Trompetenbläser schien es anzukündigen.
Plötzlich brauten sich über dem Dom von Monza dunkle Wolken zusammen. Das grosse Gewitter blieb jedoch aus.

Am nächsten Morgen ist dann zuerst wieder einmal „Bahnhof Fitness“ angesagt. Da in Monza nur kleine und defekte Lifte vorhanden sind, heisst es Gepäck und Räder die Treppen runter und wieder rauf zu schleppen. Auch im Bahnhof Portal Garibaldi“ nochmals das selbe Programm.

Zum Glück steht unser Zug schon frühzeitig am Perron, so dass wir in Ruhe die Räder und das Gepäck verladen können. Vor dem Zug steht eine Frau mit zwei ebenfalls mit Gepäck beladenen Räder. Sie erzählt, dass ihr Mann gerade versucht noch Tickets für die Räder zu bekommen, da es beim Onlinekauf nicht geklappt habe. Die beiden sind aus Deutschland und müssen unbedingt mit diesem Zug nach Ancona, wo sie mit der Fähre nach Albanien übersetzen um von dort der Eurovelo 8 entlang nach Patras zu radeln. Als eine Gruppe italienischer Velofahren mit drei weiteren Rädern den Zug besteigt ist mir klar, dass es für das deutsche Paar eng werden könnte. Die Italiener erzählen, dass unterwegs noch eine vierte Person zusteigen werden. Man rechne: Im Zug gibt es sechs Veloplätze, vier haben die Italiener gebucht, zwei wir. Somit sind keine Plätze mehr frei. In der Zwischenzeit ist auch das Zugpersonal vor Ort und will klären, wie es weiter gehen kann, den eines ist klar: Ohne Platz keine Mitfahrt!

Da kommt mir eine Idee. Ich schlage dem Schaffner vor, dass wir unsere Liegern zusammenfalten und in einer Ecke platzieren, damit zwei Hacken für die Tourenradler frei werden.

Zum Glück sind unsere Lieger rasch zusammengefaltet

Irgendwie müssen die doch mitkommen. Zum Glück willigt der Capotreno ein und so sind am Schluss alle an Bord. Es hat uns sehr gefreut, den beiden helfen zu können.

Alle Räder haben einen Platz

Wir plauderten noch etwas zusammen haben rasche einmal mehr gemerkt: Tourenradler verstehen sich auf Anhieb. Wir wünschen euch eine gute Reise!

Wir geniessen die Fahrt der Streck entlang, die wir in den letzten Jahren etappenweise geradelt sind.

Da und dort kamen Erinnerungen auf.

Mit 20 Min. Verspätung trafen wir gegen halb acht Abends in Bari ein. Auf dem Weg zur Unterkunft, mitten in der Altstadt, mussten wir uns zuerst durch den Verkehrsstau und in der Altstadt durch eine wuselnde Menschenmenge kämpfen.

Im abgeschlossenen Innenhof der Unterkunft haben unser Räder ihren Platz gefunden und wir hatten Zeit am nächsten Tag Bari noch zu Fuss zu erkunden. Eine weitere sehenswerte Stadt in Süden Italiens.

Im alten Innenhof sind die Räder gut abgestellt.

Hier ein paar Bilder von unserem Stadtbummel.

Die im Jahr 1106 fertiggestellte Basilica San Nicola.
Im Inneren sehr beeindruckend. Hier liegen die Reliquien des hl. Nikolaus, wofür sie extra erbaut wurde und was die Kirche für viele Christen zu einem Pilgerort macht.
Die Souvenierstände gleich um die Ecke
Man geniesst das warme Frühlingswetter
In der Strasse Arco Basso werden „Orecchiette“, die typisch apulischen Teigwaren, auf der Strasse von Hand hergestellt und verkauft. Am frühen Vormittag war es zum Glück noch nich so überlaufen.
Die Fingerfertigkeit ist beeindruckend.
Natürlich haben wir auch etwas davon gekauft. Die können wir nun als Zusatzbalast aufs Fahrrad packen 😉
Was für ein toller Anblick. Die „Öhrchen“ in allen Farben
Noch war es ruhig in den verwinkelten Gassen
Gegen 13 Uhr warteten viele in langen Schlangen auf einen freien Tisch für das Mittagessen.
Der Bummel endete am kleinen Fischerhafen.

Morgen geht’s es dann los. Erster Etappenort: Monopoli.

    

2 Kommentare

    1. Sehr schön. Das freut uns. War schön eine weitere schöne Begegnung mit anderen „Tourenradlern“ zu haben. Wir wünschen euch eine abwechslungsreiche und sichere Fahrt. Liebe Grüsse Fredy

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