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10. Etappe: 11.05.2025:  Otranto – Lecce: 47.3 km (Adriaetappe 31: Total 1726 km Adriatour)

Tourdaten auf Komoot

Streckenvideo

Gestern genossen wir noch einen weiteren Ruhetag in Otranto. Starker Wind wühlte das Meer auf, so dass wir mit reinem Sonnenbaden gut bedient waren

Am Strand hatte es bei dem Wind noch genügend freie Plätze.
Dafür gute Bedingungen für Langzeitbeleuchtungen.
Hat sich doch noch gelohnt die „grosse Kamera“ mitzunehmen.
Blick über die Bucht von Otranto.

Heute absolvierten wir also unsere letzte Etappe auf der Adria Tour 2021-25. Noch einmal waren es bescheidene 47.3 km, wobei wir auch diese genossen. Auf dieser Reise haben wir somit nur 457 km zurückgelegt. Aber sie waren wohl einige der schönsten auf der ganzen Strecke von Villach bis S.M. Di Leuca. Aber als Fazit lässt sich so oder so sagen, dass uns die ganze Strecke bis auf wenige Abschnitte sehr positiv überrascht hat. Wichtig war aber sicher, dass wir vor allem die Strecke im Abschnitt Rimini sehr früh im Jahr befahren haben. Wenn die Badesaison startet sind viele Wege der Küste entlang entweder geschlossen oder so überlaufen, dass ans Radfahren kaum zu denken ist. Dann sind verkehrsarme Wege vermutlich erst wieder im hügligen Hinterland zu finden. Timing ist hier also besonders wichtig.

Beim Start in Otranto war der Himmel noch blau und wir starteten gut mit Sonnenschutz eingecremt zur unserer finalen Etappe nach Lecce. Auch heute zeigte sich der Salent nochmals von seiner schönsten Seite. Blühende Wiesen, imposante Küsten und ruhige Strassen, auf denen das Fahrradfahren einfach ein Vergnügen ist.

Auch zum Abschluss nochmals traumhafte Fahrradwege

Wenn es dann doch einmal etwas mehr Verkehr gab, so hatten wir das Gefühl, dass hier die Autofahrer besonders geduldig warteten, bis sich eine gute und sichere ¨Überholmöglichkeit“ bot.

Hier wird ganz gut auf Radfahrer geachtet.

Heute wagten wir uns mit den beladenen Pferdchen auch mal wieder auf sehr schmale „Trampelpfade“, die eigentlich eher das Terrain von Mountainbikern oder Wanderer sind.

Auf „Abwegen“ …
Richtung Küste.

Aber nur so kamen wir zu den schönen Klippen und bestaunten einmal mehr, welche wunderschönen Küstenformationen die Adria hier erschaffen hat.

Blick Richtung Süden…
Und Richtung Norden. Traumstrände.
Auch mein Pferdchen wollte am liebsten ins Meer springen.
Der Weg war mit den Liegern selbst zum Schieben recht anstrengend.

Da heute Muttertag war, schien es uns als ob besonders viele Ausflügler unterwegs waren. Aber das ist sicher nur ein sehr kleiner Vorgeschmack, wie es hier in der Hochsaison zu und her geht.

Hier ist im Sommer sicher „Rambazamba“.
Es ist ja auch wirklich sehr schön. Küstenabschnitt südlich von Torro del Orso.

Um die Mittagszeit waren wir in San Foca, wo wir schon nach der 5. Etappe übernachtet hatten. Der Kreis um den Absatz war damit geschlossen.

Sonntagsmarkt in San Foca

Während der Mittagspause sahen wir dunkle Wolken aufziehen. Sie kamen genau aus der Richtung Lecce. Also kramten wir nochmals unsere Regenklamotten hervor, die wir heute Morgen auf Grund des tollen Wetters, ganz unten verstaut hatten. Ja ich weiss, ein Fehler den man nie machen sollte!

Also beeilten wir uns, damit wir vor dem Regen noch möglichst viel Kilometer zurücklegen konnten. Zuerst ging es wieder auf den wunderbaren Nebenstrassen Richtung Lecce.

Nochmals Genussradeln …
.. und etwas für den Garten zu Hause mitnehmen.

Als dann der Regen so stark einsetzte, dass wir die Regenjacken anzogen, justierte ich die Route nochmals etwas nach. Nicht schöne Nebenstrassen waren nun die Priorität, sondern ein sicherer und direkter Weg nach Lecce.

Regenklamotten anziehen..
.. und auf der Servicestrasse Richtung Lecce Pedalen.
In einem kleinen Ort, kurz vor Lecce.
Selbst im Regen schön.

Im leichten Regen erreichten wir Lecce und hatten schon bald das Hotel, nahe am Bahnhof erreicht, dass wir uns für die heutige Nacht ausgesucht haben. Morgen Abend geht es mit dem Schlafwagen von hier dann nach Mailand und von dort weiter nach Zürich. 

Auch in Lecce konnten wir wiedereinmal auf guten Radwegen ins Zentrum fahren.
Ziel erreicht!
Gesund, glücklich und mit vielen schönen Erinnerungen geht unseres Adriatour zu Ende. Danke für eure Begleitung im Blog.

9. Etappe: 09.05.2025: Santa Cesarea Terme – Otranto: 18.6 km (Adriaetappe 30)

Tourdaten auf Komoot

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Heute hat es sich fast nicht gelohnt die Räder zu packen. Nur gut 18 km lagen zwischen dem Start und dem Ziel. Dazu 180 Höhenmeter. Also genau richtig zum Aufwärmen“.

