Etappe 5: Taormina – Catania 02.05.2024

Distanz 58 km Total 275 km

Ihr habt es sicher schon bemerkt. Auf dieser Tour sind die Etappen nicht zu lange, aber ich habe mir bewusst etwas Zeit gelassen um immer wieder anhalten zu können wenn ich Lust habe und trotzdem nicht zu spät am Ziel einzutreffen. Es sah eigentlich eher nach einer „Überführungsetappe“ aus, aber es wurde doch recht abwechslungsreich.

Bei der Ausfahrt aus Taormina genoss ich noch einmal die schöne Küstenlinie.

Blick hinauf nach Taormina

Immer wieder führte mich die Route durch kleine Ortschaften, wobei sich die Hauptstrasse sehr ähnlich sind. Charmant sind sie alle.

Wo möglich versuchte ich die Hauptstrasse zu verlassen um möglichst am Meer entlang zu fahren. Leider waren diese Wege oft Einbahnstrassen und wer wie ich Richtung Süden fährt, musste eine Strasse weiter von der Küste entfernt fahren. In Chianchitta lotste mich Komoot wieder einmal auf einen abenteuerlichen Weg. Meist bin ich ja sehr zufrieden mit den Routenvorschlägen der App, aber ab und zu wundere ich mich, was da noch als Fahrradweg durchgeht.

Hier musste ich kapitulieren. Zurück zur Strasse und einen Umweg fahren.
Dafür war es landschaftlich sehr schön. Schade könnt ihr die Vögel nicht hören.

Heute wurde Black Beauty also gefordert und auch der Gepäckträger wurde einem heftigen Rütteltest unterzogen. Beide haben die Prüfung gut bestanden.

Ab heute darf sich Black Beauty mit recht „Gravelbike“ nennen.
Auch hier wurden wir durchgeschüttelt, aber schlimmer war der Abfall entlang der Strasse.
Diese Aufnahme stammt aus einem Naturschutzgebiet. Unglaublich!

Immer wieder schweifte mein Blick zum Äthna, aber er wollte sich mir einfach nicht in seiner vollen Pracht zeigen.

Immer in Wolkegehüllt.

Nach Riposto gab es seltsame Strassenschilder die besagen, dass das befahren dieser Strassen für Motorräder und Fahrräder bei Vulkanasche auf der Strasse verboten ist. Zum Glück blieb der Vulkan heute ruhig, so dass ich meiner geplanten Route folgen konnte. 

Ab und zu kamen mir Rennradfahrer entgegen.

Kurz vor 13 Uhr kam ich an einem kleinen Lebensmittelgeschäft vorbei. Höchste Zeit kühle Getränke und ein frisch gemachtes Sandwich zu kaufen, denn zwischen 13 -16 Uhr sind diese Läden meist geschlossen.

Hier wird mein Panini zubereitet
Leider konnte ich auf dem Fischmarkt nichts kaufen. Der Fisch hätte die Reise kaum gut überstanden.

In Aci Trezza staunte ich dann über die seltsamen Felsformationen vor der Hafeneinfahrt. 

Danach musste ich noch einmal kräftig Höhenmeter strampeln. Zur Belohnung gab’s eine schöne Aussicht.

Hart erarbeitet

Anschliessend nahm der Verkehr immer mehr zu und Baustellen taten ihr Übriges, so dass es ab und zu ziemlich eng wurde. Aber keine Sorgen, Black Beauty ist schon eine richtige Italienerin und passt sich den lokalen Verkehrsregeln perfekt an. Wo eine Lücke ist, da ist ein Weg! Immer schön im Strom mit schwimmen und wenn es zu eng wird selbstbewusst die Strassenmitte suchen, so kommt keiner auf die Idee zu knapp zu überholen. So kamen wir zwei gut voran und schon bald war ich in den Vororten von Catania und staunte nicht schlecht, als plötzlich ein perfekter Veloweg auftauchte. So war also auch der starke Verkehr in Catania kein Problem. 

Einfahrt in Catania

Ein kurzer Austausch per Whats App mit dem Gastgeber des B&B um meine Ankunftszeit zu bestätigen und 10 Minuten später war auch die heutige Etappe schon Geschichte. Der Gastgeber riet mir das Rad ins Zimmer zu nehmen, weil hier sei es sonst nicht sicher. Den Rat nahm ich dankend an und so schläft mein Pferdchen auch heute Nacht sicher in meinem Zimmer.

Zu Fuss ging ich dann runter zum Hafen in eine Bar, wo ich den perfekten Platz fand um den Blog zu schreiben.

Von Häfen kann ich nie genug kriegen
Kein schlechter Platz zum Schreiben.

Ich geniesse es und bin froh und dankbar, solche Reisen machen zu können. Morgen geht’s weiter. Gut 72 km bis Syracusa.    

Hier noch ein paar Bilder vom Spaziergang durch die Stadt.

3 Kommentare

  1. Lieber Fredy, von Häfen kann ich auch nie genug kriegen. Liebe Grüsse u weiter gute Reise. Silvia

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