Tag 39: ( 21.11.14) Luling – New Braunfels

Distanz: 53.7 km / Gesamt: 3039.2 km / Fahrzeit: 3 Std. 0 Min. / Durchschnitt 17.9 km/h

Morgens 16, Nachmittags 20 Grad, schwacher Wind aus Westen, ganzer Tag stark bedeckt, nach Mittag Regenschauer

3000 Kilometer geschafft!

Heute stand ja, wie geplant, nur eine kurze Etappe nach New Braunfels auf dem Programm. Ich will hier ja den angekündigten Regen- Gewittertag am Samstag abwarten um dann am Sonntag die Fahrt durch San Antonio machen zu können.
Nachdem es gestern Abend mit den beiden Landvermessern John und Fernando spät geworden war, fühlte ich mich heute Morgen nicht wirklich fit und war froh, eine kurze Etappe vor mir zu haben. Obwohl ich noch gerne etwas länger geschlafen hätte, machte ich mich schon kurz vor acht Uhr auf den Weg.

Tagesmotto: grau in grau

Tagesmotto: grau in grau …

Grauer Start auf gutem Asphalt.

… aber Start auf gutem Asphalt. Leider nur kurz 😦

Bei diesen Wetterprognosen wollte ich nicht riskieren am Nachmittag noch im Regen fahren zu müssen. Die ersten acht Kilometer liefen perfekt und ich konnte auf feinstem Asphalt die Hügel, die sich hier endlos aneinanderreihen, in Angriff nehmen. Doch leider war der guten Strassenbelag nur von kurzer Dauer und ich musste Bekanntschaft mit dem unter Velofahrern verpönten „Texas Chip Seal“ machen. Dieser Belag besteht aus sehr groben Steinen, welche ca 8 – 10 mm dick sind. Sie werden auf eine feine Asphaltmasse gestreut und mit der Zeit von den Autos dann „flachgefahren“. Aber eben leider nur dort, wo auch Autos fahren. An der Seite ist das ganze sehr rauh und beschert dem Velofahrer viel Rollwiderstand und eine dauernde Rüttelpiste.

Der "Bremsbelag"

Der „Bremsbelag“

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Wenn kein Auto im Rückspiegel war, fuhr ich auf der plattgewalzten Fahrbahnspur.

 

Kommen dann noch Hügel dazu, verschlechtert sich das Verhältnis „Kraftaufwand / Geschwindigkeit“ dramatisch. So war es zeitweise ziemlich ernüchternd, wenn der Blick über den Tacho schweifte und dort oft nur noch eine einstellige Zahl stand, obwohl ich kräftig in die Pedale trat.
Wenigstens konnte ich nach 14.5 Kilometer ein besonderes Ereignis „feiern“.

Er gratulierte mit einem lauten Hupkonzert.

Die 3000 sind geschafft!

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Er gratulierte mit einem lauten Hupkonzert. Das freut den Eisenbahner.

 

Also liegen nun 60 Prozent der Strecke hinter mir. Ich fühle mich nach wie vor motiviert, fit und gesund. Wenn das Wetter in den nächsten Wochen nicht allzu sehr gegen mich arbeitet, sollte aus heutiger Sicht einem erfolgreichen Abschluss der Reise in San Diego nichts im Wege stehen, aber ich muss es nehmen wie es kommt.
Ansonsten gibt es heute nicht’s besonders zu berichten. Im Motel war Kleiderwäsche und faulenzen angesagt. Leider ist man an solchen Orten ohne Auto doch recht eingeschränkt, da vieles weit auseinander liegt, oder es für Fussgänger schlicht keinen Platz hat, und man auf der Fahrbahn gehen müsste. Das Velo lasse ich bei dem Regenwetter auch lieber stehen. Also viel Zeit für Erholung.
Morgen ist Ruhetag und somit „Blogfrei“. Ich wünsche euch ein gutes Wochenende und den SBB Kollegen die das neue Stellwerk Marthalen und andere Stellwerkänderungen in Betrieb nehmen „eine pannenfreie IBN“.

Ein Kommentar

  1. Hallo Fredy, lesen jeden Tag deinen Blog mit grosser Spannung. Bewundern deinen Mut, wäre mir wohl zu mulmig von all diesen Leuten angesprochen angesprochen zu werden, aber macht wohl einen Unterschied zwischen Mann und Frau. Schön ist es trotzdem, dass es so viele nette und neugierige Menschen gibt. Pass auf dich auf! Danke auch für die vielen Einsichten deiner Tour, so lernen wir auch eine andere Seite von Amerika kennen, wahnsinnig, wie sich die Bilder von Tag zu Tag verändern. Sind mit den Gedanken immer bei dir! Sandra & Co.

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