Darum hatten wir heute mehr als genug Zeit und gingen es entsprechend gemächlich an. Zuerst machten wir in S. Cesarea Terme nochmals ein paar Bilder bevor es los ging.

Bei dem grauen Wetter kommt halt auch der Farbfilter zum Einsatz um die Farben etwas zur Geltung zu bringen.
Promenade

Es folgten 2 km Aufstieg mit gut 5-6%, immer  mit schöner Aussicht auf die Küste. 

Bei solchen Aufstiegen kann auch Barbara noch entspannt lächeln.
Kapernblüten
Unsere zwei Lieger schauen sehnsüchtig über die Adria. Im Hintergrund die Berghügel von Albanien.

Trotz wieder bedecktem Himmel stoppten wir oft für Fotos, oder einfach die Aussicht zu geniessen.

Hier wird Biodiversität gelebt

Die Landschaft veränderte sich auf der Hochebene. Hier befindet sich der „Parco Naturale Regionale Osta Otranto“ und erinnerte bei diesem Wetter wirklich etwas an Schottland.

Bald erreichten wir den östlichsten Punkt Italiens. Hier steht der Leuchtturm „Punta Palascia“ und leuchtet den Schiffen den Weg an dieser engsten Stelle der Adria.

Wichtiger Wegweiser für die Schiffe in der Adria. Von hier sind es nur 71 km bis Albanien.

Dann war es auch heute wieder soweit, dass wir die Regenjacken anziehen mussten. Aber es war ja nur noch ein kurzes Stück bis Otranto. Zum Glück konnten wir unser Hotelzimmer schon früher beziehen, so dass wir uns frisch machen konnten.  Am Nachmittag schlenderten wir durch die schöne, aber auch sehr touristische Altstadt von Otranto.

Noch ist ein gutes Durchkommen in den Gassen. Wie das wohl im August aussieht?
Genug Möglichkeiten „Souvenirs“ zu kaufen
Castello in Otranto

Morgen haben wir hier unseren letzten Ruhetag. Am Sonntag gibt es dann noch den letzten Abschnitt nach Lecce. Bis dann.

8. Etappe: 08.05.2025: Santa Maria di Leuca Santa Cesarea Terme: 37.2 km (Adriaetappe 29)

Tourdaten auf Komoot

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Nun geht unsere Reise nach eine gemütlichen Ruhetag in S.M.di Leuca zum ersten mal seit langen wieder nordwärts.

Gestern haben wir mit einem kleinen Ausflugsboot noch eine kurze Tour entlang der zerklüfteten Steilküste gemacht. Noch ist das Angebot an Bootstouren im Vergleich zu möglichen Kunden in einem Ungleichgewicht, so dass es auf den Booten recht entspannt zu und her geht. Mit uns waren noch eine italienische und zwei deutsche Frauen sowie ein jüngeres Paar aus Irland an Bord.

Schöne Küstenformationen
Gemütlich schipperten wir der Küste entlang

Die beiden haben auch die Möglichkeit für ein Bad genutzt, obwohl es auch für die kühles Wasser gewöhnten Irländer noch ganz erfrischend war. Irgendwo um 17/18 Grad wird das Wasser aktuell haben.

Wir verzichten auf ein Bad.

Dann genossen wir noch den Nachmittag im kleinen Ort, der im Sommer (Mitte Juni bis Ende August) nach Aussagen unserer Gastgeber doch sehr überlaufen ist.  

Da wir ja schon bald in Lecce, unserem Tourenziel sind, gibt es nun nur noch kurze „Halbtagsetappen“. Nur 37 km standen heute auf dem Programm.

Für kurze Etappen reicht auch ein italienisches Frühstück
Zum warm werden ging es gleich nach dem Ort steil nach oben.
Dafür ein schöner Blick zurück

Wir radelten der Küstenstrasse entlang, die entgegen meinen Bedenken, nur sehr schwach befahren war. Auch das ist in der Hochsaison ganz anders. Das wissen wohl auch die diversen Torenanbieter die hier verschiedene Formen von Fahrrad Ferien anbieten. Da gibt es das volle Programm mit E-Bike, Gepäcktransport sowie Begleitfahrzeug mit Veloanhänger, wo man jederzeit ausstiegen kann, bis hin zur „Individualtour“, wo man vor Ort ein Fahrrad und die Route entlang der vorgebuchten Hotel’s  bekommt. Das Gepäck wird auf Wunsch von Hotel zu Hotel gefahren. So sahen wir heute einige Gruppen und auch Paare, die mit den unterschiedlichsten Tourenformen hier unterwegs waren.  

Küstenstrasse mit Aussicht

Mit einem Paar aus Berlin, dass mit Mieträdern, vorgebuchten Hotels und Gepäcktransport unterwegs war, unterhielten wir uns kurz. Sie waren sehr interessiert an unseren Liegern, und die Aussicht auf eine Fahrradtour ohne Schmerzen am Hintern oder Handgelenk liessen die Augen der Frau aufleuchten. „Ja, wenn wir dann mal mehr Zeit haben, könnte das wirklich auch was für uns sein.“

Ich hatte mich sehr auf diesen Abschnitt gefreut und unter anderem deshalb in der 6. Etappe nach Gallipolie an’s ionische Meer gewechselt, damit wir auf diesem Abschnitt das Meer auf „unserer Strassenseite“ haben würden. Leider spielte mir das Wetter einen Streich. Der Himmel war stark bewölkt und bis ins Ziel gab es keine Sonnenstrahlen, dafür ab und zu Regentropfen, so dass wir sogar die leichten Regenjacken hervor kramten. So verschwammen das Meer und die Wolkendecke zu einem „grauen Brei“. Schlecht um schöne, kontrastreiche Fotos zu schiessen.

