„Zum Schluss, Genuss“, so oder ähnlich könnte das Motto der heutigen Tour lauten.
Unsere kurzen Veloferien 2024 gehen schon wieder zu Ende und wir haben die letzte Etappe nach Bari nochmals richtig genossen.
Diese Etappe war so etwas wie das Konzentrat der letzten Tage. Viele Kilometer konnten wir wiederum auf schönen Radwegen fahren.



Ab und zu waren aber auch ein paar Kilometer mühsamer Hauptstrasse dabei.

Oft ging es direkt dem Meer und den belebten Badestränden entlang und die Städte mit ihren Imposanten, meist sehr hellen Gebäuden entlockten uns das eine oder andere überraschte „wow“!

Heute war die Etappe ja nicht mehr so lange und wir machten uns bezüglich der Hitze keine grossen Sorgen. Ein gemütlicher Start um 9 Uhr war genau nach unseremGeschmack.


Zuerst machte wir noch bei einem Fahrradgeschäft halt, um uns einen neuen Ersatzschlauch für Barbara’s Rad zu kaufen. Man kann ja nie wissen. Zudem war es eine gute Gelegenheit das gestern gewechselte Hinterrad noch auf den richtigen Druck aufzupumpen. Als ich dem Mechaniker sagte, er solle es bitte auf 4 Bar aufpumpen, schaute er mich nur ratlos an. Druckanzeiger = Fehlanzeige, sowas hatte er nicht.
So ging es raus aus Trani und hier war einer der wenigen Abschnitte auf der Hauptstrasse. Schon bald konnten wir die SS16 wieder verlassen und uns immer ganz nah an der Küste weiter Richtung Süden vorarbeiten.


Bisceglie hiess ein weiterer Ort an dieser Küste, der uns mit seinem schönen Hafen und den Häusern begeisterte.

Es ging weiter durch schmale landwirtschaftlich genutzte Wege und da und dort gab es tolle Ausblicke aufs Meer.

Wir spürten, dass es Samstag war, denn der Kampf um die besten Park- und Badeplätze war in vollem Gange. Von überall her kamen Autos, die sich um die letzten Parkplätze an der Strandpromenade stritten.

Uns konnte das egal sein, mit dem Velo kamen wir gut zwischen den Autos durch. Übrigens heute haben wir eine weitere wichtige Regelung im italienischen Strassenverkehrsrecht begriffen: Einbahnstrassen gelten nicht für Velos! Wer vorsichtig in die entgegengesetzte Richtung fährt und den Autos genügend Platz lässt, wird nicht „angehupt“ und kann sich oft mühsame Umwege ersparen, da viele der schmalen Gassen im Einbahnregime geführt werden.
In Giovinazzo, gut 8 km vor unserem Ziel, entdeckten wir einen Strand, bei dem es öffentliche Duschen hatte. Genau was wir suchten, denn wir hatten noch fast drei Stunden zu warten, bis wir in unsere Unterkunft in Bari einchecken konnten. Eine kleine Bar gleich gegenüber dem Strand lag strategisch perfekt für unsere Bedürfnisse. So haben wir dort kühle Getränke und kleine Pizzastücke für unser Mittagessen gekauft und gleich gefragt, ob wir in der Bar vielleicht unser Gepäck deponieren könnten, solange wir am Strand sind. Kein Problem, sagte der Inhaber, ihr könnt alles in den hinteren Teil des Restaurants stellen, dort öffnen wir erst Abends um 7 Uhr. Der Toilettenbereich in der Bar war sauber und gross genug, so dass es sich perfekt als Umkleidekabine eignete. Was will man mehr?

So genossen wir noch einmal das Schwimmen im Meer, das für uns eine willkommene Abkühlung war. Danach nutzen wir die öffentlich Dusche um das Salzwasser abzuspühlen und machten uns bereit für die letzten Kilometer dieser Reise.
Bis auf etwa 300m auf einer viel befahrenen Schnellstrasse, war das letzte Teilstück wieder mit Radwegen ausgestattet oder führte uns über wenig befahrene Nebenstrassen.

Selbst in Bari war der Verkehr an diesem Samstagnachmittag sehr moderat, so dass wir problemlos zu unserem Appartement kamen.



Ein Entschluss haben wir heute gefasst. Den Rest dieser Reise entlang der Adriaküste werden wir einmal im Herbst planen. September bis Mitte Oktober erscheinen uns ideal, wenn man neben dem Radfahren auch noch etwas das Meer geniessen will.
Am Abend haben wir noch einmal die gute Küche hier genossen die verhindert, dass ich trotz einigen Fitnessstunden auf solchen Reisen kein Gewicht verliere 😉











Morgen fahren wir mit dem EC in gut 10 Stunden direkt von Bari bis Bologna, wo wir nochmals übernachten. Am Montagmittag dann mit dem EC von Bologna direkt nach Zürich. Ohne Fahrräder wäre die Fahrt nach Zürich auch in gut 11 Stunden zu machen, aber dann würde ich ja eine der besten Pasta in Bologna verpassen!
Adria, wir kommen wieder und freuen uns nach nun schon 1269 km der Adria entlang schon auf das letzte Teilstück, ganz hinunter an den Absatz.
was ihr an Zeit (Reisedauer) verloren habt, macht ihr dieses Mal durch Qualität wett!! Wir freuen uns, euch das nächste Mal (wahrscheinlich virtuell 🥲) auf der Adria zu folgen!