9. Etappe: Kleine Rundfahrt in Malta 07.05.2024

Distanz 38 km, Total 494 km

Etappe auf Komoot

Gestern bin ich mit der Fähren in gut 1 Std. 45 Min. nach Malta rüber geschippert. Die Sicherheitsbestimmungen sind ähnlich wie beim Fliegen. Das Gepäck wird gescannt und „gefährliche Gegenstände“ sind verboten. So musste ich mein Taschenmesser und den Pfefferspray abgeben. „Sie bekommen alles wieder zurück, wenn sie von Bord gehen“, erklärte mir die Frau an der Sicherheitskontrolle. 

Die Fähre wird beladen

Auf der Fähre wurde dann mein Name ausgerufen und ich hatte mich beim Offizier zu melden. Freundlich erklärte er mir, dass ich das Messer wieder bekommen würde, den Pfefferspray dürfte ich aber nicht nach Malta einführen. Das sei verboten. Er notierte aber meine geplante Rückreise und erklärte, wenn ich wieder in Sizilien ankomme, könne ich den Pfefferspray auch wieder abholen. Bin ja gespannt ob das am Freitag klappt 😉

Einfahrt in Valletta

In Malta angekommen merkte ich, upps hier ist ja Linksverkehr. An diesen gewöhnte ich mich schneller als an die oft „zügige“ Fahrweise der Einheimischen und den dichten Verkehr. Navi sei Dank fand ich aber trotzdem problemlos den Weg in meine Unterkunft und mit einem feinen Nachtessen beendete ich den Tag.

Heute wollte ich unbedingt noch eine kleine Inselrundfahrt machen, da ja für die nächsten zwei Tage eher mässiges Wetter angesagt ist.

So stellte ich mir mit Komoot eine Route zusammen und fuhr los. Rasch tauchten die ersten Fotosujets auf.

Hier ein Sujet für Emma

Die gibt es hier an jeder Ecke.

Das nenn ich mal einen beeindruckenden Verkerskreisel.
Eier muss ja immer sein Auto am falschen Ort parkieren.
Motto der Tages! (des Monats,des Jahres, für immer. )

Zuerst war es verkehrsmässig noch recht hektisch, aber je mehr ich mich vom Zentrum entfernte desto ruhiger wurde es. Ich fuhr auf einigen Nebenstrassen und genoss die Fahrt.

Hier ging es gemächlich vorwärts

Schon bald zeigte sich am Horizont die beeindruckende Medina von Rabat und nach einem kurzen, knackigen Anstieg stand ich auch schon vor den Toren dieser wunderschön erhaltenen Festungsstadt.

Ein wahrlich beeindruckender Anblick.

Natürlich war ich nicht alleine hier, denn die Busse spuckten im Minutentakt Touristen aus, aber auch viel Schulklassen waren hier auf Entdeckungstour.

Eingang in die Festungsstadt.
Was in Venedig die Gondeln sind hier die Kutschen.

Eine Frau vom Tourismusministerium fragte mich, ob ich an einer Umfrage zu meinem Erlebniss in der Medina teilnehmen würde. So kamen wir ins Gespräch und schon bald drehte sich alles ums Radtour fahren. Sie war begeistert von meiner Reise und als ich ihr erzählte, was ich mit Barbara schon so alles per Rad bereist hatte, begannen ihre Augen zu leuchten. „You’re inspiring me!“ sagte sie, „You’re living my dream“. Ich motivierte sie es einfach zu machen, denn eine Radreise ermöglicht einfache ein intensiveres Erlebniss und die Kondition kommt mit der Reise. „Let’s get startet“.

Die schmalen Gassen in der Media
Der Dom im Zentrum
An jeder Ecke sind schöne Bilder zu entdecken

Nachdem ich mich etwas in der Medina umgeschaut hatte, war es Zeit für ein Mittagessen in Rabat. Hier auf Malta gibt es ja alle Küchen der Welt zu entdecken. So gönnte ich mir etwas indisches, bevor ich gestärkt weiterradelte.

In Rabat
Fahrt durch die Gassen von Rabat

Von Rabat aus fuhr ich weiter bis an die Südwestküste und genoss den grandiosen Ausblick über die Klippen von Dingli.

Da wollte auch Black Beauty wieder mal posieren und euch die tolle Gepäcktasche zeigen, die zwei integrierte Seitentaschen hat. Sehr praktisch.

Anschliessend ging es auf Nebenstrassen wieder zurück, wobei hier Komoot auch noch eine kleine Herausforderung eingeplant hatte. Plötzlich endete die Strasse und im Gestrüpp waren schemenhaft ein paar Tritt stufen zu erkennen.

Zuerst entlang von schönen Gärten.
Auch die Zitronen warten darauf geerntet zu werden.
Dann wurde es immer wilder.

Also das Rad schultern und hochkraxeln zum nächsten Feldweg.

Hier war definitiv Schluss mit fahren.

So erreichte ich bald wieder eine befestigte, wenn auch sehr holprige Strasse. Eine kleine Hunde Challenge kam auch noch dazu, so dass auf dieser kurzen Runde die ganze Palette an Erlebnissen einer Radtour serviert wurden.

Kurz vor dem Ziel machte ich noch einen Stop in Mosta und gönnte mir einen erfrischenden, kühlen Kaffeedrink.

Es blüht auch in den Gassen
Es wird viel umgebaut.
Egal wohin man kommt, überall Monumente.
😋

Die restlichen Kilometer zu meiner Unterkunft in Sliema war dann wieder hardcore Citybiking. Nichts für Angsthasen. Aber Black Beauty und ich sind schon ein toll eingespieltes Team und wissen auch, wann es besser ist auf den Gehweg auszuweichen und kritische Situationen zu Fuss zu bewältigen. Also keine Sorgen, wir haben das im Griff.

Nun gibt es eine kleine Blogpause bis am Freitag. Dann fahre ich am Morgen um 07.30 Uhr mir der Fähre zurück nach Pozzallo und anschliessend mit dem Rad noch 70 km bis Siracusa, wo am Samstag Mittag meine Heimreise mit dem Zug beginnt.   

Ein Kommentar

Hinterlasse eine Antwort zu steveandchristinebeck Antwort abbrechen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..