Irgendwie nicht so kontrastreich heute
Auch Blumen im Vordergrund helfen kaum.
Selbst das Wasser in der Bucht schien mit den grünen Büschen farblich zu verschmelzen.

Die Brücke war der einzige Kontrast 😉

Pech, oder ein guter Grund mal wieder hier in der Gegend zu radeln.

In Pizza Cannone stoppten wir spontan an einem kleinen Lokal. Es war kurz vor halb ein Uhr Mittags, also Zeit etwas zu essen. Dass wir hier wohl ein beliebtes Fischlokal erwischt hatten, merkten wir kurz darauf, als immer mehr Gäste an diesem gewöhnlichen Donnerstagmittag auftauchten. Viele hatten eine Reservation, so dass wir froh waren doch noch einen Tisch zu bekommen.

Es war wirklich ein Besuch wert.
Stilvoll drapiert Fische.
Selbst Bruscetta war eine Augenweide

Nach der Stärkung waren es dann noch lockere 17 km bis ans Ziel. Den Grossteil der 420 Höhenmeter lag zu dieser Zeit schon hinter uns.

Ein weiteres „Schloss“ entlang der Strecke.
Fast ein bisschen „schottisch“.
Die Regnjacke war also nicht umsonst dabei.

Nach weiteren, leichten Regenschauern erreichten wir unser heutiges Hotel. Kaum angekommen wichen die Wolken der wärmenden Sonne, so dass es doch noch „Farbfotos“ gab.

Beeindruckend
Blick von der Hotelterrasse.

7. Etappe: 06.05.2025: Gallipoli – Santa Maria di Leuca: 50.8 km (Adriaetappe 28)

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Heute haben wir unser Ziel erreicht. Nach 28 Etappen und 1622 Kilometern sind wir am südlichsten Punkt der Adria angekommen.

Gestern haben wir noch einen  Tag am Strand und in der schönen Altstadt von Gallipoli genossen. Wie bereits erwähnt, haben wir auf dieser Reise genügend Zeit um bei Lust auch immer wieder einen Tag „Fahrrad Pause einzulegen. Das geniessen wir natürlich sehr und können so die nächsten Abschnitte nach Lust spontan planen.

Hier noch ein paar Bilder aus Gallipoli.

Heute war also Santa Maria die Leuca unser Ziel. Mit 50 Kilometern eine gemütliche Flachetappe, aber der Gegenwind wollte dann doch, dass wir noch etwas für die Fitness tun würden.

Ausfahrt aus Gallipoli

Ein Blick auf die Wind animation von Komoot zeigte klar: Heute gibt’s Gegenwind.

Die blaue Linie ist unsere Route, die weissen Pfeile zeigen die Windrichtung. Noch Fragen?

Vor allem die ersten 30 Kilometer hatten es diesbezüglich in sich. Windschatten fahren war auf jeden Fall eine gute Idee.

Die rote Flagge zeigt es an. Strand gesperrt!

Meist waren wir auf einer „Strada Provinciale“ unterwegs. Hier gibt es nicht viele Alternativen. Der Verkehr war jedoch sehr moderat, so dass wir nichts zu klagen hatten.

Auch auf Hauptstrassen hatten wir genügend Platz.

Ansonsten war es eine „unspektakuläre“ Fahrt mit teilweise schönem Ausblick auf’s Meer. Die Orte entlang der Route waren meist noch im „Winterschlaf“. Viele Häuser standen leer und auch die Restaurants warteten noch auf den Sommertourismus.

Noch ist das meiste geschlossen.
Auch solche, kurze Abschnitte direkt am Wasser haben wir heute genossen.
Der Himmel war anfangs noch blau.
Und natürlich wieder leuchtende Blüten.

Die Saison scheint hier unten recht kurz zu sein. Wettermässig war es wie gesagt ganz schön windig und wurde im Verlauf des Tages grau bedeckt.

Selbst für ein paar Fotoexperimente hatten wir heute Zeit.

Kurz vor dem Ziel fielen dann auch noch ein paar Regentropfen, aber nicht genug, um die Regenkleider hervor zu kramen.

Am südlichsten Punkt unserer Reise musste natürlich ein Erinnerungsfoto gemacht werden. Eine Gruppe älterer Australier, die hier mit e-Bikes kurze Tagesetappen fahren, waren vor Ort und so hatten wir schnell einen Fotografen gefunden.

Ganz an der Südspitze angekommen

Von dort war es nur noch ein Katzensprung zu unserer Unterkunft. Ein ganz tolles B&B dass von einem sehr freundlichen Paar betrieben wird. Wir bekamen einige Informationen zum Essen und Ausflügen in der Gegend. Das Zimmer und der Ort haben uns auf Anhieb gut gefallen, so dass wir spontan entschieden haben: Wir bleiben noch eine Nacht.

Hier lässt es sich gut aushalten.

Morgen also schon wieder „Ruhetag“ und damit „blogfrei“.

6. Etappe: 04.05.2025:  San Foca – Gallipoli: 56.3 km (Adriaetappe 27)

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Heute machten wir einen Transfer quer durch den „Absatz“. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel waren wir bereit für einen weiteren tollen Radtag.

Schon kurz ausserhalb von San Foca konnten wir wieder in eine dieser tollen, kleinen Nebenstrassen abbiegen, welche wir in den letzten Tagen so lieben gelernt haben.

