Distanz 42 km, Total 520 km
Was für eine traumhafte Etappe. Auf diese freuten wir uns schon lange und vor allem hatten wir am Ziel in Marzamemi ein wunderschönes Zimmer gebucht. Da war es ein leichtes heute Morgen bei bestem Radlerwetter loszufahren. Nachdem wir die Fahrräder aus Giancarlo’s Garage geholt und unsere Taschen wieder tourentauglich um gepackt hatten, rollten wir alles der Küste entlang Richtung Nordosten.

Kurz nach Pozzallo passierten wir einen Abschnitt, wo die Strasse nur durch hohe Sanddünnen vom Strand getrennt war. Da und dort wurde der Sand in die Fahrbahn geweht, so das die rechte Spur Zentimeter hoch bedeckt war. Ich bin gespannt, ob die Dünnen über kurz oder lang die Strasse unter sich begraben werden.

Das wir wieder in Sizilien unterwegs waren merkten wir rasch, den im Gegensatz zu Malta und Gozo lag wieder viel Müll am Strassenrand. Wir beschlossen, das heute einfach zu ignorieren, ebenso wie die riesigen Flächen von Plastiktreibhäuser.

So konnten wir uns auf die schöne Landschaft, das türkisfarbene Wasser und das tolle Wetter fokussieren und die Fahrt einfach nur geniessen. Teilweise war die Strasse entlang der Küste wegen Reparaturarbeiten gesperrt und so gab es da und dort eine Umleitung.


Dadurch wurde die Etappe noch kürzer als geplant.


Schon kurz nach 13 Uhr waren wir am Ziel.


Das Zimmer konnten wir bereits beziehen und da heute der wärmste und sonnigste Tag war, war die schöne Dachterrasse, welche den alten Dorfplatz überblickte, der perfekte Spot um den Nachmittag zu geniessen.

Das Dorf hat eine gut tausendjährige Geschichte. Im Jahr 1630 wurde der Ort dann von der Familie Villadorata besiedelt und diese erstellten eine Fanganlage für Thunfische. Die Häuser, in denen die Fischer wohnten und arbeiteten sind noch immer gut erhalten.

Nach wie vor werden hier verschiedenste Spezialitäten aus Tunfisch, aber auch aus Tomaten der Region hergestellt und in die ganze Welt verschickt.
Rund um den zentralen Platz sind in der Zwischenzeit aber Restaurants eingezogen, in welchen sich die vielen Besucher auf einem der wohl schönsten Plätze Siziliens verpflegen können.

Um diese Jahreszeit hält sich der Besucherandrang aber noch in Grenzen und es gibt für alle einen Platz.
Wir verbrachten einen ruhigen Nachmittag und freuten uns ganz einfach, diesen schönen Ort geniessen zu können.

Morgen ist dann schon die letzte Etappe nach Siracusa auf dem Plan. Wir hoffen, dass es noch trocken bleibt und wir die Regenklamotten nicht mehr brauchen, aber wer weiss, es ziehen dunkle Wolken von Siracusa zu uns hierüber.
