Diesen Sommer haben wir nur gut 10 Tag am Stück Zeit für eine Radtour. Also wird das nichts mit einer längeren Reise und wir haben überdies das Bedürfnis, uns auch etwas am Meer zu erholen. Also genau die richtigen Voraussetzungen um unsere Adria Tour fortzusetzen. In den nächsten Tagen geht es in 7 Etappen von Pescara nach Bari.
Je weiter südlich wir unsere Etappen jeweils fortsetzen, desto zeitraubender wird die Hin- und Rückreise, weil wir mit den Rädern ja leider die ganz schnellen Frecciazüge nicht nutzen können. Regional und Eurocitiyzüge bringen uns nun jeweils an den Startort und vom Ziel wieder nach Hause. Da wir auch nicht zu viel Umsteigen wollen, sind die Verbindungen nicht so dicht, aber es klappt. Da wir auf der 5. Etappe einiges an Höhenmeter zu bewältigen haben und wir mit den normalen Rädern auch mit etwas weniger Aufwand mit den Zügen reisen können, entschieden wir uns für diesen Kurztrip mal für unsere „normalen“ Tourenräder und liessen die Lieger schweren Herzens zu Hause. Aber keine Angst, ihr bekommt sicher bald wieder einmal Gelegenheit für eine längere Tour.
Diesmal die Anreise via Zürich nach Milano, dort gut 70 Minuten Umsteigezeit und dann mit dem EC direkt nach Pescara.

Es dauerte etwas mehr als 13 Stunden bis wir um 22.05h am Freitag 23.08.24 in Pescara ankamen. Das Hotel ganz in der Nähe des Bahnhofs hat uns einen sicheren Platz für die Räder versprochen und das auch gehalten. Der Samstag verbrachten wir dann wie typische Adria Touristen am Strand und schlenderten etwas durch die Fussgängerzone.




Am Sonntagmorgen galt es dann ernst und wir stellten den Wecker so, dass wir nicht zu spät losfuhren. Um 08.00h radelten wir runter zur Strand Promenade und Bogen in den hier sehr gut ausgebauten Radweg Richtung Süden ein. Ein erster Höhepunkt war das befahren der wunderschönen Fussgänger- und Fahrradbrücke, die hier über den Fluss Pescara führt, bevor dieser ins Meer mündet.



Dann ging es eigentlich wie an der Adria gewohnt ganz unspektakulär Richtung Süden. Meist hatten wir einen tollen Blick aufs Meer und obwohl es noch touristische Hochsaison war, waren die gut ausgebauten Fahrradwege zügig zu befahren.





Heute führte auch ein grosser Teil der Strecke entlang alter Bahntrasse, die zu tollen Radwegen umgebaut wurden. Die Bahntunnels ersparten uns so manche Steigung und spendeten willkommenen Schatten, denn die Temperatur stieg kontinuierlich an, so das nach gut 25 km dringend ein Abkühlungsstop eingelegt werden musste. Dort stoppte zufällig auch ein Vater mit seiner Tochter aus Deutschland, die wie wir in Etappen die Adriaküste von Nord nach Süd mit dem Rad bereisen. Wir waren uns natürlich schnell einig, dass diese Form der Reise für uns die Beste ist. Schnell genug um rasch voran zu kommen, langsam genug, um viele Eindrücke aufnehmen zu können.










Im weiteren Verlauf der Fahrt wurde es zunehmend heisser. Auf gewissen Abschnitten des Radwegs gab es viele Fahrradverleiher, was sich unmittelbar in einer höheren Dichte an Radfahrern zeigte. Die meisten waren aber nur auf einem kurzen Teilstück unterwegs, so dass kein Dichtestress aufkam.






Zum Schluss gab es in der heissen Mittags Sonne noch einen längeren Aufstieg zu unserem Übernachtungsort Vasto, dass etwas erhöht über der Küste trohnt. Wir waren froh im Ort eine kleine Bar zu finden die geöffnet war und in der wir mit kühlen Getränken die Zeit überbrückten, bis wir in unserem B&B einchecken konnten.







Nach einem kleinen Spaziergang im Ort genossen wir noch ein feines Nachtessen und freuen uns schon auf Morgen, aber werden sicher eine Stunde früher starten, denn die 39 Grad bei der Ankunft heute Mittag waren definitiv zu heiss.