Ab auf die Nebenstrassen

Kein Auto weit und breit und die einzigen Geräusche die uns begleiten ist das Gezwitscher der Vögel, welche hier in all den Bäumen und Büschen, sowie den wunderbaren Blumenwiesen ideale Lebensbedingungen vorfinden.

Alleine unterwegs
Überall Blüten
In allen Farben
Ein wahres Vogelparadies

Insofern war es heute keine „spektakuläre“ Fahrt, aber einfach schön.

Auch eine Baustelle konnten wir trotz „gesperrten Strasse“ gut passieren.
Im weichen Sand hingegen waren dann wieder alle Steuerkünste gefragt

In Sternatia machten wir nach gut 20 km eine erste Pause. Eine kleine Bar war genau was wir suchten. Kühle Getränke waren gefragt, denn in der Zwischenzeit hatte die Sonne uns schon ganz schön eingeheizt. In den kleinen Orten hier sind zwei Radfahrer auf Liegerädern wohl schon das Gesprächsthema des Tages. Viel scheint hier sonst nicht los zu sein. So schauten uns sowohl die Dorfjugend als auch die alten Männer vor der Bar interessiert zu, als wir davon fuhren. 

So schnell wird man zur Attraktion

Es ging nun ein Stück, auf der am Sonntag wenig befahrenen, Hauptstrasse entlang. Im kleinen Ort Soleto entdeckten wir einige Häuser mit einem besonderen Charme.

Wenn auch etwas abgewetzt,  so strahlen diese Gebäude doch etwas besonderes aus.

In Galatina navigieren wir durch enge Gassen, als wir plötzlich auf der grossen Platz vor der Kirche standen. Es war Mittagszeit und einige Restaurants am Platz machten einen guten Eindruck. Wir haben den Entscheid nicht bereut und ein prima Essen genossen.

Die Pferdchen gut platziert
Feines Essen auf dem Tisch, was will man mehr?
Für einen kurzen Blick in die beeindruckende Kirche blieb auch Zeit.

Nochmals ging es ein ganzes Stück der Hauptstrasse entlang bevor wir in Galatone wieder auf die kleinen Nebenstrassen einbiegen konnten. Bis Gallipoli war es nur noch ein Katzensprung und ging meist leicht bergab.

Hier sehen die Trulli ganz anders aus. Und vermutlich heissen sie auch nicht so.
Schönes Schrankenwärterhaus.

In Gallipolie war schnell klar, dass wir wieder eine einem beliebten Touristenort angekommen waren. Die Altstadt, die auf einer vorgelagerten „Insel“ liegt, erinnerte mich an Siracusa auf Sizilien. Da wie dort, viele Touristen, eine „Ringstrasse“ um die Altstadt und enge Gassen.

Einfahrt in die Altstadt von Gallipoli
Ob es Morgen genug war für ein Bad wird?

Bald hatten wir unsere Unterkunft in der Altstadt gefunden und wir können uns nun wieder einen Pausetag gönnen, da wir Morgen hier bleiben, denn wir haben diesmal wirklich viel Zeit für wenig Strecke. Ein Privileg des „Alters“! 

Unsere Pferdchen stehen heute nicht alleine. Sie haben Gesellschaft von zwei anderen Schweizerperdchen. Diese gehören einem Paar aus Biel, die gerade in Brindisi gestartet sind und in den nächsten Wochen der Adria entlang nach Hause radel werden. Viel Spass und eine sichere Reise!!!

5. Etappe: 03.05.2025:  Brindisi – San Foca: 69.3 km (Adriaetappe 26)

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Die heutige Etappe stand unter dem Motto „due Mare“.

Das obligatorische „Morgenfoto“ bei der Abfahrt in Brindisi. Trotz vieler Einbahnstrassen haben wir dank Navi gut aus der Stadt raus gefunden.

Einerseits führte uns der Weg nach San Foca immer möglichst der Küste entlang, so das die Adria oft in Sichtweite war, andererseits war die Strasse gesäumt von einem Blumenmeer. Immer wieder staunte ich heute über die Fülle an Blüten, welche uns am Wegrand grüssten. Ein wunderschöner Anblick.

Zwischen Blüten …
.. und blauem Meer.

Diese Blütenpracht ist ein klarer Pluspunkte, wenn man im Frühling in dieser Gegend unterwegs ist. Auch der Tourismus ist ausserhalb der Städte noch nicht erwacht und so war auch der Verkehr heute recht angenehm, wenn auch natürlich nicht mehr so wenig wie auf den kleinen Strassen in den Olivenehainen. 

Die letzte Provinzgrenze auf unserer Adriatour.

Die Sonne schien den ganzen Tag vom wolkenlosen Himmel, aber der Wind hatte gedreht. Es wehte ab Mittag doch ein spürbaren Gegenwind, so das Windschattenfahren eine gute Idee war.

In Campo di Mare oder Casalabate planten wir eigendlich etwas gemütlich zu Mittag zu essen, waren dann aber etwas enttäuscht, da wir kein offenes Restaurant finden konnten.

Um mal schnell ins Meer hüpfen war es noch zu kalt.

Es waren so oder so komische Orte. Irgend eine Ansammlung von in die Jahre gekommenen Ferienhäuser, kein Zentrum ersichtlich und keie Läden, geschlossene Bars. Obwohl Leute am Strand waren, schienn die Orte ausgestorben zu sein.

Nicht gerade einladend

In einem kleinen Laden konnten wir uns dann doch noch ein Pannini belegen lassen, so das wir doch noch etwas zu Essen bekamen. Schliesslich waren wir ohne Frühstück losgeradelt.

Im Schatten gab’s doch noch ein Panini.

