Distanz 56 km, Total 478 km
Heute stand eine recht anstrengende Etappe auf dem Plan. Zwar nicht so weit, aber über 30 km permanentem Anstieg. Das es anstrengend würde war abzusehen. Aber der Reihe nach.
Am Morgen genossen wir mit Silke und Peter noch ein gemütliches Frühstück und ihre Gesellschaft. Ich bin immer wieder erstaunt wie vertraut es sich anfühlt wenn wir auf andere „Langstreckeradler“ treffen. Fast so als ob man sich schon Jahre kennen würde. Wir geniessen solche Begegnungen jedesmal und so verabschiedeten wir uns von den Beiden in der Hoffnung, uns mal wieder zu treffen.

Sie radelten los Richtung Pozzallo und wir nahmen das Ziel Ragusa in Angriff.


Um dem Verkehr auf der Hauptstrasse zu entgehen, was ja vor allem bergauf besonders mühsam ist, navigieren wir uns wieder auf Nebenstrassen. Hinter einer Kuppel stand schon das „Empfangskomitee“ bereit. Es bestand aus fünf grossen und einem kleineren, jungen Hund. Diese leben hier wild und ernähren sich wohl auch aus den vielen Abfällen die hier entsorgt werden.

Zum Glück reagierten sie gut auf mein „STOP“ und als ich mit einer Handbewegung Richtung Gebüsch zeigte und ein „via“ hinterher rief, trotteten sie davon. Nur der Kleine nahm nochmals allen Mut zusammen und kläffte mich an, bevor auch er verschwand.
Es ging immer weiter bergauf und in Richtung unseres Ziels zogen dunkle Regenwolken auf. Dazu zeigten sich bei mir heute Anzeichen einer aufkommenden Erkältung, die ich mir wohl in den letzten Tagen mit den Regen Etappen zugezogen hatte. Nicht wirklich förderlich für die Fitness.


Ich diskutierte mit Barbara das Pro und Kontra, ob wir diese Etappe wirklich durchziehen sollten, oder ob nicht doch eine Planänderung die bessere Option sei. Wir entschieden uns für die Planänderung und und Buchten in der Unterkunft in Pozzallo, die für Morgen geplant war eine zusätzliche Nacht für heute.
Schnell war die Route umgeplant und wir fuhren wieder zurück an die Küste. Im kleinen Ort „Marina di Ragusa“ kamen wir um die Mittagszeit vorbei und stellten erfreut fest, dass es hier einen ganz schönen Dorfplatz mit vielen Restaurants gab.

Da es Samstag war und die Sonne schien, waren die Einheimischen drausen um den Frühlingstag zu geniessen. Die Kinder rannten fröhlich auf dem Platz herum und die Erwachsenen genossen ein Gläschen oder etwas zu Essen.

Nach einem sehr guten Mittagessen radelten wir gestärkt weiter.

Der Blick Richtung Berge zeigte uns, dass die Entscheidung richtig war.


So kamen wir mit etwas Rückenwind gut voran und wussten, dass wir uns Zeit lassen konnten, den das Zimmer wurde erst um 18 Uhr frei, da noch andere Gäste mit einem späten Check-out das letzte freie Zimmer belegten.





In der Unterkunft treffen wir wieder auf Silke und Peter, die nicht schlecht staunten uns schon so rasche wieder zu treffen.
Sie hatten sich heute mit einer Tourenfahrerin aus Stuttgart zum Essen verabredet, die sie vor ein paar Tagen getroffen hatten. Spontan wurden wir eingeladen, doch auch mit zu kommen. So genossen wir einen weiteren schönen Abend in „Radlergesellschaft“ und freuten uns auch Regina kennen zu lernen.
Natürlich gab es wieder einiges an Gesprächsstoff und wir kamen erst spät ins Bett. Für uns kein Problem, denn da wir nun schon in Pozzallo waren, war am Sonntag ein unerwarteter Ruhetag.

Ich kann nun meine Erkältung in Ruhe auskurieren, denn am Montag geht es für eine Woche ohne Räder nach Malta.
Somit gibt es auch etwas Blogpause. Am Montag 30.03. radeln wir dann von hier noch die beiden letzten Etappen nach Siracusa.
Viel Spaß auf Malta.
Arne Wilhelm