Etappe 4: Mazara del Vallo – Sciacca, 16.03.2026

Distanz 66 km, Total 246 km

Route auf Kommot

Das wir gestern einen Ruhetag in Trapani einlegten, war eine kluge Entscheidung. Es regnete wirklich den ganzen Sonntag durchgehend. Mal mehr, mal weniger, aber es hörte nicht wirklich auf. Der junge Mann an der Rezeption versicherte uns, dass dies sehr aussergewöhnlich sei. Normalerweise würde der Regen nach 2 – 3 Stunden jeweils aufhören. Wir hätten gerne darauf verzichtet, Zeugen eines aussergewöhnlichen Wetterphänomens zu sein. Unser Ausflug nach Erice fiel damit buchstäblich ins Wasser und wir verbrachten die meiste Zeit mit Lesen in der Loby des Hotels. Da es Sonntag war, verkehrte ein Zug um 9.10 Uhr und der nächste um 15.20 Uhr. Da auch das Wetter in Mazara del Vallo schlecht war und wir erst ab 15 Uhr in die Unterkunft konnten entschieden wir uns für den späteren Zug.

Am Abend blieb dann noch etwas Zeit für einen kurzen Bummel durch die schöne Altstadt. Ein feines Abendessen gab es auch. 

Ein paar Bilder von gestern Abend.
Zum Abschluss eine feine Gelatti.

So waren wir heute bereit für die nächste Etappe. Wie hier oft praktiziert, bekamen wir vom B&B einen „Frühstücksgutschein“ für die Bar um die Ecke. Der reicht dann für ein typisch italienisches Morgenessen: Ein Kaffee und eine feiner, gefüllter Brioche. Die Jungs an der Bar musterten unsere Fahrräder, die wir voll bepackt vor der Bar parkiert hatten und es entbrannte eine rege Diskussion, wie diese Gefährte wohl gefahren werden. Ich zeigte ihnen ein Foto von Barbara auf dem Rad und das Rätsel war gelöst.

Die Sonne kämpfte einen heroischen Kampf gegen die Wolken und als wir losfuhren, wähnten wir „Sonnenkinder“ uns auf der Siegerseite.

Toller Start heute Morgen

So radelten wir entspannt dem Strand entlang und freuten uns auf eine schöne Etappe. Wir genossen den Blick auf die Küstenline und beobachteten die Brandung, die da und dort grosse Gischtfontänen gegen den Himmel schleuderte. Auch hier waren die Schäden an den Strassen und Uferverbauungen gut zu sehen, welche die heftigen Winterstürme verursacht hatten.

Tolle Aussicht

Bald verliessen wir die Küste und die Route führte uns durch eine sanfte, von Landwirtschaft geprägte Hügellandschaft.

Die Strassen waren heute sehr verkehrsarm.

Ab und zu fuhren wir durch kleinere Orte und stellten fest, so zwei Liegeradler bringen Abwechslung in einen wohl eher eintönigen Alltag.

Wegen den vielen Einbahnstrassen geht es meist nur im Zickzack durch die Ortschaften.
Immerhin lernt man so auch unbekannte Ecken kennen.

Auf dem Parkplatz eines Lebensmittelgeschäfts, wo wir uns etwas Wasser und zu Essen besorgten, wurde ich von zwei älteren Männern gebeten ihnen doch zu zeigen, wie man mit so etwas fährt. Natürlich erfüllte ich ihnen den Wunsch und die zwei konnten zu Hause etwas erzählen. 

Wegen einer Baustelle gab es mal eine abenteuerliche Umleitung

Wir kamen besser voran als erwartet, beobachteten aber auch mit zunehmendem Bangen den Himmel.

Da braut sich was zusammen.
Dank der Niederschläge dafür viele Blüten

Die Sonne schien den Kampf heute gegen die dunklen Regenwolken doch zu verlieren. Dazu frischte der Wind immer mehr auf. Zum Glück blies er meist von der Seite und nicht direkt ins Gesicht. So oder so wurde es zunehmend anstrengender. Die Hügel wurden steiler und der Wind nahm zu.   

Dann begann es zu Regnen. Immer wieder kurze Schauer, mal mehr oder weniger kräftig und nur ein paar Minuten. Da fragt man sich ob sich lohnt, die Regenkleider anzuziehen, oder ob es bald wieder aufhört.

Immer wieder rauf und runter
So eine Brücke hätte uns einige Höhenmeter erspart.
Bei 10% war Schieben angesagt.

Am Schluss zogen wir es ohne Regenklamotten durch und waren froh, gerade noch rechtzeitig in der Unterkunft angekommen zu sein.

Fazit der Tour: Die Route über Land war sehr angenehm und verkehrsarm und wir genossen die Fahrt über Land. Am Schluss waren die letzten paar Kilometer in Sciacca wieder sehr anstrengend, da der Ort an einem Hügel lieg. So waren die letzten 3 Kilometer wieder sehr anstrengend die steilen und verkehrsreichen  Strassen gaben uns den Rest.

Jetzt heisst es sich wieder gut aufwärmen,  erholen und Morgen geht es Richtung Agrigento.

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