Die Route führte uns weiter immer der Ciclovia Adriatica entlang. 

Wenn es sonst kein Fotosujet gibt..
Blumen gehen immer.
Riesenpusteblume.

Kurz vor unserem Tagesziel San Foca durchquerten wir noch ein WWF Naturschutzreservat. Ein weiterer, sehr schöner, verkehrsfreier Abschnitt auf dieser Reise.

Den Schatten nahmen wir dankend an.
Abgestorbene Olivenbäume
Der Wolf ist uns nicht begegnet
Kurz vor dem Ziel

In San Foca bezogen wir das Hotel und es blieb noch Zeit zumindest die Füsse endlich mal in die Adria zu tauchen. Ehrlich gesagt, für ein Vollbad war uns das Wasser heute noch nicht warm genug.   

Für einmal „Blick an den Strand“. Links unser Hotel
Das war’s für heute. Gute Nacht

4. Etappe: 01.05.2025:  Ostuni – Brindisi: 48.3 km (Adriaetappe 25)

Tourdaten auf Komoot

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Heute zog es uns wieder zurück zur Küste und da wir die letzten beiden Tage uns in den Hügeln hinter der Küste bewegten und Höhenmeter machten, durften wir diese heute wieder „vernichten“.

In Ostuni war heute Gruppenfittnes angesagt.
Blick zurück nach Ostuni

So ging es meist leicht bergab. Dazu blies ein teilweise kräftiger Rückenwind. Also ideale Bedingungen auch für eine längere Etappe. Da es aber bis zu unserem nächsten Ziel in Brindisi nur gut 40 km weit war, blieb sehr viel Zeit es gemütlich anzugehen und noch einmal die schönen Strassen durch die Olivenhaine zu geniessen. 

Radgenuss pur
Zum Glück haben wir Zeit
Es grünt so grün
Auch wenn sich die Bilder wiederholen, langweilig wird uns nicht dabei.
Der Küste entgegen
Leider kein schneller „Freccia“ oder „Italo“ unterwegs. Der Bähnler hätte sich gefreut.

Auch für spontane Abstecher hatten wir genügend Zeit. So machten wir einen Stop im Meresschutzgebiet „Area Marina Protetta di Torre Guaceto“, wo auch Niestplätze von Meeresschildkröten geschützt werden.

Geschütze Bucht wo das Baden nur an bestimmten Stellen erlaubt ist.

Mit zunehmenden Rückenwind radelten wir zum nächsten Pausenplatz. Schon von weitem sahen wir viele bunte Kite’s am Horizont und wir radelten zielstrebig darauf zu. Der Strand war gut mit Kitesurfen gefüllt, die mit sichtlichem Spass diesen sonnigen und windigen Tag am Meer genossen. Wir beobachteten das Spektakel und wunderten uns immer wieder, dass sie sich mit den langen Leinen, nicht gegenseitige störten, wenn sie mit beachtlichem Tempo von ihren Lenkdrachen gezogen rein und raus gleiteten und ab und zu auch einen Sprung über die Wellen zelebrierten.

Ein geordnetes Durcheinander
Eleganter Abgang am Strand.

Dann ging es der heute wenig befahrenen Küstenstrasse entlang weiter Richtung Brindisi. Im Sommer kann man hier sicher nicht so entspannt radeln, denn überall gibt es grössere Parkplätze, Strandbars, dies meist noch geschlossen waren und schöne Buchten.

Immer wieder Grund anzuhalten
Bella Italia

In Brindisi warteten wir gespannt, ob die Fähre uns über die Bucht mitnehmen würde, oder ob wir doch noch darum herum radeln müssten.

Ob uns die kleine Fähre mitnimmt?
Oder gibt es noch eine Zusatzschlaufe um die Bucht?

Als sich das Schiff der Anlegestelle näherte öffnete der Kapitän sein Fenster und winkte uns heran. „Nessun problema, salite a bordo“. Er und sein Matrose halfen tatkräftig mit die Räder an Bord zu nehmen. Grazie! 1.20 Euro kostete die Fahrt pro Person, Fahrrad umsonst, wirklich ein super Angebot.

Wir sind an Bord
Bald am Ziel

Von der Anlegestelle zur Unterkunft war es nun nur noch ein Katzensprung. Dann gönnten wir uns am Hafen ein kleines, verspätetes Mittagessen, bevor die Arbeit zu erledigen war. Heute ist auch Waschtag, denn wir bleiben zwei Tage hier. Dann kann die Wäsche auch gut trocknen.

Morgen also kein neuer Blog. Am Samstag geht’s dann weiter.

Heute (Fr.02.05.25) haben wir unseren Ruhetag in Brindisi genossen. Am Morgen ein Besuch beim kleinen Markt und Nachmittags etwas durch die Gassen schlendern. Hier noch ein paar Bilder davon.

Schöne Auswahl an frischem Gemüse und Früchten.
Auch feine Taralli haben wir uns einpacken lassen
Palmen säumen die Strassen im Zentrum
Und natürlich dürfen auch grosse Kirchen nicht fehlen.
Schöne Ecken
Imposante Treppe an der Hafenpromenade
Tolle Fassaden
Sie haben tatsächlich auch Fische gefangen.
Das Boot zirkulieren im Hafenbecken, wo man an 5 Haltestellen ein- und aussteigen kann.

3. Etappe: 30.04.2025:  Alberobello – Ostuni: 42.6 km (Adriaetappe 24)

Tourdaten auf Komoot

Streckenvideo

Heute war es erneut einfach wunderbar! Trotz weiteren, manchmal ruppigen Anstiegen die sich auf total 410 Höhenmeter summierten, war es eine wunderschöne Etappe.

