3. Etappe: 27.08.2024: Lesina – Peschici, 67 km (Adriaetappe 17)

Tourdaten auf Komoot

Streckenvideo

Heute machten wir uns wiederum früh auf den Weg. So war es in Lesina noch recht ruhig als wir aus der kleinen Ortschaft radelten.

Schon bald bogen wir auf eine Nebenstrasse ab, die durch eine grossen landwirtschaftlich genutzte Fläche führte. Das Morgenlicht tauche die Landschaft in zauberhafte Farben.

Selbst ein Bild mit Lastwagen erscheint so romantisch.
Für diese Wolken waren wir später noch dankbar.
Wenn sich jemand fragt, was uns an unseren Fahrradreisen so gefällt: Hier ist die Antwort!

Überall auf den Feldern bereiteten sich die Erntearbeiter mit ihrem Maschinenpark auf den nächsten, anstrengenden Tag vor.

Bereit die nächsten Tonnen Pellati zu ernten.

Ab und zu überholten uns grosse Lastwagen, beladen mit riesigen Kunststoffboxen, um die Tomaten Ernte in die Fabriken zur Weiterverarbeitung zu bringen. 

Hier ernten sie, was wir zu Hause so gerne in der Küche nutzen.

Die Strasse war aber nur wenig befahren, so dass wir den Schlaglöchern und in einem Fall sogar einem Berg Tomaten gut ausweichen konnten.

Das hätte locker für einen grossen Vorrat an Tomatensugo gereicht.

Bei einem alten Festungsturm bei Torre Mileto machten wir nach 28 km einen ersten Halt um uns zu verpflegen. Wir waren nicht lange alleine dort und ein scheuer, wilder Hund näherte sich uns ganz vorsichtig. Natürlich konnten wir seinem bettelnden Blick nicht wiederstehen und für einmal hatte es doch auch sein Gutes, dass hier jemand achtlos einen Plastikteller liegen lies. Dieser war nun ein prima Wassernapf für den Hund und an der Pizza von gestern hatte er auch seine Freude.

In den könnte man sich rasch verlieben.

Weiter ging es auf einem schmalen Landstreifen zwischen Meer und dem Lago di Varano ins Retortenstädchen „Lido der Sole“. Der Ort scheint schon etwas in die Jahre gekommen zu sein. Er besteht aus einer halbkreisförmigen Ansammlung von gesichtslosen Apartementhäusern. Im Parterre meist Geschäfte mit Strandartikeln, Esswaren und Restaurants. Hier wurde wohl einmal ganz gross geträumt, aber irgendwie hat das ganze keinen Scharm. Trotzdem scheint es genug Leute zu geben, die an einem solchen Ort ihren Urlaub verbringen wollen, wir gehören nicht dazu.

Weitere Landschaften ausserhalb der Retortenstätchen
Wie gemalt.
Hier hat das mit den Ferienhäuser nicht wirklich geklappt. Alles sehr heruntergekommen.

Nach einem kurzen Stop um die Getränke aufzufüllen, verliessen wir den Ort und erreichten bald das alte Städtchen Rodi Garganico. Dies war mit einem ersten steilen Anstieg verbunden und so wurde die Betriebstemperatur weiter erhöht.

Im Zentrum von Rodi Garganico

Weiter ging es zwischen Meer und Eisenbahnlinie auf einer gut befahrenen Strasse unserem Ziel entgegen. Gerne hätten wir heute auch etwas Radwege gehabt, aber dieses Guthaben scheinen wir auf dieser Tour nun definitiv aufgebraucht zu haben.

Etwas mehr Platz hätten wir hier gerne gehabt.
Eine schöne Strandbar war ein guter Grund etwas zu trinken.
Die Züge von Stadler Rail sind auch hier im Einsatz. Gruss an Urs.

So radelten wir selbstbewusst und mit blinkenden Lichtern soweit von der Mauer entfernt, das jedem klar sein musste, überholen geht nur ohne Gegenverkehr. Die 320 Höhenmeter die wir heute zu leisten hatten, waren alle auf den letzten Kilometern zu erklimmen. Es waren oft ruppige Anstiege aber zum Glück oft in Schatten spendenden Wäldern.

Wieder ein Anstieg geschafft.

Trotzdem waren wir froh, dass genau um diese Zeit eine dunkle Wolke der Sonne etwas Kraft und Hitze raubte. Nach einer rasanten Abfahrt mit spektakulären Ausblicken von der schönen Küstenstrasse waren schon um halb zwei Uhr am Ziel und konnten unser Zimmer beziehen.

Solche Ausblicke muss man sich erarbeiten.
Barbara, das machst du super.

Eine Familie vermietet hier direkt am Strand drei kleine Apartments und bewohnt das vierte selber. Sehr sympathisch und ein Glücksgriff, denn diese Lage ist ja unbezahlbar.

Das Haus am Strand in der Bildmitte ist unsere Unterkunft.
Bei der Aussicht macht sogar Wäschetrocknen Spass.

Also blieb genug Zeit noch etwas den Strand und das warme Wasser zu geniessen und den Abend werden wir in der Altstadt verbringen.

Gutes Essen inklusive

Morgen gibt es dann eine Minietappe nach Vieste, wo wir 25 jährige  Ferienerinnerungen auffrischen wollen.

Wir sind gespannt, was die Zeit und die Erinnerung aus Viste gemacht hat.

Übrigens der Sattelwechsel von Barbara scheint Wirkung zu zeigen 😀

Gute Nacht

 

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..