Start in Alberobello

Kurz nach dem Start konnten wir auf kleinen Strassen mit erstaunlich gutem Belag dahin pedalen und uns einfach an dieser wunderbaren Landschaft erfreuen. Tempo war heute Nebensache, denn Geniessen stand im Vordergrund und da wir sowieso nicht vor 16 Uhr in der Unterkunft einchecken konnten, waren wir nicht in Eile.

Kein Verkehr, purer Radlergenuss

So stoppten wir hier und da, um ein Foto zu machen oder einfach den Ausblick zu geniessen.

Was für eine Farbenpracht.
Dieser Trullo erinnerte uns an die Schlümpfe
Dann wieder die klassische Bauweise.
Radlergenuss

Schon bald erreichten wir Locorotondo, was übersetzt „runder Ort“ bedeutet. Auch diese Stadt liegt auf einem Hügel, was wir bei der Anfahrt natürlich zu spüren bekamen.

Vor dem Stadtbummel mussten die Räder und das Gepäck parkiert und abgeschlossen werden.

Die Altstadt ist durch enge Gassen und weissen Gibelhäusern geprägt. Natürlich waren wir auch hier nicht die einzigen Touristen. Offenbar gehört ein Besuch von Locorotondo auch in den Oberstufen der italienischen Schulen zum „Pflichtprogramm“, denn wir sahen erstaunlich viele Schulklassen in der Stadt.

Fassaden in Locorotondo
Schmucke Gassen
Und viele Kirchen
Balkonparade

Nach einer kurzen Pause radelten wir weiter unserem Ziel Ostuni entgegen.

Auch heute gab es ein paar Höhenmeter
Schöne Kakteen bei einem Haus
Bei diesem defekten Dach kann man die Bauweise der Trulli gut erkennen. Richtiges Schichten ist wohl das A und O.

Ein gutes Stück davon fuhren wir auf dem Radweg „Ciclovia Acquedotto Pugliese“ und genossen den verkehrsfreien Radweg. 

Auch hier gibt es ausgeschilderte Radwege
Was will man mehr?
Ja, selbst die Eisenbahn fährt hier noch.

Zum Schluss wurde es dann noch etwas „tricky“, den unser Plan, die grösseren Strassen zu meiden ging nicht mehr auf. Die Nebenstrassen waren nicht asphaltiert und teilweise mit grobem Schotter belegt. Keine Chance hier mit beladenen Liegen und 20 Zoll Rädern vernünftig zu fahren.

Hier hiess es: zurück zur Hauptstrasse

So absolvierte wir die letzten Kilometer auf der hügeligen, und moderat befahrenen „Strada Provinciale“ und kamen wie geplant kurz nach vier in der Unterkunft an. 

Ankunft in Ostuni mit steiler Abfahrt
Unterkunft bezogen

Und hier noch Bilder vom abendlichen Stadtbummel.

Wir genossen die letzten Sonnenstrahlen
Im Hintergrund die Küste. Morgen sind wir wieder am Meer.
Schmucke Ecken
Schöne Plätze
Es gab überall genügend freie Plätze
Gute Nacht

2. Etappe: 29.04.2025:  Monopoli – Alberobello: 40 km (Adriaetappe 23)

Tourdaten auf Komoot

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Die Pferdchen durften letzte Nacht mal wieder bei uns im grossen Zimmer übernachten.

Die heutige Etappe führte uns für einmal etwas weiter weg von der Küste. Alberobello heisst das heutige Etappe Ziel. Seit 1996 hat die Stadt den Status eines UNESCO Weltkulturerbe. Bekannt wurde der Ort durch seine Trulli, kleine Rundhäuser mit nach oben spitz zulaufenden Steindächern, die ohne Mörtel als Trockenmauern errichtet werden. Richtige Kunstwerke! Die kleinen Häuser haben dicke Mauern und kleine Fenster, was das Innere gut gegen die Sommerhitze schützt.

Ein erster Trullo in einem Olivenhain

Alberobello liegt auf einem Hügelzug und so galt es heute einige Höhenmeter zu erklimmen. 640m wurden es zum Schluss, was mit beladenen Rädern auf eine Distanz von nur 40 km doch ganz schön in die Beine geht.

Dafür hat uns die Landschaft entschädigt.

Fahrt durch uralte Olivenhaine
Was für eine Farbenpracht
Auch die Zucchetti sind in voller Blüte

Wenn es auch teilweise sehr gemächlich bergauf ging, so hatten wir wenigstens genügend Zeit unseren Blick in die Landschaft schweifen zu lassen.

Prächtige Olivenbäume
Blumenvielfalt am Strassenrand
Malerische Kapellen
Und immer wieder ein nächster Hügel zu erklimmen.

Wunderschöne, knorrige Olivenbäume säumten unseren Weg. Jeder mit einem einzigartigen, teilweise meterdicken Stamm. Wie viele Jahre sie wohl schon hier standen und was könnten sie uns erzählen?

Die beiden scheinen sich besonders zu mögen. Wie ein harmonisches Paar. Christine and Steve, this is for you.

Dazu blühte es überall. Ob gelbe Ginsterstäuche oder knallrote Mohnblumen in saftig grünen Wiesen und Kornfeldern.  Darüber der Himmel, mal Wolken verhangen, was uns wilkommen Schatten spendete, mal strahlend blau. Es war ein Fest der Farben!

So genossen wir den Tag trotz aller Anstrengung auf den verkehrsarmen Nebenstrassen.

Ab und zu bellten Hunde, zum Glück aber hinter gut gesicherten Zäunen. An abgelegenen Orten sahen wir dann doch auch einige freilaufende Hunde, die meiste jedoch wohl mehr Angst vor uns hatten und in die Büsche verschwanden, bevor wir vorbei radelten. 

So sieht mein „Cockpit“ aus. Navi auf dem Handy, Powerbank zum Nachladen des stromhungrigen Handy und für den Notfall (aggressive Hund die zum Äusersten bereit sind) ein Pefferspray griffbereit.

Als einzig grösseren Ort fuhren wir heute durch Puntignano.

Gegen halb Vier Uhr Nachmittags waren wir am Ziel.

Ziel erreicht

Wir bezogen unsere Unterkunft in einem kleinen, historischen Haus in der Altstadt und hatten nun Zeit für’s Duschen, Blogschreiben im kleinen Garten und etwas Erholung.

Die Pferdchen sicher im Innenhof und der Blogschreiber an der Arbeit.

Anschliessend natürlich noch ein Bummel durch die Altstadt, bevor wir mit einem feinen Nachtessen den Tag beschliessen konnten.

Hier noch eine Bilderauswahl vom abendlichen Bummel.

Gute Nacht

1. Etappe: 28.04.2025: Bari – Monopoli: 46 km  (Adriaetappe 22), Total Adriaetappen 1269 km)

Tourdaten auf Komoot

Streckenvideo

Nun geht es also richtig los. Im 5. und letzten Abschnitt entlang der Adriaküste werden wir in den nächste Tagen die Südspitze umrunden. Bereits 21 Etappen und 1269 km sind wir der Küste entlang geradelt. Getreu dem Motto „Kurs Süd“! Es sind nichts mehr so viele Kilometer zu absolvieren, so dass wir diesmal einige recht kurze Etappen fahren. Dafür bleibt mehr Zeit zum sightseeing.

Der Start in Bari war heute sehr sehr entspannt. Wir haben unsere Pferdchen geladen, die Sattel Taschen justiert und waren bereit für einen entspannten Ritt nach Monopoli.

Der Stallmeister hat die Pferde gesattelt.
Das schon obligatorische Selfi am Start.

Nichts spektakuläres aber doch schön und erstaunlich entspannt war die Etappe. Hier unten im Süden sind reine Fahrradwege eher Mangelware, aber wir haben auch heute entlang der Strassen gesehen, dass der Bau von abgetrennten Fahrradwegen nach wie vor weiter geht. Bravo!

Zuerst ging es auf einer breiten, doppelspurigen Strasse hinaus aus Bari. 

Konzentriert auf der Ausfallstrasse in Bari.

Gerade als die Strasse sich verengte und es für einen Moment so aussah, als ob es nun wirklich unangenehm werden würde, sahen wir auf der gegenüberliegenden Strassenseite zwei Tourenradler die in  entgegengesetzte Richtung unterwegs waren und sich eine Pause gönnten. Da erkundigten wir uns gleich mal über den Strassenzustand. Die zwei waren aus Belgien und sehr an unseren Rädern interessiert. Wir plauderten kurz und sie fragten ob es denn nicht langweilig sei, immer der Küste entlang zu radeln. Meine klare Antwort: Nein, vom Meer kann ich nie genug kriegen! 

Überhaupt stellten wir fest, dass wir bis jetzt auf der gesamten Adriaetappen noch nie so vielen Tourenradler begegnet sind. Der Abschnitt, wo wir auf einer stärker befahrenen Strasse radeln mussten, war vielleicht knapp 2 km lang und schon gab es wieder einen abgetrennten Radweg.

Immer wieder staunen wir, wie oft wir gute Radwege vorfinden.

Später fuhren wir dann lange Zeit parallel zur doppelspurigen und viel befahrenen Hauptstrasse, aber wir waren auf einer parallel verlaufenden Zubringerstrasse, mit sehr wenig Verkehr. Es erinnerte mich stark an die „Serviceroads“ welche ich in den USA entlang der „Interstaates“ gefahren bin. Abgesehen vom Verkehrslärm sind diese Strassen wunderbar.

Entlang der „Serviceroad“

Links meist noch ein 200m breiter Streifen Felder in den verschiedensten Farben und dahinter das azurblaue Meer.

Was für ein Farbenspiel
Die ersten Feigen sind bald reif.
Und was die vorherrschende Windrichtung ist, zeigt dieser Baum. Auch wir genossen heute leichten Rückenwind

In Torre Mare gab es Brioche und Kaffe und in Polignano a Mare eine kleine, sehr gute Pizza zum Mittagessen.

Kaffepause am Hafen in Torre Mare.
Die Pferdchen machen Mittagspause mit toller Aussicht.

Wir staunten über die vielen Touristen in Polignano a Mare, aber ein kurzer Blick in die pittoreske Altstadt erklärte, warum es die Leute hierher zog. 

Schöne Gassen und …
… Plätze. Wirklich sehenswert.
Die ersten genossen bereits einen Tag am schönen Strand in Polignano a Mare

Von dort waren es nur noch 10 km bis zum Ziel und so kamen wir am frühen Nachmittag in Monopoli an. 

Am Etappenziel.

Es blieb noch genug Zeit für einen ausgedehnten Bummel durch die schönen Gassen der Altstadt.

Hier ein paar Bilder davon.

Blick auf den alten Hafen
In Monopolis Altstadt
Auf dem Heimweg nach dem Abendessen

Bella Italia zum geniessen!

Anreise nach Bari 25./26.04.2025

Dieses Frühjahr ist es nun soweit. Wir werden in den nächsten zwei Wochen die letzten Kilometer an der italienischen Adriaküste zurücklegen und die Südspitze des Absatz umrunden.

Bevor wir aber die Reise in Bari fortsetzen können, müssen wir zuerst einmal mit unseren Liegern eine längere Zugreise zurücklegen. Ab dem Bahnhof „Milano Potra Garibaldi“ fährt ein Eurocity-Zug mit Fahrradtransport direkt nach Bari. Da er aber schon Morgens um 9 Uhr losfährt, fahren wir am Vortag schon mal nach Monza, um am Samstag den Zug überhaupt erreichen zu können.

Bei leichten Regen fahren wir in den Regen Klamotten zum Bahnhof, hoffentlich müssen wir diese nicht mehr zu oft hervor kramen.

Bereit für die lange Anreise nach Bari
Auch zwischen Lugano und Monza finden wir genug Platz für die Räder.

Mit Umsteigen in Lugano erreichen wir Monza am frühen Nachmittag und haben noch etwas Zeit, die Stadt zu entdecken und und in einem Strassenkaffee auf die nächten zwei Wochen „italianita“ einzustimmen.

Flanieren ist der italienische Volkssport
Der Trompetenbläser schien es anzukündigen.
Plötzlich brauten sich über dem Dom von Monza dunkle Wolken zusammen. Das grosse Gewitter blieb jedoch aus.

Am nächsten Morgen ist dann zuerst wieder einmal „Bahnhof Fitness“ angesagt. Da in Monza nur kleine und defekte Lifte vorhanden sind, heisst es Gepäck und Räder die Treppen runter und wieder rauf zu schleppen. Auch im Bahnhof Portal Garibaldi“ nochmals das selbe Programm.

Zum Glück steht unser Zug schon frühzeitig am Perron, so dass wir in Ruhe die Räder und das Gepäck verladen können. Vor dem Zug steht eine Frau mit zwei ebenfalls mit Gepäck beladenen Räder. Sie erzählt, dass ihr Mann gerade versucht noch Tickets für die Räder zu bekommen, da es beim Onlinekauf nicht geklappt habe. Die beiden sind aus Deutschland und müssen unbedingt mit diesem Zug nach Ancona, wo sie mit der Fähre nach Albanien übersetzen um von dort der Eurovelo 8 entlang nach Patras zu radeln. Als eine Gruppe italienischer Velofahren mit drei weiteren Rädern den Zug besteigt ist mir klar, dass es für das deutsche Paar eng werden könnte. Die Italiener erzählen, dass unterwegs noch eine vierte Person zusteigen werden. Man rechne: Im Zug gibt es sechs Veloplätze, vier haben die Italiener gebucht, zwei wir. Somit sind keine Plätze mehr frei. In der Zwischenzeit ist auch das Zugpersonal vor Ort und will klären, wie es weiter gehen kann, den eines ist klar: Ohne Platz keine Mitfahrt!

Da kommt mir eine Idee. Ich schlage dem Schaffner vor, dass wir unsere Liegern zusammenfalten und in einer Ecke platzieren, damit zwei Hacken für die Tourenradler frei werden.

Zum Glück sind unsere Lieger rasch zusammengefaltet

Irgendwie müssen die doch mitkommen. Zum Glück willigt der Capotreno ein und so sind am Schluss alle an Bord. Es hat uns sehr gefreut, den beiden helfen zu können.

Alle Räder haben einen Platz

Wir plauderten noch etwas zusammen haben rasche einmal mehr gemerkt: Tourenradler verstehen sich auf Anhieb. Wir wünschen euch eine gute Reise!

Wir geniessen die Fahrt der Streck entlang, die wir in den letzten Jahren etappenweise geradelt sind.

Da und dort kamen Erinnerungen auf.

Mit 20 Min. Verspätung trafen wir gegen halb acht Abends in Bari ein. Auf dem Weg zur Unterkunft, mitten in der Altstadt, mussten wir uns zuerst durch den Verkehrsstau und in der Altstadt durch eine wuselnde Menschenmenge kämpfen.

Im abgeschlossenen Innenhof der Unterkunft haben unser Räder ihren Platz gefunden und wir hatten Zeit am nächsten Tag Bari noch zu Fuss zu erkunden. Eine weitere sehenswerte Stadt in Süden Italiens.

Im alten Innenhof sind die Räder gut abgestellt.

Hier ein paar Bilder von unserem Stadtbummel.

Die im Jahr 1106 fertiggestellte Basilica San Nicola.
Im Inneren sehr beeindruckend. Hier liegen die Reliquien des hl. Nikolaus, wofür sie extra erbaut wurde und was die Kirche für viele Christen zu einem Pilgerort macht.
Die Souvenierstände gleich um die Ecke
Man geniesst das warme Frühlingswetter
In der Strasse Arco Basso werden „Orecchiette“, die typisch apulischen Teigwaren, auf der Strasse von Hand hergestellt und verkauft. Am frühen Vormittag war es zum Glück noch nich so überlaufen.
Die Fingerfertigkeit ist beeindruckend.
Natürlich haben wir auch etwas davon gekauft. Die können wir nun als Zusatzbalast aufs Fahrrad packen 😉
Was für ein toller Anblick. Die „Öhrchen“ in allen Farben
Noch war es ruhig in den verwinkelten Gassen
Gegen 13 Uhr warteten viele in langen Schlangen auf einen freien Tisch für das Mittagessen.
Der Bummel endete am kleinen Fischerhafen.

Morgen geht’s es dann los. Erster Etappenort: Monopoli.